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*Mein Leseeindruck zu ,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

MEIN LESEEINDRUCK: Endlich ist es wieder soweit! Das waren meine ersten Gedanken zum Advent, als ich das wunderschöne Buch von Johanna Maier und Uschi Korda auspacken durfte. Ein stimmiges Buch zu dieser schönsten Zeit des Jahres haben uns beide Autorinnen geschenkt. Es ist ein sehr persönliches Buch von Johanna Maier, die sich nicht scheut von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit der eigenen Familie, den Kindern und Enkelkindern zu berichten. Denn nun hat sie Zeit. Nach einem arbeitsreichen und erfüllendem Leben in der Salzburger Gastronomie gibt sie alte Bräuche, Traditionen und Lebensanschauungen an ihre Familie wieder und gleichzeitig auch an uns Leser*rinnen mit diesem Buch. Heimelige und künstlerisch sehr gelungene Fotos von Uschi Korda begleiten die einzelnen Artikel und Abschnitte im Buch. Es ist ein Schatz, den man getrost an die nächste Generation in der Familie weitergeben kann, denn er ist zeitlos, unterliegt nicht dem immer wechselnden weihnachtlichen Mainstream, seien es die Farben der Kerzen oder/und neue Anleitungen zum Feiern dieses traditionellen Festes.

Johanna Maier erzählt ausführlich von den Gebräuchen, Gerüchen und Geschmäckern ihrer Kindheit – verbunden mit Gedanken an Eltern und Grosseltern. Der heilige Abend als Höhepunkt der stillen und oft auch arbeitsreichen Adventszeit wird sehr schön aus der Erinnerung geschildert. Alte Rezepte werden ( immer für vier Personen) genauestens beschrieben und animieren zum Nachmachen. Es sind herzhafte Gerichte, wie zum Beispiel die traditionelle Mettensuppe, süsse Buchteln, Gebäck in vielen kreativen Ausführungen und Vorschläge für ein gelungenes Weihnachtsmenü.

Alte Lieder, Gedichte und die stimmungsvollen Fotos von Uschi Korda bringen Abwechslung in diese herrliche kulinarische und gedankliche Weihnachtsreise. Auch das Basteln von kleinen Mitbringseln und weihnachtliches Dekorieren des Hauses werden liebevoll und ausführlich gezeigt. Die Anleitung zur Herstellung eines Kranz der Freude hat mir besonders gut gefallen und ich zeige sie gerne in einem Foto.

Herzlichen Dank an die Autor*innen und den Servus Verlag für dieses sehr schöne Rezensionsexemplar, welches einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen wird.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne!

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*Mein Leseeindruck zu,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen und zwar in den Jahren 1924, 1929 und 1980. Wir begleiten die junge Liliana in die nordafrikanische bunte Welt von Libyen und erleben ihre Lebensgeschichte zusätzlich aus der Sicht mehrerer Protagonisten. Die damalige Zeit, in der faschistische Strömungen in Italien und Libyen aufkamen, gibt durch die Schilderungen im Buch einen tiefen Einblick in die politischen Zustände. Aufmerksames Lesen ist unbedingt erforderlich, denn die Autorin springt oft unvermittelt in den Zeiten und zwischen den Erzählungen und Wahrnehmungen verschiedener Protagonisten hin und her. Das empfand ich als störend, schwierig, verwirrend und ab und an sogar langweilig, obwohl der Schreibstil der Autorin zu Beginn des Romanes gefällig und angenehm wirkt.

Mit der Charakterdarstellung der jungen und später auch älteren Liliana bin ich nicht wirklich warm geworden. Sie erschien mir oberflächlich, leicht beeinflussbar und ihre sexuelle Hörigkeit zum faschistischen Oberst Ugo eher abstossend. Schade, denn das Thema des Buches mit dem geschichtlichen Hintergrund und der Verknüpfung von Italien und Libyen im Faschismus ist weitgehend unbekannt und verdient auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit.

Fazit: Ich möchte diesem Buch drei *** Sterne geben.

Vielen Dank an den Diana Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar.

INHALT/ KLAPPENTEXT: Rom, 1929. Mit siebzehn lässt Liliana ihre italienische Heimat hinter sich und reist voller Abenteuerlust mit dem Schiff nach Tripolis. Als sie an der Reling steht und auf die verheißungsvolle weiße Stadt blickt, ahnt sie noch nicht, was sie im italienisch besetzten Libyen erwartet: Eine Freundschaft mit der wunderschönen, wilden Beduinin Farida und eine verhängnisvolle Affäre mit Ugo, einem Oberst der Luftwaffe und überzeugtem Faschisten. Unweigerlich verknüpfen sich drei Schicksale und münden in eine unaufhaltsame Katastrophe, die Lilianas Leben und das ihrer Familie für immer prägen wird.

Virginia Baily studierte Italienisch, Französisch und Englisch und leitet eine Zeitschrift für Kurzgeschichten, die sie mitbegründete. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft Reisen nach Afrika und Italien. Im ersten Licht des Morgens schrieb sie während eines langen Aufenthalts in Rom. Der Roman wurde in England zum Bestseller und erscheint in zwölf Ländern. Heute lebt die Autorin im südenglischen Exeter.

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*Freitagsfüller*

  1. Mein liebster Moment in der Adventszeit beginnt mit dem Anzünden der ersten Kerze!
  2. Ein Gemüseeintopf aus frischen Zutaten ist ideal zum Aufwärmen.
  3. Am 11.11. ist für mich immer ein ganz normales Datum!
  4. Es gibt viele Mittelchen gegen trockene Lippen.
  5. Es sieht so aus, als ob das Wetter zum Wochenende eher grau und nass werden wird.
  6. Betrüblich und es wird leider nicht wirklich kalt!
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Netflix , morgen habe ich nix geplant, und Sonntag möchte ich heute noch nicht verplanen!

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

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*Höreindruck*

*Werbung , unbezahlt*

Mein Höreindruck: Dagmar Manzel, die Erzählerin des Hörbuches hat es mit ihrer ruhigen und angenehmen Stimme verstanden, mich stundenlang zu faszinieren. Diese erzählende Geschichte der 30 jährigen Ehe von Rahel und Peter beginnt mit einer aktuellen Katastrophe, die man als Metapher verstehen kann. Die gebuchte Ferienwohnung in einem Haus in den Bergen brennt völlig aus und das Ehepaar verschiebt nun ihr Ferienziel in die Uckermarck, wo sie Haus und Hof der langjährigen Freunde Viktor und Ruth hüten. Das Buch spielt in der Wendezeit zu Beginn der neunziger Jahre. Die Psychologin Rahel und der Literaturwissenschaftler Peter haben den größten Teil ihrer Ehe aber in den Jahren der ehemaligen DDR verbracht, verbunden in einer engen Freundschaft mit Viktor und Ruth.

Es brennt in ihrer Beziehung, allerdings nicht mehr in Leidenschaft , sondern eher mit zerstörerischer Kraft und Heftigkeit. Eine leise Erzählung mit vielen feinen Untertönen und Schwingungen hat die Autorin Daniela Krien dargelegt. Verborgene und verdrängte Beziehungsprobleme der beiden Protagonisten Rahel und Peter kommen an die Oberfläche des Bewusstseins und stellen vieles in Frage. Auch die Beziehung der Elternschaft zu den Kindern Selma und Simon. Sie wird rückblickend im Hörbuch aufgerollt. Hauptsächlich von Rahel, der erzählenden professionellen Psychologin, die aber im Umgang mit ihrer Familie höchst hilflos und emotionslos erscheint. Peter, eigentlich der ruhende Pol der Familie, kommt mit den neuen Gepflogenheiten nach der Wende nicht mehr mit den jungen Leuten an der Uni zurecht und resigniert in seiner Lehrtätigkeit, welche zusätzlich im privaten Bereich zu einer gewissen Starre und Passivität führt. Für mich war diese Familiengeschichte ein spannendes Zeugnis auch der damaligen Zeit der Wende . Die unterschiedlichen Lebensansichten von Eltern und Kindern, sowie der unterschiedlichen Gesellschaftssysteme prallen hart aufeinander.

Finden die Eltern und Partner Peter und Rahel wieder wie in alten Tagen zueinander? Wie entwickelt sich die weitere Beziehung zu den erwachsenen Kindern und Enkeln? Das alles ist in diesem sehr gutem Roman fesselnd und spannungsgeladen zu erfahren.

Mein Fazit: FÜNF * Sterne für diese hervorragende Familienerzählung.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung des Audiobuches!

Inhalt / Klappentext: Rahel und Peter sind seit fast 30 Jahren verheiratet. Sie sind angekommen in ihrem Leben, sie schätzen und achten einander, haben zwei Kinder großgezogen. Erst leise und unbemerkt, dann mit einem großen Knall hat sich die Liebe aus ihrer Ehe verabschiedet. Ein Sommerurlaub soll bergen, was noch zwischen ihnen geblieben ist, und die Frage beantworten, wie und mit wem sie das Leben nach der Mitte verbringen wollen.

Daniela Krien, geboren 1975 in Neu-Kaliß, studierte Kulturwissenschaften und Kommunikations- und Medienwissenschaften in Leipzig. Seit 2010 ist sie freie Autorin, 2011 erschien ihr Roman ›Irgendwann werden wir uns alles erzählen‹, der von Emily Atef verfilmt wird. Ihr letzter Roman, ›Die Liebe im Ernstfall‹, stand monatelang auf der Bestsellerliste und wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Daniela Krien lebt mit ihren zwei Töchtern in Leipzig

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*Freitagsfüller*

Guten morgen aus den Nebelbergen mit dem Lückentextfüller von https://scrapimpulse.com !

  1. Das Wetter ist gar nicht so schlecht wenn man sich draussen dementsprechend für den Monat November warm kleidet.
  2. Meine empfindlichen Pflanzen werden bald mit ihren Winterumhängen angezogen .
  3. Kaffee, Tee oder Kakao? Ich mag am liebsten einen Schockmoc, das ist ein Kakao mit Espresso!
  4. Irish Brown Bread backe ich als nächstes.
  5. An den Füßen trägt jeder vernünftige Mensch nun warme Winterschuhe.
  6. Meine Rosen auf dem Tisch vor mir sind ganz neu.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Treffen mit lieben Freunden , morgen habe ich geplant auf den Markt zu gehen, und Sonntag möchte ich den Tag ungestresst geniessen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

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*Mein Leseeindruck* zu ,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Ein phantastisches , schönes und zugleich erschreckendes Märchen für Erwachsene hat uns die Autorin mit ihrem Debüt Roman geschenkt. Ein unwiderstehlicher Lesesog hat mich in eine Geschichte, die vor ca. fünfhundert Jahren spielt, hineingezogen. Prägnante Sätze mit mehreren Hintergründen, oft mit einem schmunzelndem und liebenswürdigem Humor vom Protagonisten Martin ausgestattet, lockern die grausamen Kriegs- und Armutsbetrachtungen dieser unruhigen Zeit auf. Es sind die Charaktere unterschiedlicher Menschen, die dem Buch Würze und Atmosphäre geben. Da sind drei bodenständige Männer aus Martins Dorf, die dem unschuldigen Kind und seinem praktischen Rat eine neue Kirchentür zu bauen, vertrauen. Und doch spüren sie unterschwellig ihre eigene naive Unfähigkeit klug und praktisch zu denken, da sie von Aberglauben und von einer damals üblichen Kirchenhörigkeit total beeinflusst sind. Alle Dorfbewohner misstrauen auch Martin, der als dreijähriges Kind einer Tragödie beiwohnen musste und seit dieser Zeit eine enge Freundschaft mit einem schwarzen Hahn pflegt, der immer bei ihm am Körper oder auf seiner Schulter lebt. Nur die junge und hübsche Franzi, die im Wirtshaus bedient, ist dem jungen Martin gut zugetan.

Martin sieht eine Chance diesem unguten Dorfklima zu entkommen und begibt sich mit dem Kirchenmaler auf eine gefährliche Reise um eine Mission zu erfüllen.

Schwarze , unheimliche Reiter entführen seit langer Zeit plötzlich und unerwartet immer wieder Kinder und verschleppen sie in unbekannte Gefilde. Martin möchte diesen merkwürdigen und traurigen Geschehnissen auf den Grund gehen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise,,,,,,

Fazit: Eine wunderbare, Hoffnung gebende Geschichte des Mittelalters, gewürzt mit Humor und offenem, liebenswürdigen Menschenverstand. Fünf * Sterne für dieses grossartige Lesevergnügen.

Vielen Dank für das gebundene Rezensionsexemplar!

INHALT/KLAPPENTEXT: Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der zu ungewöhnlich ist. Viel zu klug und liebenswürdig. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen. Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er.

Stefanie vor Schulte, 1974 in Hannover geboren, ist studierte Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Marburg. ›Junge mit schwarzem Hahn‹ ist ihr erster Roman. Junge mit schwarzem Hahn im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals Hamburg für ›Klaus-Michael Kühne-Preis‹ nominiert, 2021

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Mein Leseeindruck zu,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Ich fühlte mich nach dieser Lektüre auch ein wenig betrogen. Und zwar vom Klappentext. Ich hatte auf eine romantische und sanfte Liebesgeschichte gehofft. Doch von diesem Buch wurde mein Mitgefühl mit den Protagonisten und dem Verlauf der Geschichte auf eine harte Probe gestellt. Es ist kein leicht zu lesendes Buch, ein raues Buch über einfache Menschen, die durch jahrhundertelange Entbehrungen und Armut an der Küstenregion geprägt wurden. Lug, Betrug, sexuelle Gewalt und Unmässigkeit gepaart mit Missbrauch in den Familien lassen Schlimmes unter der angeblich heilen Oberfläche des beschaulichen Lebens dort erahnen. Und das gesamte Dorf ist in diese unheilvollen Verwicklungen eingebunden. Menschliche Seelenabgründe werden tief und dunkel dargestellt und als Leser*in wird man immer fassungsloser über diese Gewalt und Boshaftigkeit der Küstenbewohner untereinander.
Der Schreibstil ist recht einfach und gut zu verstehen. Johann, Marie und Darling , eine Tochter des Leuchtturm-Wärter Ehepaars erzählen aus ihrer Sicht der Dinge und oft werden Geschichten und Begebenheiten im Buch mehrmals erwähnt und wiederholt. Der Leser bekommt immer mehr Einblick in die Charakterdarstellungen und Denkweisen der Protagonisten. Johann ist absolut kein Sympathieträger im Roman, eigentlich niemand. Nur die unschuldigen und unwissenden Kinder, die aus diesen Verbindungen entstanden sind, wie Darlings verhaltensgestörter und/oder geistig und körperlich behinderte Bruder Valdemar und der Junge Thomas können einem einfach nur leid tun. Marie und Darling sind in ihren damals von der Gesellschaft abgewerteten Frauenrollen gefangen, unterwerfen sich der Macht der Männer und der öffentlichen Meinung der Küstenortbewohner. Sie verstehen es aber auch, sich durch List und Betrug von deren Einfluss zu befreien und zeigen dadurch in diesem Buch keine erstrebenswerte Vorbildfunktion auf.
Mein Fazit: ein gutes, aber absolut verstörendes Buch und Thema, dem ich drei Sterne gebe.
Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Leseexemplar!

Inhalt/Klappentext:
Ein Leuchtturm vor der Küste Norwegens – wir schreiben die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Um seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten, muss Johan Marie heiraten, obwohl er Hannah liebt. Sie lassen sich auf dem Leuchtturm von Kjeungskjær nieder, Norwegens einzigem achteckigen Leuchtturm. Dort, vor der felsigen Küste im Nordatlantik, stürmt es so sehr, dass die Wellen manchmal bis zur Dachspitze reichen. Da oben sitzt Johan und fühlt sich vom Leben betrogen. Doch im Laufe der Geschichte wird es immer fraglicher, wer wen wirklich täuscht…

Maren Uthaug wurde 1972 als Tochter einer norwegischen Mutter und eines samischen Vaters geboren und wuchs in Dänemark auf. Sie arbeitet als Graphikerin und gewann 2013 den Cartoon-Wettbewerb der großen dänischen Tageszeitung Politiken. Sie hat drei Töchter. Ihren Blog gibt es auch auf Englisch.

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*Freitagsfüller*

FREITAGS FÜLLER

# 651

5. November 2021

1.  Der Geschmack von   Apfelkernen ist der Titel eines Buches, welches mir super gut gefällt!

2.   Lästige Arztbesuche stehen wieder an – aber bitte erst im nächsten Jahr.

3.  Nein, wir werden nicht verreisen!

4.   Zum Glück gibt es heute viele Impfmöglichkeiten – dafür bin ich dankbar.

5.  Gestern   hat es ununterbrochen geregnet!

6.  Viele Berichte der Medien sind einfach nur lächerlich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Netflix, morgen habe ich geplant den üblichen Wochenmarkt Besuch zu absolvieren , und Sonntag möchte ich bis jetzt noch gar nix. Erstmal das Wetter abwarten!

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

*Werbung, unbezahlt* Aus diesem schönen Kochbuch werde ich ein Rezept zum WE aussuchen!
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*Das Dorf und der Tod* von Christiane Tramitz / Ludwig Verlag

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Mein Leseeindruck: Auch hinter der scheinbar heilen Idylle eines Dorfes, in einer wunderbaren Landschaft, lauern oft die Grausamkeit , das Verbrechen, die Unmenschlichkeit! So geschehen nach einer wahren Begebenheit. Intelligent und offen aufgegriffen von der Autorin Christiane Tramitz. Der Lesesog ist magisch und fesselnd, da ihr Schreibstil ein wenig der bayrischen Mundart angeglichen ist. Aber doch lesbar, packend und verständlich für jeden Leserin.

Sie beschreibt die Atmosphäre eines kleinen, hübschen Dorfes in Oberbayern sowie die Beziehungen seiner Bewohner zueinander während eines Zeitraums von ca. einhundert Jahren. Neben den Genres Kriminalroman, Heimatroman hat sie damit auch ein Stück Zeitgeschichte des 20. Jahrhundert aufgeblättert. Die Armut nach dem 1. Weltkrieg, der aufkommende Faschismus in der NS – Zeit unter den kleinen Leuten im dörflichen Leben bekommen einen wichtigen Raum im Buch. Und doch geht sie in ihrem Roman zu Beginn sehr auf die Liebes – Beziehungen der Protagonisten Vroni Zinsmayer und des Lenz Binder ein. Mit ihrer unglücklichen Liebe zueinander beginnen alle Beziehungs-Verwicklungen und die darauf folgenden unglücklichen Ereignisse im Dorf. Die Zeiten ändern sich im Verlauf des Buches. Nur die Charaktere der Menschen nicht. Sie werden mit ihren negativen und positiven Eigenschaften im Roman der jeweiligen Zeitströmung angepasst. Psychologisch scharf und genau von der Autorin gezeichnet.

Alois Trachsler, der alte Kräutermann beobachtet und sinniert darüber, spielt eine unheimliche Rolle im Dorf, wird von allen bewundert, akzeptiert und doch für verrückt gehalten. Sein plötzliches Verschwinden in der NS-Zeit klagt offen an.

Mich hat dieses Buch beeindruckt, da es das Grauen und die Unmenschlichkeit unter der heilen Oberfläche des Lebens anprangert. Nicht nur auf dem Dorf. Offen einsehbar, für jeden aufmerksamen Leser*in fassbar und erschütternd.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diesen True Crime Roman.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: Eine furchtbare Entscheidung, die hundert Jahre zurückliegt. Eine ausgelöschte Familie. Und ein Dorf, das bis heute schweigt.

1995, ein idyllisches Dorf in Oberbayern. Kurz vor Weihnachten geschieht dort ein bestialischer Mehrfachmord. Drei Menschen sterben, der Täter begeht Suizid, die Polizei kommt zu dem Schluss, dass „Hass“ das Mordmotiv gewesen ist, und stellt die Ermittlungen ein. Doch woher kommt dieser unbändige Hass?

Christiane Tramitz, selbst in diesem Ort aufgewachsen, macht sich auf die Suche und stößt auf furchtbare Ereignisse, die über hundert Jahre zurückliegen: Alles begann mit einer jungen Frau, einer unglücklichen Liebe und einer tragischen Entscheidung, die sich über zwei Generationen hinweg auswirkte und in die ebenso grauenhafte wie verzweifelte Tat mündete. Basierend auf dieser wahren Geschichte und ihren eigenen Recherchen hat die Bestsellerautorin einen True-Crime-Roman geschrieben, der den alten Fall neu aufrollt – abgründig, erschütternd und packend.

Christiane Tramitz wuchs in Oberbayern in einem kleinen Dorf auf, zeitweise auch in den rauen Ötztaler Alpen. Zudem sammelte sie während ihrer Berliner Zeit ausreichend Großstadterfahrung. Ihre Leidenschaft gilt dem Reisen, den Menschen und, seit über 30 Jahren, dem Schreiben. Nachdem die promovierte Verhaltensforscherin zahlreiche Sachbücher über menschliches Verhalten verfasst hatte, wandte sie sich vermehrt dem Genre True Crime bzw. Tatsachenroman zu. Neben den Erfolgstiteln »Irren ist männlich« und »Unter Glatzen« verfasste sie auch den Spiegelbestseller »Harte Tage, gute Jahre«. Für ihre Veröffentlichung über Straßenkinder erhielt sie den Karl-Buchrucker-Förderpreis. Die Autorin hat zwei Kinder und lebt in Oberbayern.

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*Wunderbares Wintergemüse* Kochbuch

*Werbung unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Viele Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende haben unsere Vorfahren die kalte und unwirtliche Jahreszeit mit Wintergemüse und/oder Vorratshaltung überlebt. Bisher habe ich nur mit den gängigen Wintergemüsen wie Rotkohl , Weisskohl, Wirsingkohl gekocht und ähnlich sehr bekannte Rezepte und Gemüse benutzt. Manchmal kehrte etwas Langeweile in meine Küche während der Wintermonate ein, da meine Kocherfahrungen und Gerichte immer ähnlich ausfielen. Damit ist es nun endgültig vorbei! Bei der Durchsicht dieses Kochbuches, ausgestattet mit wunderschönen Bildern und Wintereinstimmungen, habe ich tolle neue Ein-und Durchblicke gewonnen. Chicorée, Karotte, Grünkohl, Rotkraut, Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Rübe, Chinakohl, Weißkraut, Kürbis, Sellerie, Topinambur, Kohlsprossen, Radicchio, Petersilienwurzel und Wirsing bekommen in diesem Kochbuch einen wunderbaren Auftritt!

Die beiden Autoren teilen ihr jahrzehntelanges Know-How und vor allem neue Koch Kreationen mit den Leser*innen. Sechzehn Gemüsesorten werden in ansprechenden Bildern vorgestellt, ihre Herkunft erklärt und es wird von ihrer Tauglichkeit aus einer neuen und kreativen Winterküche berichtet. Über den Anbau im eigenen Garten und die Konservierung für die Vorratshaltung wird ebenso klar und deutlich erzählt. Es sind alles Gemüsesorten die in unserem Klima regional angebaut werden können. Gute, verständliche Anleitungen, sowie praktische Tipps vervollständigen diesen angenehmen und begeisternden Eindruck.

Besonders beeindruckend fand ich dass aus allen Gemüsesorten auch ein süsser Nachtisch bereitet werden kann wie zum Beispiel Kübiskernparfait mit Topfencreme oder ein Rotkrautsoufflé mit Schokosauce. Die Aufzählung aller Möglichkeiten für einen gesunden und schmackhaften Nachtisch sind sehr anregend für den Gaumen und es wird sicher einige Zeit dauern alles nachzukochen und/oder auszuprobieren.

Und nun zur Vorratshaltung! Ein Wirsingaufstrich oder Schwarzwurzelchips waren mir bisher unbekannt und warten nun wie viele andere Köstlichkeiten auf ihre Zubereitung. Hier ein Rezept zum Ausprobieren, im Buch auf Seite 220 zu finden:

Grünkohlpesto:

200 g Grünkohl

150 g Pinienkerne, geröstet

150 g Parmesan, fein gerieben

50 g halbgetrocknete Paradeiser (Tomaten)

300 ml Olivenöl

Saft von 1/2 Limette

1 Msp. schwarzer Pfeffer

ZUBEREITUNG: Grünkohl putzen und klein schneiden. In Salzwasser blanchieren, in Eiswasser abschrecken, damit er die Farbe behält. Abseihen, das Wasser auspressen und trockentupfen. Grünkohl mit den restlichen Zutaten in der Küchenmaschine mixen und abschmecken. In saubere Gläser füllen und sterilisieren oder portionsweise in Gefrierbeutel füllen und einfrieren. Gläser halten im Kühlschrank verschlossen 6 Monate. Passt für Nudelgerichte und in Salaten.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für dieses aussergewöhnlich und besondere Kochbuch für die Wintermonate!

Herzlichen Dank an die Autor*innen und den Servus Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar! Es wird einen Ehrenplatz in meinem Kochbuchregal bekommen.

Inhalt/Klappentext: Ins Rampenlicht mit Kraut und Rüben: Kreative Rezepte mit Gemüse

Ob Grünkohl, Rote Rüben oder Sellerie: Viele heimische Gemüsesorten stecken voller gesunder Inhaltsstoffe und stehen auch im Winter aus regionalem Anbau in hoher Qualität zur Verfügung. Dennoch wird Wintergemüse in der Küche oft stiefmütterlich behandelt. Dieses Kochbuch zeigt: Karotte, Kraut und Kohl können so viel mehr sein als eine langweilige Sättigungsbeilage!

Neben klassischer Hausmannskost wie Stöckelkraut und Kürbisgulasch finden Sie hier zahlreiche Rezeptideen, die Sie überraschen werden: Lassen Sie sich Rotkrautsoufflé mit Schokosauce auf der Zunge zergehen und verwöhnen Sie Gäste mit leckerem Schwarzwurzel-Curry!

  • Wärmend, herzhaft, unwiderstehlich: Gemüse-Rezepte für die kalte Jahreszeit

Uschi Korda ist eine der renommiertesten Kochbuch Autorinnen Österreichs. Die gebürtige Wienerin lebt ihre gastrosophische Kompetenz landauf, landab bei der Suche nach unseren kulinarischen Wurzeln aus.

Erwin Werlberger, heute ein Starkoch, wurde mit der Liebe zum Kochen groß: Aufgewachsen auf einem Bauernhof, der Gäste beherbergte und Vollpension anbot, konnte er seiner Großmutter und Mutter, die auch Kochen unterrichtete, bereits sehr früh in der Küche über die Schulter schauen. Die Lehrzeit absolvierte er beim Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser, dann begann seine abwechslungsreiche Ausbildungszeit in diversen Spitzenhäusern: Hotel Mirabeau in Zermatt, Hotel Bareiss in Baiersbronn, Restaurant Tantris in München, Gasthaus Gramshammer in Vail/Colorado, Schloss Fuschl in Hof bei Salzburg, Ikarus in Salzburg und seit 2005 im Gasthaus Winterstellgut in Annaberg im Salzburger Land.

Erwin Werlberger hat für seine Kreativität in der Küche zahlreiche Auszeichnungen überreicht bekommen, darunter 2013 die Trophée Gourmet A la Carte für die „Beste österreichische Küche“.

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*Frankfurter Buchmesse 2021 – Ehrengast Kanada*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Einhundertundvierzig Seiten die das Herz berühren und einen prägenden Eindruck über das heutige seelische Befinden jugendlicher Innu, einer indigenen Bevölkerungsgruppe Kanadas vermitteln. Die Wurzeln der Autorin Naomi Fontaine reichen tief in die Vergangenheit dieser Bevölkerungsgruppe hinein und doch hat sie sich durch ihre Erziehung in einer Grossstadt unter sogenannten Weißen sehr weit vom Denken und Handeln ihrer Angehörigen entfernt.

Yammie, die junge Lehrerin muss selber wieder lernen mit ihren jungen Schülern des Reservates in einen neuen Dialog zu treten. Und es gelingt ihr. Die Autorin bringt sehr viele, wohl auch biografische Erfahrungen, in ihre kurzen, knapp und doch einprägenden Kapitel hinein. Der Roman lässt sich sehr gut lesen und auch verstehen. Er gibt einen klaren Überblick über die heutigen Probleme, Sehnsüchte und Wünsche der jungen First-Nation-Generation, die durch Alkohol und Drogen stark gefährdet ist.

Eine schriftliche Kultur der Innu ist und war nie vorhanden – alles wurde jahrhundertelang mündlich vermittelt. Doch durch die harschen Erziehungsmethoden der staatlichen Behörden in der Neuzeit wurde den Kindern oft von klein auf verboten zum Beispiel in ihrer Muttersprache zu reden. Sie wurden ihren Familien entfremdet, mussten Internate und Schulen weit entfernt von ihrer gewohnten Umgebung besuchen. Ihnen wurde kurzerhand die Kultur der Frankokanadier übergestülpt. Doch die Suche dieser Bevölkerungsgruppe nach ihren Wurzeln ist nicht verloren gegangen – ich hoffe sie werden sich ihren Weg in unserer Welt erkämpfen und ihre alten Werte und Lebensansichten wiederfinden. Dieses Buch macht Hoffnung!

Meine Bewertung: Fünf * Sterne!

Danke für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Inhalt /Klappentext: Yammie lässt das Stadtleben und ihren Freund Nicolas hinter sich, um im First-Nation-Reservat Uashat als Lehrerin zu arbeiten. Ist sie noch eine Innu, wie die indigene Bevölkerung im Norden des Staates Québec genannt wird, oder ist sie durch Erziehung und Studium der französischen Sprache schon „zu weiß“ geworden? Kann sie als junge Lehrerin den Heranwachsenden, deren Zukunft von Alkohol und Depressionen überschattet ist, Perspektiven bieten? Nach einem ereignisreichen Jahr sind die Schüler Yammie ans Herz gewachsen. Und sie erkennt, dass nicht nur die Jugendlichen gereift sind, sondern dass auch sie sehr viel von ihnen gelernt hat. Gefühlvoll und authentisch – dieser Roman erzählt vom Leben der kanadischen Ureinwohner, von ihren Sorgen, Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen. Der C. Bertelsmann Verlag dankt dem Canada Council for the Arts für die Förderung der Übersetzung. We acknowledge the support of the Canada Council for the Arts. Nous remercions le Conseil des arts du Canada de son soutien.

Naomi Fontaine, geboren 1987 in Uashat, ist die bekannteste indigene frankokanadische Schriftstellerin der Gegenwart und eine der wenigen First-Nation-Autorinnen und Autoren, die auf Französisch schreiben. Als Kind verließ sie mit ihrer Mutter das Reservat, um in Québec-Stadt zu leben, wo sie Pädagogik studierte. Ihr Debüt »Kuessipan« erschien 2011 und wurde preisgekrönt und verfilmt. »Die kleine Schule der großen Hoffnung«, ihr zweiter Roman, stand 2018 auf der Shortlist des renommiertesten kanadischen Literaturpreises, des Governor General’s Award und war auch in Frankreich ein großer Erfolg. Das Buch wird derzeit als Fernsehserie verfilmt.

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*Mein Leseeindruck zu,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Ich habe sehr viele Romane der bekannten Bestseller Autorin gelesen und war immer begeistert von ihren Themen, die meist von ernsten und das Herz berührenden Themen handelten. Oft ging es auch um Prozesse, in den Familien verwickelt waren , die um Gerechtigkeit zu bekommen, einen beeindruckenden Kampf führten. Der Schreibstil war immer flüssig und angenehm zu lesen , gut zu verstehen, logisch aufgebaut. Sie hat sozusagen zum Leser eine enge Verbindung aufgebaut, fast mit ihm geplaudert.

Doch dieser neue Roman ist völlig anders geschrieben. Sie springt oft in Gegenwart und Vergangenheit der Hauptprotagonistin Dawn unvermittelt und überraschend hin und her , sorgt dadurch für leichte Verwirrungen, macht natürlich auch den Leserin neugierig auf den Lebensverlauf von Dawn Edelstein. In den ersten siebzig Seiten hatte ich das Gefühl einer wissenschaftlichen Vorlesung über Ägyptologie beizuwohnen. Diese Art des Schreibens gewann im Verlauf des Buches immer wieder die Oberhand. Interessantes wissenschaftliches Wissen wurde vermittelt, aber sicher wird ein grosser Teil der Leserinnen den Roman irgendwann enttäuscht zur Seite legen. Viele Zeichnungen von Hieroglyphen und Abbildungen aus jahrtausendealten Gräbern dieser untergegangen Kultur vervollständigen diesen prägenden Eindruck. Die Beschäftigung der jungen Wissenschaftlerin mit dem Tod und vielen Ritualen dieser alten Kultur gewannen einfach zu viel Platz im Buch. Da der Ehemann Brian ein begeisterter Quantenphysiker von Beruf ist, folgten Vorstellungen und wissenschaftliche Erklärungen auch über diesen komplizierten Wissenschaftszweig der Physik.

Auch die Bindung der Leserinnen zu den Protagonisteninnen Dawn, ihrem Ehemann Brian, der Tochter Meret und dem ehemaligen Kollegen Wyatt hatten für mich nicht die gewohnte Anziehungskraft und Faszination, die sie sonst so gekonnt vermittelt hat. Das Liebesleben mit Wyatt in Ägypten und Dawn’s Erzählen über ihre nachfolgende Ehe mit Brian hatten etwas Leidenschaftsloses mit blassen Emotionen. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin die Erinnerung an die Vergangenheit der Jugend aufgefrischt hat – immer in egoistischer Sichtweise und Hoffnung auf den eigenenVorteil und/oder das sogenannte Glück im mittleren Lebensalter.

Interessant erschienen mir allerdings die Beschreibungen der beruflichen Erfahrungen von Dawn als Sterbebegleiterin.

Meine Bewertung : Das Buch ist unter einigen Vorbehalten lesenswert und ich möchte es mit vier **** Sternen bewerten.

Herzlichen Dank für die Zusendung des gebundenen Leseexemplars!

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Elfriede Peschel

Originaltitel: The Book of Two Ways

Originalverlag: Ballantine Books, New York 2020

Hardcover mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 18 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-570-10415-6

Erschienen am 30. August 2021

Inhalt/Klappentext: Dawn Edelstein hatte sich einst bei Ausgrabungen in Ägypten in einen Kollegen verliebt, mit dem sie alte Grabtexte entschlüsselte. Bis ein Telefonanruf ihr Leben komplett umkrempelte. Fünfzehn Jahre später ist Dawn verheiratet, hat eine Tochter im Teenager-Alter und arbeitet in Boston als Sterbebegleiterin. Als sie einen Flugzeugabsturz überlebt, drängt sich ihr die Frage auf, ob das gute Leben, das sie hat, noch viel besser hätte sein können. Auf der Suche nach der Antwort kehrt sie nach Ägypten zu dem Mann zurück, den sie einst leidenschaftlich liebte.

»Umwege des Lebens«, der beeindruckende neue Roman von US-Bestsellerautorin Jodi Picoult, setzt sich mit den großen Fragen auseinander, die uns in der Lebensmitte beschäftigen: Was ist uns wichtig, mit wem wollen wir leben und wie sterben? Und ist es möglich – und akzeptabel, Entscheidungen zu revidieren und einen anderen Weg einzuschlagen?

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

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*Freitagsfüller*

Nach einer halbwegs wettermässig schönen Woche mit Besuch von lieben Freunden ist es wieder an der Zeit den Lückentextfüller von Barbara auszufüllen. https://scrapimpulse.com
  1. Neuerdings läuft öfter wieder unser Schallplattenspieler und wir legen gern alte Scheiben aus früheren Jahrzehnten auf.
  1. Mein Alltag als Rentnerinist einfach sehr angenehm und ruhig. Alles wird ohne Stress und Hektik geplant.
  2. Gerade jetzt höre ich wieder klassische Musik.
  3. Eine warme und selbst zubereitete Mahlzeit finde ich besonders sättigend.
  4. Die letzte Person, die ich umarmt habe war ein lieber Mensch .
  5. Was verrät man hier oder besser nicht ?
  6. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Leseabend , morgen habe ich geplant den Einkauf zu erledigen, und Sonntag möchte ich auf gutes Wetter hoffen und mich draussen in der Natur bewegen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

Ich wünsche Euch ein wunderbares Herbst Wochenende! Photo by Jacob Colvin on Pexels.com
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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung unbezahlt *

Mein Leseeindruck: Alles wird gut , dieser schöne Titel – der auch eine beliebte Redensart ist, sowie das hübsche Blumencover des Buches hatten mich zum Lesen angeregt und ich hoffte auf einen packenden Wohlfühl Roman mit einem guten, das Gemüt beruhigendem Ende. Leider kam alles ganz anders und völlig unerwartet bei dieser Lektüre.

Elin, Aksel und Bjørn waren für mich Protagonisten , denen ich im Verlauf des Buches nicht meine ganze positive Aufmerksamkeit und Sympathie schenken konnte. Elin, die von der Autorin in den Mittelpunkt der Geschichte gerückt wurde entwickelte sich von Seite zu Seite immer mehr zu einer NO-GO Person. Zu Beginn der Geschichte als etwas überforderte Allgmeinärztin dargestellt, verwandelte sie sich immer mehr in eine boshafte, unfreundliche, gar feindselige Person, die mit ihren Patienten keinen objektiven Umgang wahren konnte. Als eine seit Jahrzehnten gestandene Ärztin hatte ich eigentlich ein anderes Verhalten von ihr erwartet. Statt dessen wurde sie von persönlichen Süchten wie Alkohol Exzessen und einer aufgewärmten Beziehung aus Jugendjahren gebeutelt. Dass sie sich in ihren inneren Monologen nur noch dem Skelett in ihrem Behandlungszimmer öffnen konnte, keine realen Freunde hatte, erschien mir merkwürdig und bedauernswert. Auch Ehemann Aksel und der alte Jugendfreund Bjørn waren keine Ansprechpartner um sie aus ihrer Patientenmüdigkeit herauszuholen. Ihre Affäre mit Bjørn, in die sie aus Versehen hineingerutscht war, quälte sie. Ihr Telefon und ihr Sozial Media Verhalten samt unmässigem SMS-Verkehr mit dem neuen Liebhaber liebte und hasste sie zu gleich. Sie war für mich keine Protagonistin, mit der ich mich als Leser*in identifizieren konnte, sondern eine bedauernswerte und zerrissene Person. Sicher war diese Charakterdarstellung von der Autorin beabsichtigt, leider hat sie mich persönlich damit nicht begeistert. Das Buch und Thema wurden für mich sehr schwer nachvollziehbar und nicht fassbar.

Ihr Schreibstil war flüssig, gut zu lesen und verständlich, hat aber in meinen Augen nicht so gut die Wirklichkeit gespiegelt. Er war in einer schlaksigen Ausdrucksweise verfasst, die ich eher einem Teenie Roman zuordnen würde. Ob dieser Roman tatsächlich eine ehrliche Darstellung des Beziehungslebens der Großstädter im mittleren Lebensabschnitt aufzeigt, vermag ich schwer zu beurteilen und bezweifle das ein wenig.

Meine Lesebewertung: Drei *** Sterne !

Danke für das Leseexemplar!

Inhalt/Klappentext: Wie konnte es so weit kommen? Elin – Mitte 50, Allgemeinärztin seit 20 Jahren und genauso lange verheiratet mit Aksel – ist kurzerhand in ihre Praxis gezogen. Während Aksel jede freie Minute mit Skilanglauf verbringt, schickt Elin eines Abends schon leicht angeschickert eine Nachricht an ihren Jugendfreund Bjørn – der antwortet prompt. Elin fühlt sich das erste Mal seit Langem wieder richtig lebendig. Aus Alltagsresignation wird erwartungsvolle Aufbruchsstimmung. Doch eine langjährige Ehe und das gutsituierte Leben im Reihenhaus lassen sich nicht so leicht abschütteln. Das ist die Ausgangssituation des vielfach ausgezeichneten Romans, der mit entlarvender Ehrlichkeit das Beziehungsleben der modernen Großstädter in mittleren Jahren unter die Lupe nimmt.

Nina Lykke, geboren 1965 in Trondheim, Norwegen wuchs in Oslo auf. Sie studierte Grafik in Kopenhagen, arbeitete als Grafikdesignerin und war von 1997 bis 2003 Redaktionsmitglied der feministischen Zeitschrift »Utflukt«. Ihren Durchbruch als Schriftstellerin hatte Lykke mit ihrem Roman »Aufruhr in mittleren Jahren«, der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war.

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Momentaufnahmen am Donnerstag ,,,,GERADE JETZT!

Wie sind eure Momentaufnahmen heute? Wie fühlt ihr euch gerade jetzt? Was macht ihr gerade jetzt?

Gerade jetzt

denke ich: wie schnell sind die wunderbaren Tage und Erlebnisse mit den lieben Freunden vergangen!

mag ich: wenn es ganz ruhig um um mich herum ist!

mag ich nicht: wenn man am Mittag schon das elektrische Licht einschalten muss!

fühle ich: mich recht ausgeglichen:

trage ich: Jeans und Pullover!

brauche ich: bald etwas zum Mittagessen!

höre ich: Mozart!

mache ich: am PC nach neuen Büchern schauen!

lese ich: nix, , da ich heute noch unschlüssig bin mit welchem Buch ich anfange,,,

trinke ich: Wasser!

vermisse ich: die Freunde!

schaue ich: in den Regen.

träume ich: von einigen kleinen Sonnenstrahlen heute,,,,

Diesen netten Lückentextfüller habe ich bei Rina gefunden ! https://flashtaig.wordpress.com/ Danke 👍

Wie sind eure Momentaufnahmen heute?

denke ich:

mag ich:

mag ich nicht:

fühle ich:

trage ich:

brauche ich:

höre ich:

mache ich:

lese ich:

trinke ich:

vermisse ich:

schaue ich:

träume ich:

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*Freitagsfüller*

Die Tage und Wochen huschen mit uns voran und schon befinden wir uns mitten im Herbstwetter. Nebel steigt auf und heute morgen waren es nur 5 Grad draußen. Zeit für den Lückentext von Barbara. https://scrapimpulse.com
  1. Ich finde, es könnte ruhig langsam etwas kälter werden. Ich mag die Frische des Herbst und Winter.
  2. Blumen und Herbst Deko stehen draussen vor der Tür.
  3. Wie habe ich es geschafft meine Kondition so zu verbessern, dass ich wieder stundenlange Wanderungen machen kann ? Alles ist möglich!
  4. Apfelkuchen backen gehört zu den Herbsttätigkeiten einfach dazu.
  5. Im Herbst rieche ich gerne den Duft des Vergehens in den Wäldern.
  6. Es geht mir viel besser als noch vor einem Jahr!
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein Interview mit der Autorin Louise Brown auf dem Diogenes Instagram Kanal , morgen habe ich nichts besonderes geplant, und Sonntag möchte ich den Tag wie so gerne, einfach noch nicht verplanen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

*Werbung, unbezahlt*

Inhalt/Klappentext:

Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht. Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind.

Mehr zum Inhalt
Als Trauerrednerin hat Louise Brown zwei wichtige Aufgaben: Zuhören und Erzählen. Zuhören darf sie den Hinterbliebenen, die im Trauergespräch vom Leben der Verstorbenen berichten. An der Trauerfeier erzählt sie dann deren Geschichte und verleiht damit diesem schwierigen Moment des Abschiednehmens menschliche Wärme und Trost. Louise Brown erkennt, dass man durch die Beschäftigung mit dem Tod viel fürs Leben lernen kann und es nicht die großen Errungenschaften sind, sondern Wesenszüge wie Humor, Mut, Zärtlichkeit und Widerstandsfähigkeit, die bleiben, wenn ein Mensch geht. Ein Buch voller Wärme und Menschlichkeit, das Raum schafft, über die eigene Endlichkeit nachzudenken und mit ihr Frieden zu schließen.

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Momentaufnahmen am Donnerstag ,,,,GERADE JETZT!

Wie sind eure Momentaufnahmen heute? Wie fühlt ihr euch gerade jetzt? Was macht ihr gerade jetzt?

Gerade jetzt

denke ich: eigentlich ist es warm draußen ,,,,

mag ich: warmen Kakao

mag ich nicht: Geruch von gebratenem Fisch in der Wohnung ,,,

fühle ich: mich gerade frei und ausgeruht

trage ich: Jeans und ringelshirt

brauche ich: vielleicht noch einen Kaffee ,,,

höre ich: die Stille

mache ich: grad nicht viel ,,,

lese ich: * Alles wird gut* von Nina Lykke

trinke ich: gleich Kaffee

vermisse ich: meine erwachsenen Kinder

schaue ich: in den Garten

träume ich: vom Wolkenkuckucksheim …

Wie sind eure Momentaufnahmen heute?

denke ich:

mag ich:

mag ich nicht:

fühle ich:

trage ich:

brauche ich:

höre ich:

mache ich:

lese ich:

trinke ich:

vermisse ich:

schaue ich:

träume ich:

Diesen netten Lückentextfüller habe ich bei Rina gefunden ! https://flashtaig.wordpress.com/ Danke 👍

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Meine Meinung zu ,,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Habt ihr schon einmal von dem Begriff Italienkrankheit gehört?
Nach der Lektüre oben genannten Buches vom Bestsellerautor Marco Balzano hat sich dieser Ausdruck in meinem Kopf festgesetzt und ich versuche ihn zu erklären. Der Autor schreibt in seinem Buch über Menschen aus Osteuropa, die aus finanziellen Zwängen ihre Heimat verlassen, um ihre Familie durchzubringen. Hier ist es die Familie Matei aus einem kleinen Ort in Rumänien. Die Mutter Daniela, liebevoll von den Kindern Angelica und Manuel Moma genannt , verlässt die Familie um in Italien als Pflegende von alten Menschen , Kranken und/oder Familien mit Kindern, Geld zu verdienen. Sie macht es heimlich, um der eigenen Familie den Abschiedschmerz zu ersparen. Doch was sie mit ihrer oft jahrelangen Abwesenheit und schleichenden Entwurzelung der eigenen Familie antut, beschreibt der Autor in dramatischen Worten und den folgenden Geschehnissen jedes einzeln Familienmitgliedes. Daniela leidet wie viele ihrer rumänischen Freundinnen während ihrer Abwesenheit unter Depressionen, Burn Out und Schuldgefühlen. Die eigene Familie leidet ebenso – sie können alle kaum noch aufeinander eingehen. Doch was passiert wenn eigene Kinder die Mutter dringender brauchen als je zuvor? Sei es durch einen Unfall oder/und durch eine Krankheit verursacht?

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, übt einen fesselnden emotionalen Sog auf den Leser*in aus und öffnet die Augen zusätzlich auch für das Leid der zu pflegenden alten Bevölkerung und Familien der reichen Länder in Westeuropa, die es nicht schaffen für ihre eigenen Angehörigen zu sorgen. Das Buch zeigt auch scharf die Unterschiede in den Familienstrukturen zwischen Ost – und Westeuropa auf.

Manuel, Angelica und Daniela erzählen jeweils in der Ich-Form in drei Teilen von ihrem Empfinden, ihren Wünschen, Hoffnungen, Verletzungen und Wunden, die dem jahrelangen , zeitlichem Auseinander Reißen der Familie geschuldet sind. Sie leben sich auseinander, haben sich trotz täglicher Videotelefonie nicht mehr viel zu sagen. Es fehlt das reale Zusammenleben und auch die Ehrlichkeit zueinander. Die Mutter versucht ihre Abwesenheit mit vielen zusätzlichen Geschenken zu verschleiern, erzählt gleichzeitig nicht, dass sie auf viele Annehmlichkeiten eines normalen Lebens verzichtet, um dieses ihren Kindern zu ermöglichen. Der Vater Filip verlässt ebenso die Familie um als Kraftfahrer im Ausland Geld zu verdienen. Die Jugendlichen sind auf sich allein gestellt. Ihr Freundeskreis verkleinert sich, das Dorf wird durch den immensen Wegzug der Bewohner nach Westeuropa entvölkert. Nur die alten eigenen Grosseltern bieten noch Halt und Trost im Dorf…….

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diesen hervorragenden Roman!

Vielen Dank an den Autor und den Verlag für die Zusendung des im typischen Diogenes Stil gestaltete Cover zugesandte Rezensionsexemplar.

Inhalt / Klappentext: Sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um fremde Menschen zu kümmern – die Frauen aus Osteuropa. Daniela ist eine von ihnen. Sie arbeitet in Mailand, rund um die Uhr, ist zuverlässig und liebevoll als Pflegerin und als Kinderfrau. Doch je mehr sie fremden Familien hilft, desto heftiger vermisst sie die eigenen Kinder. Als ihrem heranwachsenden Sohn etwas zustößt, muss sie eine Entscheidung treffen.

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello, mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Auszeichnungen
›Prix Méditerranée étranger‹ für Je reste ici (Resto qui), 2019
›Premio Bagutta‹ für Resto qui, 2019

  1. Platz des ›Premio Strega‹ für Resto qui, 2018
    Je reste ici (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des ›Prix Femina‹, 2018
    Je reste ici (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des ›Prix du roman FNAC‹, 2018
    ›Premio Asti d’Appello‹ für Resto qui, 2018
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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Ein Buch über Tod und Sterben im Titel. Mancher Leser*in klickt nun sofort weiter, um dieses Tabu Thema gar nicht erst in seinen Gedankenfluss einzulassen. Für mich war es eines der spannendsten, wärmsten und ehrlichsten Bücher des Jahres, ein echtes Highlight und Geschenk.

Zitat auf Seite 223 von den Autoren Tiziano Terzani und Folco Terzani, entnommen aus dem Buch Das Ende ist mein Anfang: Ein Vater, ein Sohn und die grosse Reise des Lebens . Übersetzt aus dem Italienischen von Christiane Rhein. Deutsche Verlags-Anstalt München 2017, S. 15.

„Wenn wir anfangen würden zu graben, fänden wir überall zu Staub zerfallene Knochen, die Überreste des Lebens.Kannst du dir vorstellen, wie viele Abermilliarden von Lebewesen auf dieser Erde gestorben sind? Die sind alle da! (…)Dieser immense Friedhof aber, die Erde, ist wunderschön! Mit all den Blumen, die darauf wachsen, mit all den Ameisen und Elefanten, die darüberlaufen. Er ist die Natur!“

Die Autorin , eine Trauerrednerin und Journalistin hat mit berührender Sanftheit und einem emphatischen Schreibstil über ihre Arbeit , sowie über ihre eigenen Erfahrungen mit dem kurz hintereinander folgendem Tod beider Elternteile berichtet. Sie hat ihren Erfahrungsbericht in drei Teile aufgelistet:

  1. Teil Konfrontation mit dem Tod
  2. Teil Leben mit der Trauer

3. Die Endlichkeit annehmen

Dieses Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Was werden meine Anghörigen nach meinem Ableben über mich berichten und was wissen sie wirklich von mir? Wissen sie eine Wahrheit , die nur meine sein kann? Wahrscheinlich nicht, aber sie werden sich an viele kleine Begebenheiten und Anekdoten aus unserem gemeinsamen (Er)Leben erinnern, sich hoffentlich an fröhliche und unbeschwerte Stunden erinnern. Aber sicher durch Trauerrede und Beisetzung auch die eigene Vergänglichkeit, dunkle Stunden der Verzweiflung und negative Gedanken im gemeinsamen (Er)Leben vor Augen haben.

Diese Aussage hat die Autorin in den Mittelpunkt ihres Buches gestellt – auch mit einer Aussage, die sicher stimmt.

Der Tod kennt keine Gerechtigkeit

Und doch hat mich diese Lektüre beruhigt und befreit, mir Mut gemacht über das Thema Tod und Sterben mit vielen Menschen zu reden. Vor allen mit den mir Nahestehenden. Seien es Freunde und/oder die Familie. Nichts bringt Menschen so zueinander wie dieses Thema. Diese Erfahrung hat Louise Brown auch durch den Besuch sogenannter * Death Cafés * gemacht, in denen bei Tee, süssem Kuchen und Kaffee zum Gespräch mit anderen, fremden Menschen ermutigt wird. Eine gute Idee , die sicher viel Zuspruch in grösseren und vielleicht auch kleineren Orten bekommen wird.

Das Buch schenkt dem Leser ruhige und philosophische Lesezeiten , einen flüssigen und warmherzigen Schreibstil, erzählt Fragmente aus den Trauerreden der Autorin, regt zum Nachdenken über ein ganz natürliches Thema an, welches uns alle irgendwann einmal intensiv beschäftigen wird.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diese emotional packende Lektüre!

Vielen Dank an die Autorin und den Diogenes Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht. Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind.

Louise Brown, geboren 1975 in London, zog als Jugendliche mit ihrer Familie ins norddeutsche Ostholstein. Sie studierte Politikwissenschaft in Nordengland, Kiel und Berlin. Sie ist Journalistin und seit einigen Jahren auch als Trauerrednerin in Hamburg tätig. Dort moderierte sie auch das erste ›Death Café‹. In ihrem Podcast ›Meine perfekte Beerdigung‹ spricht sie mit Menschen darüber, wie sie einmal verabschiedet werden wollen. Louise Brown lebt mit ihrem Partner, zwei Kindern und Hund in Hamburg.

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*Freitagsfüller*

Guten Tag , nun bin ich auch wieder beim Lückentext von https://scrapimpulse.com/2021/10/scrapimpulse-freitagsfueller-646/#comments dabei. Fast hätte ich den Eintrag vergessen, da ich immer noch im Urlaubsmodus schwebe in Gedanken.

  1. Ich habe heute versehentlich gar nicht daran gedacht, dass es Freitag ist und Zeit für den FF von Barbara.
  2. Sie strahlen mich im Haus an – meine Sonnenblumen.
  3. Die Wahlen am letzten Wochenende waren doch sehr verwirrend. Was kommt dabei nur heraus?
  4. Ich trage sie auch gern – geliebte Sneaker.
  5. Am Herbst mag ich einfach alles. Die kühle Luft, die gedämpften Farben und die langsame Veränderung der Natur.
  6. Yogurette (Werbung) ist zur Zeit meine Lieblingsschokolade. Davon kann ich einfach nicht lassen 😉 .
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Durchsicht neuer Rezensionsexemplare , morgen habe ich geplant Obst und Gemüse auf dem Markt einzukaufen, und Sonntag möchte ich eine schöne Wanderung in unseren heimischen Wäldern machen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

Ich wünsche ein entspanntes Wochenende!
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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Das Ermittler Duo Anette Werner und Jeppe Kørner haben mich in diesem Spannungsroman ausserordentlich gut unterhalten. Oben gezeigtes Buch war mein erster von bisher vier erschienenen Kopenhagen-Krimis der bekannten dänischen Autorin Katrine Engberg. Man muss nicht die anderen Teile dieser Reihe lesen um in dieses Buch gut hineinzukommen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm fliessend und immer sehr gut unterhaltend. Von der ersten bis zur letzten Seite kommt keine Langeweile auf. Oben genannte Geschichte spielt an fünf Tagen im April – von Montag bis Freitag in Kopenhagen. Ein schönes Setting über diese faszinierende Stadt und ihre vielen Attraktionen hat die Autorin geschickt in ihre fiktive Geschichte eingebaut. Für mich war es dadurch zusätzlich auch eine äusserst atmosphärische Woche in Kopenhagen.

Dieser Band braucht keine blutigen Gewaltszenen um den Leser in seinen Bann zu ziehen. Der 15 jährige Teenager Oscar verschwindet plötzlich und seine Eltern hoffen, dass die beiden Ermittler bald dieses mysteriöse Verschwinden auflösen. Drohbriefe haben die gut situierte und privilegierte Familie, Inhaber eines Auktionshauses, schon seit einiger Zeit beunruhigt und bedroht. Wurde Oscar gekidnappt oder gar ermordet? Diese Frage stellt sich der Familie und den Ermittlern, als ein junger männlicher Leichnam in der modernsten Müllverbrennungsanlage Europas Amager Bakke, zufällig entdeckt wird.

Verschiedene Erzähl Stränge stellen nun unterschiedliche Protagonisten vor, deren private Vorlieben und Gewohnheiten eine angenehme Abwechslung beim Lesen bieten. Da ist zum Beispiel Jeppe’s Freundin Sara Saidani , eine alleinerziehende IT Spezialistin mit zwei Töchtern. Zu den helfenden Leuten bei der Suche nach Oscar gehört auch Esther de Laurenti, eine alte Freundin Jeppes und Literaturkennerin, die einen sympathischen Part im Buch spielt und mit deren Hilfe der kryptische Drohbrief entschlüsselt wird.

Eine vernünftige und respektvolle Kindererziehung sowie ein behütetes Familienleben unterschiedlicher Protagonisten werden behutsam und mit viel empfindsamen Respekt in diesem Krimi aufgezeigt. Aber eben auch das brutale Gegenteil dieser Verhaltensweisen, welches Familien und ihre Mitglieder völlig zerstören kann…..

Meine Bewertung: Fünf * Sterne für diesen sehr unterhaltsamen Spannungsroman.

Mein Dank geht an die Autorin und den Diogenes Verlag für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar.

Inhalt/Klappentext: Es ist ein sonniger Tag im April, als der 15-jährige Oscar verschwindet. Zunächst denkt man, er sei von zu Hause abgehauen. Doch es gibt Anzeichen, die auf Schlimmeres hindeuten. Als die Leiche eines jungen Mannes in einer Müllverbrennungsanlage entdeckt wird, beginnen Anette Werner und Jeppe Kørner mit ihren Ermittlungen. Sie betreten unterirdische Gänge und verlassene Inseln und stoßen dabei auf einsame Seelen und befremdliche Familiengeheimnisse.

Katrine Engberg, geboren 1975 in Kopenhagen, arbeitete für Fernsehen und Theater und war als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin landesweit bekannt, bevor sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütierte – mit großem Erfolg, auch international. ›Das Nest‹ ist der vierte Fall für Kørner und Werner. Katrine Engberg lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.

Auszeichnungen

Isola für den dänischen ›MARTHA Preis‹ nominiert, 2021

Eine von fünf offiziellen Kulturlotsen für Kopenhagen, ein Projekt der Dänischen Botschaft und Wonderful Copenhagen, 2019

Nominiert für den ›Martha Prisen‹, Dänemark, 2018

Nominiert für ›Plusbog’s Author of the Year Award‹, Dänemark, 2017

Krokodilwächter nominiert für ›BogForum Debutant Prize‹, Dänemark, 2017

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*Freitagsfüller*

Heute bin ich ein wenig später beim beliebten Lückentextfüller von Barbara, https://scrapimpulse.com, dabei, da ich noch trockenen Fusses einen schönen Spaziergang gemacht habe. Ein Bild von unterwegs habe ich Euch gerne mitgebracht ! Nun geht es los….

  1. In einigen Wochen sind wir voll im Herbst angekommen. Heute habe ich schon erste gelblich verfärbte Bäume und Blätter im Wald gesichtet.
  2. Ungute Gefühle beim Betrachten und Anhören unserer Politiker Riege haben mich voll erfasst.
  3. Ich möchte mal wissen wie es sich anfühlt, völlig losgelöst vom Weltraum aus auf unsere schöne Erde zu schauen.
  4. Kräuter gehören auf jeden Fall in meinen Lieblingstee.
  5. Wenn ich nach rechts schaue sehe ich schöne Fotos meiner Liebsten vor mir!
  6. Ich denke an jede*n einzelne*n von Euch , wo immer du bist.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Leseabend , morgen habe ich geplant auf dem Wochenmarkt einzukaufen , und Sonntag möchte ich ,,,das weiss ich heute noch nicht ! !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Danke für’s Mitmachen!

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*Elfchen*

Ein Elfchen ist ein kurzes Gedicht mit einer vorgegebenen Form. Es besteht aus elf Wörtern, die in festgelegter Folge auf fünf Verszeilen verteilt werden. Für jeden Vers wird eine Anforderung formuliert, die (je nach gegebenenfalls vorhandener didaktischer Vorgabe) variiert werden kann.

Das Elfchen wurde in den 1980er Jahren im Amsterdamer Taaldrukwerkplaats erstmals in den Niederlanden eingeführt. 1988 wurde es auf einem Workshop zu kreativem Schreiben in Aachen von dem niederländischen Theaterwissenschaftler und Schriftsteller Jos von Hest vorgestellt und deutschsprachigen Pädagogen bekannt gemacht.[1][2]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Elfchen

****************************************************

Gesprenkelt

rotgelbe Haut

prall gefüllt

verspricht köstliche Süsse

in leuchtender Spätsommersonne

©Angela Busch

Mirabellen
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*Freitagsfüller*

Guten morgen , hier fülle ich wieder einmal den Lückentextfüller von https://scrapimpulse.com/2021/08/scrapimpulse-freitagsfueller-641/#comments aus.
  1. Bei meinem ersten Arbeitstag – vor vielen Jahrzehnten – war ich ganz schön aufgeregt. Daran kann ich mich noch gut erinnern!
  2. ALLES erschien mir so wichtig.
  3. Wenn man trotz einiger Ängste eine Situation bewältigt, ist das sehr mutig und bewundernswert!
  4. Früher ist mir öfter der Kragen geplatzt. Heute passiert das eher selten. Vielleicht ist das Alter dafür verantwortlich?
  5. In unserem Land können viele Menschen gar nicht mehr würdigen wie gut es ihnen geht!
  6. In allen Beeten blühen nun bunt die ersten Herbstblumen.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf das Prasseln meines Kaminofens , morgen habe ich einen Gang über den Wochenmarkt geplant, und Sonntag möchte ich locker verbringen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Danke für’s Mitmachen!

Ich wünsche Euch ein entspanntes Wochenende!
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*Mein Höreindruck zu ,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Zwei Stunden Hörgenuss eines Klassikers der bekannten Autorin Jane Austen liegen hinter mir. Das wunderschöne , mit goldenen Blumen geschmückte Cover stimmt sofort auf eine romantische Liebesgeschichte ein. Die Welt des englischen Landadels von vor ca. zweihundert Jahren wird in dieser Hörspielversion dem Hörer auf eine ganz besondere Art nahe gebracht. Hufgetrappel von fahrenden Pferdekutschen, sanfte Musikklänge mit einigen Verfremdungseffekten halten die Aufmerksamkeit beim Hören. Der Einstieg in dieses Hörbuch fiel mir zu Beginn etwas schwer, denn die Sprache der Autorin und diese Hörspielversion sind doch anders verfasst wie in unserer jetzigen Gegenwartsliteratur üblich. Ruhig, romantisch und in langen Sätzen wird sie von verschiedenen Interpreten erzählt.

Die schon für damalige Zeiten etwas ältere Hauptprotagonistin Anne Elliott beeindruckt durch ihre feinfühligen und emphatischen Gedankengänge und Reden. Sie ist fast dreissig Jahre alt und zaudert lange mit sich, ob sie der Liebe zu Frederick Wentworth erneut nachgeben möchte. Diese reizvollen Dialoge, auch der anderen Protagonisten fesseln und geben dem Hörer viel Platz um sich diese vergangene Welt der englischen Landadels Gesellschaft der damaligen Zeit vorzustellen. Gesellschaftliche Zwänge, die Verarmung der adeligen grossen Häuser und die Übernahme durch Mitglieder anderer Gesellschaftsschichten werden angedeutet. Umgangsformen und althergebrachte Wertvorstellungen der Bevölkerung beginnen sich zu verändern. All dies hat die Autorin Jane Austen als gute Beobachterin ihrer Zeit mit leichter Ironie treffend geschildert.

Mein Höreindruck: Ein sanftes Hörvergnügen, dem ich gern gefolgt bin und der ich eine absolute Hörempfehlung mit fünf * Sternen gebe!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal der Penguin Random House Verlags Gruppe für die Zusendung der Hörspiel CD !

Inhalt/Klappentext: Finden sie wieder zueinander? Als Anne Elliot und Frederick Wentworth noch jung waren, konnten sie nicht heiraten, doch nach einigen Jahren hat sich vieles geändert. Aber wollen die beiden jetzt überhaupt noch? Der Hörer wird entführt in die Welt des englischen Landadels zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Geschäfte und Geldprobleme, Landpartien und Langeweile, Höflichkeitsbesuche und natürlich: Liebesverwicklungen.

Jane Austen (1775–1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs als siebtes von acht Kindern im elterlichen Pfarrhaus auf. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren sorgsam kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie entlarvte.

Sascha Icks, geboren 1967 in Düsseldorf, ist eine bekannte deutsche Schauspielerin und Sprecherin fürs Radio und für Hörbücher. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Im Anschluss ging sie ans Rheinische Landestheater Neuss, ans Staatstheater Wiesbaden, ans Staatstheater Mainz sowie an die Wuppertaler Bühnen. Sascha Icks wurde auch vielfach für ihre Leistungen als Sprecherin ausgezeichnet. 2000 wurde Icks von der Zeitschrift »Theater heute« als Beste Nachwuchsschauspielerin nominiert und 2020 mit dem Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie »Bestes Kinderhörbuch« ausgezeichnet. Für den Hörverlag hat sie schon das Hörspiel »Jane Eyre« und das Hörbuch »Gargoyle« von Andrew Davidson gesprochen.

Mala Emde, geboren 1996 in Frankfurt am Main, ist eine deutsche Schauspielerin bekannt aus Film und Fernsehen. Bereits mit elf Jahren stand sie das erste Mal in der RTL-Serie »Post Mortem« vor der Kamera. Danach spielte Mala Emde unteranderem in drei Tatort-Folgen sowie der ZDF Vorabendserie »SOKO Köln« mit. Ihre erste Hauptrolle hatte Emde in dem 2015 veröffentlichten Doku-Drama »Meine Tochter Anne Frank«. Sie spielte darin das jüdische Mädchen Anne Frank. Für diese Rolle wurde Mala Emde 2015 mit dem Nachwuchsförderpreis des Bayerischen Fernsehpreises ausgezeichnet.

Mirco Kreibich, geboren 1983 in Ost-Berlin, ist ein deutscher Schauspieler bekannt durch seine abwechslungsreichen Rollen beim Theater. Seit der Spielzeit 2009/10 ist Kreibich festes Ensemblemitglied am Thalia Theater in Hamburg. In fast allen Theaterkritiken wird insbesondere Kreibichs darstellerischer Einsatz, sein körperbetontes Schauspiel und seine unbedingte Verkörperung der Rollen hervorgehoben. Am Thalia Theater trat er unteranderem in der Titelrolle in »Caligula« und in »Hamlet« als die Doppelrolle Rosenkranz und Güldenstern auf. Seit 2006 spielte Kreibich auch einige Film- und Fernsehrollen. Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Schauspieler ist jedoch weiterhin die Theaterarbeit.

Philippa „Pippa“ Galli, geboren 1985 in Wien, ist eine österreichische Schauspielerin und Singer-Songwriterin. Seit 2002 steht sie auf der Bühne, unter anderem spielte sie im Wiener Schauspielhaus, am Theater Drachengasse, Wiener Volkstheater und am Landestheater Niederösterreich.. Galli wirkt als Sprecherin in Hörspielen und Literaturproduktionen mit, insbesondere für den Radiosender Ö1. Außerdem tritt sie auch oft in Fernsehfilmen und -serien auf. In Xaver Schwarzenbergers Spielfilm »Sisi« (2009) synchronisierte sie die italienische Schauspielerin Cristiana Capotondi.

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*Freitagsfüller*

Guten morgen, heute bin ich beim Lückentextfüller von https://scrapimpulse.com/2021/08/scrapimpulse-freitagsfueller-640/#comments wieder dabei und wünsche Euch ein hoffentlich sonniges und angenehmes Wochenende!

  1. Eigentlich müsste ich wieder einmal durch alle Staudenbeete gehen und einiges abschneiden.
  2. In meinem Garten wächst eine grosser Urwelt-Mammutbaum in der Mitte.
  3. Unter dem Tisch finden sich immer einige Krümel und Staubflocken. Ärgerlich , aber unvermeidlich!
  4. Zuhause ist es wieder gemütlich , wie im Urlaub, genau so gut.
  5. Solange noch Sommer ist geniesse ich die Sonne und die Natur draussen.
  6. Ich habe viele Lieblingskuchen. Leider muss ich mich oft im Verzichten üben. Es gibt Schlimmeres 😉 !
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Abend mit Lesen , morgen habe ich noch nichts besonderes geplant, und Sonntag möchte ich locker den Sommer geniessen????

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Danke für’s Mitmachen!

Kutterhafen Dorum
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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Es war mein zweites Buch der berühmten Autorin und all meine hohen Erwartungen, was flüssigen Schreibstil, Feinfühligkeit der Autorin mit einem klugen Blick auf die Gesellschaft und ihre Menschen betreffen, haben sich wieder voll erfüllt! Die Autorin hat unterschiedliche Mitmenschen einer Kleinstadt in Maine und ihre Lebenswege in einzelnen Kapiteln tolerant und ehrlich beschrieben. Auch unangenehme oder gar abstossende Gedanken sowie Wesenszüge der einzelnen Personen hat sie ohne Wertung erwähnt. Diese Lebensbeichten erfolgen meist in einer Ich-Erzählung. All diese Einzelschicksale sind auf irgendeine Weise mit dem Leben der wichtigen Haupt-Protagonistin und Erzählerin Olive Kitteridge verbunden.

Olive Knitterige hat als ehemalige Lehrerin das Herz auf dem rechten Fleck! Sie denkt, redet und handelt unkonventionell, lebt ihre eigenen Überzeugungen voll aus. Sie ist alt, vielleicht auch äusserlich nicht mehr hübsch zu nennen. Sie hat nach dem Tod ihres Ehemannes noch einmal gegen den Widerstand ihres Sohnes den ebenfalls älteren Harvard Professor Jack Kennison geheiratet und führt mit ihm ein beschauliches und ruhiges neues Eheleben, indem sie versucht Verletzungen ihres jetzigen neuen Partners zu vermeiden. Im Nach hinein sieht sie ihr eigenes Verhalten gegenüber ihrem ersten, langjährigen Ehe-Partner eher kritisch und bereut vieles! Sätze , Handlungen, ihr oft unsensibles Verhalten ihm gegenüber. Natürlich gelingen solche Vorsätze nie vollkommen. Auch das weiss sie inzwischen durch die Weisheit ihres Alters. Es gibt keine Vollkommenheit in sozialen Beziehungen, kein Richtig oder Falsch, kein Schwarz oder Weiss . Das Leben besteht aus unendlichen vielen Grautönen. Die Toleranz und Aufmerksamkeit dieser Frau gegenüber ihren Mitmenschen hat mir imponiert und unglaublich gut gefallen.

Mit dieser absoluten Buchempfehlung einer grossartigen und warmherzigen Autorin wünsche ich Euch ein aufregendes Lesevergnügen in diesen kühlen Sommerwochen!

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diese grossartige und bewegende Lektüre!

Danke an die Autorin und den btb Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Inhalt/Klappentext: In Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine, ist nicht viel los. Und doch enthalten die Geschichten über das Leben der Menschen dort die ganze Welt. Da ist Olive Kitteridge, pensionierte Lehrerin, die sich auch mit siebzig noch in alles einmischt, so barsch wie eh und je. Da ist Jack Kennison, einst Harvardprofessor, der ihre Nähe sucht. Beide vermissen ihre Kinder, die ihnen fremd geworden sind, woran Olive und Jack selbst nicht gerade unschuldig sind … Ein bewegender Roman, der von Liebe und Verlust erzählt, vom Altern und der Einsamkeit, von Momenten des Glücks und des Staunens.

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« bekam sie 2009 den Pulitzerpreis. »Die Unvollkommenheit der Liebe« wurde für den Man Booker Prize 2016 nominiert. »Alles ist möglich« wurde 2018 mit dem Story Prize ausgezeichnet, erhielt ein überwältigendes Presseecho in den USA und stand in allen großen Medien auf den Empfehlungslisten. Die Übersetzungsrechte ihres neuen Romans wurden in bisher 17 Länder verkauft. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

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*Freitagsfüller*

Ein Lückentext Füller nach einer Idee von Barbara https://scrapimpulse.com
  1. Bei diesem Wetter denke ich unwillkürlich an herbstliche Tage, vielleicht klappt es ja mit einem goldigen September und Oktober.
  2. Der angeblich nicht so gute Impfschutz bei einigen Corona Mutanten verursacht mir Unbehagen.
  3. Ich habe gehört , dass die meisten Kinder unter 12 Jahren die Infektion mit Leichtigkeit besiegen. Hoffentlich stimmt das wirklich und sie bekommen keine Langzeitfolgen !
  4. Ich muss meist nicht viel tun gegen Mückenstiche, denn ich bekommen selten einen Pieks.
  5. Eiskalte Getränke mag ich nicht so gern.
  6. Eine schnelle Woche – schon wieder vorbei.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Durchsicht neuer Leseexemplare , morgen habe ich noch nicht viel geplant, und Sonntag möchte ich wie immer gern in Wald und Wiese verbringen,,,

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Danke für’s Mitmachen!

Habt ein schönes und erholsames Wochenende !

Danke für das Foto R.

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Mein Leseeindruck zu *Bergland*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen: ich liebe dieses Land Südtirol und habe es als Reisende kennengelernt. In den siebziger Jahren empfand ich es als schneesicheres Winter-Wonder-Land – und in heutiger Zeit habe ich die autonome Provinz Alto Adige im Sommer lieben gelernt. Allein aus diesen Gründen hat mir der manchmal etwas abwertende Schreibstil der Autorin über den Tourismus und seine unschönen Auswüchse der letzten Jahrzehnte oft nicht zugesagt. Trotzdem muss ich der Autorin bei vielen Aussagen ihrer Protagonisten*innen beipflichten, denn ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie sich rücksichtslose Gäste gegenüber der Natur und den Gastgebern dieses Landes verhalten. Nun zur fiktiven Geschichte des Buches.

Jarka Kubsova lässt zwei weibliche Protagonisten, Rosa aus der Vergangenheit und Franziska, eine junge Frau unserer Zeit, in prägnanten und eindrucksvollen Sätzen und Meinungsschilderungen zu Wort kommen. Franziska, als gut mit einem Biologie Studium ausgebildete taffe junge Frau, verzichtet auf ihre berufliche Karriere und widmet sich ganz der Familie und dem Leben auf dem Innerleithof. Sie versucht es allen recht zu machen, den Ansprüchen von Ehemann und Kindern gerecht zu werden, alte Traditionen zu bewahren, sowie die Zeitströmungen des modernen Tourismus zu berücksichtigen. Sie scheitert leider kläglich mit einem persönlich erschreckendem Burnout. Dieses zur Rolle der Frauen in alter wie in neuer Zeit. Sie tragen oft in unserer Gesellschaft zu viele Lasten, sollen immer stark und perfekt funktionieren. Dieses Frauenschicksal hat auch Rosa, die Bäuerin aus den Vierziger Jahren des letzten Jahrhundert getroffen.

Und doch zeigt dieses Buch im folgenden letztem Abschnitt wichtige Wege – und Auswege auf, um einem sanften Tourismus den Weg zu ebnen, eine umsichtige neue Landwirtschaftspolitik, der die gastgebenden Menschen dieser Region nicht ausbrennen lässt sowie den Tourismus in umweltschonende Bahnen lenkt. Alte Traditionen können wieder neu entdeckt werden. Diese Lektüre gibt dem Leser viel hoffnungsvollen Raum für eigene Überlegungen, um einen Ausweg aus dem Konflikt zwischen Mensch, Natur und Profitgier zu finden.

Meine Bewertung: Ein absolut lesenswertes Buch, dem ich ganz viele Leser wünsche. Gerade und vielleicht auch im anstehenden Sommerurlaub in den Bergen.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Wunderraum Verlag für dieses gebundene Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: Südtirol in den vierziger Jahren: Im abgelegenen Tiefenthal staunen selbst gestandene Bauern, als ihnen eine junge Frau vormacht, wie man einen Hof ganz alleine durchbringt. Rosa heißt die Frau, die die Natur versteht und lenkt, als habe sie nie etwas anderes getan. Mit aller Macht stemmt sie sich gegen den Fortschritt, der ihr kleines Reich in den Bergen bedroht.

Zwei Generationen später sind Rosas Enkel Hannes und seine Frau Franziska auf Feriengäste angewiesen, um den Hof zu halten. Als nach einem Unglück ihre Zukunft auf dem Spiel steht, erweist sich Rosas Vermächtnis als aktueller denn je.

Jarka Kubsova wurde 1977 in Tschechien geboren, seit 1987 lebt sie in Deutschland. Nach Studium und Volontariat in Hamburg arbeitete sie bei der »Financial Times Deutschland«, beim »Stern« sowie bei der »ZEIT«. Sie ist Ghostwriterin und Co-Autorin mehrerer erfolgreicher Sachbücher. Für ihr Romandebüt »Bergland« lebte sie sieben Monate lang auf einem Bauernhof in Südtirol.

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*Die Spur der Wölfe*

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Dieses Autorenduo hat eine interessante Krimireihe geschrieben, die sich in drei Bänden um den jungen Forstinspektor Marco Gherardini ranken. Der oben vorgestellte Band ist der dritte dieser Reihe, kann aber trotzdem allein ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das düstere Cover gibt einen passenden Vorgeschmack auf die Handlungen und geheimnisvollen Ereignisse, die in den wilden, verlassenen Bergdörfern des Apennin spielen. Es geht um Aussteiger aus unserer Konsumgesellschaft, die in diesem Roman ELBEN genannt werden. Diese Namensgebung hat mich etwas verwirrt und ich fand sie absolut nicht passend für diese Verweigerer unserer Gesellschaftsordnung. Der Roman punktet allerdings für mich mit schönen Beschreibungen der wildromantischen Bergwelt und der Arbeit eines Forstinspektors, der mit einem ungeklärten Mord an einem unbekannten jungen Mann konfrontiert wird. Viele Nebenprotagonisten runden diese Beschreibung mit bunten und ungewöhnlichen Charakterdarstellungen ab.

Dieser ungewöhnliche Krimi hat mir einige Stunden Spannung und Ablenkung geschenkt und ich kann ihn dem Genre Wohlfühl-Buch zuordnen.

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen Krimi mit leichten Schwächen!

Danke an das Autorenduo und den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: In den dichten Wäldern des Apennins lebt eine Ökokommune von Aussteigern, deren Mitglieder sich selbst »Elben« nennen. Fernab von der Zivilisation haben sie sich in verlassenen Dörfern niedergelassen, leben einfach und ohne Strom vom Tauschhandel und gewähren jedem, der um Obdach bittet, Einlass. Forstinspektor Marco Gherardini beobachtet das Treiben mit Interesse. Eines Tages hallen zwei Schüsse durch den Wald, und am Fuße eines abschüssigen Geländes wird ein Toter gefunden. Es ist ein Elbe. Gherardini beginnt zu ermitteln – in seinem dritten und bisher spannendsten Fall.

Francesco Guccini, Jahrgang 1940, zählt zu den bedeutendsten italienischen Liedermachern. Sein Freund Loriano Macchiavelli ist erfolgreicher Krimiautor. Beide leben im rauen Apennin, den sie in ihren gemeinsamen Büchern so wunderbar beschreiben.

Loriano Macchiavelli ist einer der erfolgreichsten Autoren Italiens. Beide Autoren leben im rauen Apennin, wo auch »Schlechte Saison«, der Auftakt ihrer neuen Krimiserie um Forstinspektor Marco Gherardini, spielt. Mit ihren Kriminalromanen belegen sie in Italien regelmäßig die ersten Plätze der Bestsellerliste.

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*Freitagsfüller*

Eine Modesünde ist für mich gar nicht vorhanden! Jeder kann und mag sich so kleiden wie es ihm gefällt. Hauptsache er hat keine schmutzige Kleidung an.
Die Jammerei über den Klimawandel macht alles noch schlimmer.
Ich möchte gerne mal wieder ein schönes Kuchenstück essen.
Ein paar Staubflocken liegen manchmal unter meinem Bett.
Das Problem der Woche und leider der kommenden Zeit sind die überfluteten Dörfer, Städte und Landschaften in Europa.
Mir ist im Moment nicht nach Witzen zumute! Witz der Woche kann ich nicht ausfüllen.
Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf nichts besonders , morgen habe ich noch nichts geplant, und Sonntag möchte ich den Tag auf mich zukommen lassen. !
Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.
Danke für’s Mitmachen!

Die Idee zu diesem Lückentextfüller und noch mehr dazu könnt ihr bei Barbara https://scrapimpulse.com/category/freitags-fueller/ nachlesen.

Dreiflüssestadt Hann.Münden

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*Mein Leseeindruck zu,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck:

Gibt es ein Schicksal , ein ausgleichendes vielleicht oder gar ein ungerechtes? Diese Gedanken gingen mir am Ende des Buches laufend durch den Kopf, nachdem ich als Leser*rin die drei roten Fadengeschichten des Autors in meinem Kopf zusammengebracht habe.

Der Schreibstil des Autors ist einfach nur brillant zu nennen, der Roman liest sich angenehm flüssig und baut auf drei Einzelschicksalen auf. Mit atemberaubender Spannung und einem Gefühl des Entsetzen und schrecklicher Traurigkeit für den sensiblen Leser geht es mit der Lebensgeschichte des Arztes und Syrers Farouk los. Es folgen die Erlebnisse des jungen Iren Lampy und des unsympathisch erscheinenden Geschäftsmann und Maklers John, der zu gern Menschen manipuliert und durch seine gierigen Geldgeschäfte steuert. Viele Nebenprotagonisten lockern den Roman auf, irische sogenannte Originale , sowie auch naive junge Mädchen. Die Atmosphäre einer irischen Kleinstadt und deren Gesellschaft erschien mir glaubhaft und real.

Mit phansastischem Geschick und viel Einfühlungsvermögen erzählt Donal Ryan eine Geschichte, wie sie unglaubwürdiger kaum sein kann. Oder doch glaubwürdig? Kann es solche Verflechtungen im realen Leben wirklich geben? Das ist in meinen Augen sehr unwahrscheinlich – doch in unserer realen Welt ist vieles möglich. Während einer Gedankenreise in einer fiktiven Literaturwelt ist jedoch alles möglich und fasziniert die Leser*rin. Donal Ryan hat mich nachdenklich zurückgelassen und ich danke für dieses ungewöhnliche Leseerlebnis.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für dieses un(glaubliche)Buch !

Vielen Dank an den Autor und den Diogenes Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: Farouks Leben ist am Ende, weil er verloren hat, was ihm am meisten bedeutete. Lampys Leben sollte gerade so richtig anfangen, doch dann ließ ihn seine große Liebe Chloé einfach stehen. John hat sein Leben lang andere betrogen und hofft nun verzweifelt auf Gottes Vergebung. In einer kleinen Stadt in Irland werden diese drei Männer sich auf unwahrscheinliche Weise begegnen. Mit fatalen Folgen.

Donal Ryan, geboren 1976 in Nenagh, Tipperary, studierte Bauingenieurwesen und Jura; er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Castletroy, Limerick. Für ›Die Stille des Meeres‹ war auf der Longlist des Man Booker Prize. Auszeichnungen

From a Low and Quiet Sea auf der Longlist des ›Man Booker Prize‹, 2018

›European Union Prize for Literature‹ für die zwölf vielversprechendsten jungen Schriftsteller Europas (als Vertreter von Irland), 2015

›Bord Gáis Energy Irish Book Awards‹ in der Kategorie ›Short Story of the Year‹ für A Slanting of the Sun, 2015

›Guardian First Book Award‹ für The Spinning Heart, 2013

›Irish Book Awards‹ Best Irish Newcomer und Book of the Year für The Sp

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*Freitagsfüller*

Es kann doch nicht wahr sein, dass durch die Durchführung von Massenveranstaltungen die Freiheit der Allgemeinheit eventuell wieder in den Lockdown getrieben wird.
Wer schlechte Manieren an den Tag legt, der macht sich unbeliebt bei mir.
Sahne und ein Stück Obstkuchen habe ich gestern verbotenerweise mit Genuss verspeist.
Eigentlich sollte ich mich davor hüten und darf das nicht.
Mein Lieblingskleidungsstück in diesem Sommer ist ein taubenblaues Sommerkleid.
Beim Spazieren in einem heimischen Tierpark gibt es viele unterschiedliche Tierarten zu sehen und zusätzlich kann man gut Leute beobachten.

Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Netflixproduktion von * Die Köchin von Castamar* ( die Buchreihe habe ich gelesen) , morgen habe ich nix geplant, und Sonntag möchte ich heute den Tag noch nicht verplanen!

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom (heute mal ganz anderen) Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.
Danke für’s Mitmachen! Die Idee und mehr Beiträge zu diesem Lückentextfüller findet ihr bei https://scrapimpulse.com

Kirchenruine Abterode. Ich wünsche Euch ein gutes und erlebnisreiches Wochenende!
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*Freitagsfüller*

  1. Das Geräusch von nervtötenden , stundenlang laufenden Gartengeräten macht mich ärgerlich.
  2. Der Geschmack von frischem Obst lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen.
  3. Der Geruch von Sommerblumen betört Geist und Körper.
  4. Der Anblick von kleinen Tieren und/oder Babys erfüllt mich mit Freude!
  5. Die Lust anderen Menschen Ärgernisse zu bereiten überkommt mich zum Glück selten.
  6. Das Gefühl geliebt zu werden ist unvergleichlich schön.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die Fussballspiele , morgen habe ich einen Marktbesuch geplant, und Sonntag möchte ich relaxen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom (heute mal ganz anderen) Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Die Idee und die Vorgaben für diesen Lückentextfüller findet ihr bei https://scrapimpulse.com

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*Die Töchter des Nordens* von Sarah Hall

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Klimaveränderungen, ein wirtschaftlicher Zusammenbruch und unfähige, diktatorische Regierungsmassnahmen machen den Engländern das Leben zur Hölle. Es gibt keine Autos mehr, nur notdürftige Lebensmittellieferungen sowie keine Infrastrukturen, da nur allernötigste Energieressourcen bedient werden können. Ein Kinderwunsch wird nur einigen wenigen Menschen erlaubt. Eine junge Frau, im ganzen Roman durchgängig SCHWESTER genannt, rebelliert gegen dieses unerträgliche Leben, trennt sich von ihrem Ehemann und begibt sich auf eine Flucht in abgelegene Berge. Sie möchte sich einer Community von unabhängigen Frauen anschliessen, von deren Gemeinschaft sie schon ihrer Kindheit gehört hat.

Atemlos und mit beunruhigenden Gedanken, dass auch diese Zusammenbrüche einer Gesellschaft unsere nahe Zukunft sein könnte, bin ich der Autorin in ihrem aufregendem Roman gefolgt. Das Buch liest sich spannend, laufend geschehen unerwartete Dinge und nur die wundervoll poetisch beschriebenen, einsamen Landschaftsbilder gewähren dem Leser etwas Beruhigung und vermitteln herrliche Kopfbilder von Schönheit und Einsamkeit der Natur.

Die romantischen Vorstellungen über die Frauen-Community wurden SCHWESTER schnell genommen. Verzicht auf materielle Annehmlichkeiten, brutale Handlungsweisen innerhalb der Gruppe, sowie Zank und Eifersüchteleien zwischen den Frauen waren die Normalität. Die Schwester gerät unter den Einfluss von Jackie, der dominanten Anführerin der Community und verändert sich körperlich und seelisch. Sie wird eine Kämpferin für die Gerechtigkeit und möchte die ungerechten Regierungsstrukturen beeinflussen und das Los der Bevölkerung verbessern.

Ob dieses den Frauen teilweise gelingt, wird im letzten Drittel des Buches sehr schnell und oberflächlich abgehandelt, hat mich enttäuscht und mir sogar die Spannung genommen, da alle Handlungen sehr vorhersehbar wurden. Zum Glück, denn das Ende dieser Geschichte einer dystopischen Gesellschaft hat mir auch gar nicht gefallen, da es keine annehmbare Lösung zur Behebung von Missständen anbietet.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für dieses gute Buch, welches ein unbefriedigendes und beklemmendes Gefühl beim Leser hinterlässt.

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*Der Wildblütengarten*

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Spanischen von Alexandra Baisch

Originaltitel: El jardin de las mujeres verelli

Originalverlag: Penguin Random House, Barcelona 2019

Hardcover mit Schutzumschlag, 576 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-7645-0742-8

Erschienen am 29. März 2021

Inhalt/Klappentext: Auf den Spuren ihrer Urgroßmutter stößt eine junge Frau auf einen prächtigen Garten in Ligurien und auf ein dramatisches Geheimnis aus der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Als die 35-jährige Gianna Verelli vom Tod ihrer geliebten Großmutter Luisa erfährt, ist sie tief erschüttert. Seit dem Tod ihrer Eltern war Luisa wie eine zweite Mutter für sie, und Luisa war es auch, die Giannas Welt mit Geschichten erfüllte. Vor allem über ihre geheimnisumwobene Urgroßmutter Anice, die eines stürmischen Tages im Jahr 1919 in Barcelona gestrandet ist und dort eigenhändig den seither familiengeführten Delikatessenladen eröffnet hat. In den Hinterlassenschaften Luisas stößt Gianna unerwartet auf Anices Tagebuch sowie auf einen alten Schlüssel und beschließt, sich auf die Spuren ihrer mysteriösen Wurzeln zu begeben. Diese führen sie nicht nur zu einem verwunschenen Garten am Rand eines kleinen italienischen Dörfchens, sondern auch zur tragischen Geschichte Anices und der Wahrheit über sich selbst …

Carla Montero (Madrid, 1973) studierte Jura und BWL, doch ihre große Leidenschaft galt schon immer dem Schreiben. Ihr erster Roman Una dama en juego gewann den Preis des Círculo de Lectores, bei dem Leser des spanischen Buchclubs die Jury bilden. Das Mädchen mit den Smaragdaugen wurde in sechs Sprachen übersetzt und war in Spanien einer der bestverkauften Romane des Jahres 2012.

Mein Leseeindruck: Das wunderschön sommerlich und romantisch mit vielen Blumen, einem alten Steinhaus gestaltete Cover, sowie der verwunschen erscheinende Titel haben mich sofort angesprochen und zum Lesen eingeladen. Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Ein Wohlfühlbuch , aus einer Mischung von Geheimnissen, Liebe und drastischen Ereignissen aus verschiedenen Generationen lag vor mir. Die Geschichte rund um das Leben von Urgrossmuter Anice war zwar etwas vorhersehbar, doch das hat dem Lesevergnügen in keiner Weise geschadet. Bei schönstem Wetter konnte ich dieses Abtauchen in eine vergangen Welt in vollen Zügen geniessen. Die Autorin schreibt gefällig, leicht zu erfassen und mit einer erfrischenden Leichtigkeit in Thematik und Gliederung. Sie erzählt in zwei Zeitebenen , einmal aus der heutigen Sicht und der Suche von Gianna nach ihren Wurzeln in der Familie. Sie entführt den Leser nach Ligurien zu Beginn des 20. Jahrhundert bis hin zu den Ereignissen im 1. Weltkrieg. Mystische Beschreibungen über Pflanzenheilerinnen der damaligen Zeit, ihre Rezepte und Tinkturen würzen die Geschichte. Die wunderbare Landschaft und die italienische Lebens- und Esskultur beleben das Geschehen zusätzlich mit einem ganz besonderen Flair des Landes. Man hat beim Lesen fast den Duft von Rosmarin , Oregano und Basilikum der Mittelmeerländer in der Nase. Gefallen hat mir ausserdem , das die Autorin die Originalausdrücke vieler italienischer und spanischer Rezepte und Redewendungen in ihren Roman eingeschoben hat.

Die Protagonistin Gianna Verelli vertieft sich in das wiedergefundene Tagebuch ihrer Urgroßmutter, macht eine Reise nach Italien um sich über eigene Probleme mit ihrem Freund und verheirateten Liebhaber klar zu werden. Sie trifft auf freundliche Dorfbewohner, insbesondere aufgeschlossene junge Frauen aus dem Dorf ihrer Urgrossmutter Castell’Lupo gewinnen ihre Zuneigung und ihr Vertrauen. Gianna öffnet sich den Menschen, der Region und führt letztendlich ihr eigenes Leben wieder in eine neue Richtung.

Das Leben der Ugrossmutter Anice und ihrer Familie deckt Carla Montero in kleinen Tagebuchauszügen langsam für den Leser auf. Bemerkenswert sind ihre Recherchen und Ausführungen zur italienischen Geschichte der damaligen Zeit.

Leider wurde dieser Roman etwas abrupt und im Schnellverfahren während der letzten dreissig Seiten beendet. Das steht sehr den zuvor so ausführlich behandelten Themen entgegen und hat mich ein wenig enttäuscht .

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für dieses angenehme Buch aus dem Genre Wohlfühlbuch/Familien – und Frauenschicksale.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Blanvalet Verlag für das wunderbar gestaltete und gebundene Rezensionsexemplar .

*Werbung, unbezahlt*
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*Freitagsfüller*

Der nächtliche Regen hat der Natur gut getan. Zum Glück sind wir bisher in der Mitte Deutschlands von den Sommerunwettern verschont geblieben. Und nun zum beliebten Lückentextfüller von Barbara – https://scrapimpulse.com

  1. Bald gibt es Sommerferien , für mich gibt es fast jeden Tag Ferien – als Rentnerin!
  2. Käse kommt bei mir regelmässig und fast täglich auf den Speiseplan!
  3. Warum es jetzt so plötzlich Massenveranstaltungen gibt ist mir ein Rätsel. .
  4. Die Bonuskarte für einige Einkäufe gehen mir auf die Nerven!
  5. Niemand hat mir erzählt, dass diese Preisnachlässe wirklich sinnvoll sind!
  6. Ich bin stolz auf meine Mitmenschen, da sie meist so vernünftig auf die Pandemie reagiert haben. .
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einige schöne Beschäftigungen wie Lesen, Musik, TV , morgen habe ich noch nichts besonderes geplant, und Sonntag möchte ich den Tag einfach auf mich zukommen lassen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Danke für’s Mitmachen!

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*Palmen in Dublin* von Hugo Hamilton

*Werbung, unbezahlt*

Inhalt/Klappentext: Ein Wanderer zwischen den Sprachen: Der Icherzähler dieses Romans wuchs mit einer deutschen Mutter und einem irischen Vater auf, der das Englische verteufelte und von den Kindern verlangte, Gälisch zu sprechen. Inzwischen ist der Mann erwachsen, er kehrt mit seiner Frau und zwei kleinen Töchtern nach langer Zeit aus Berlin zurück und möchte in Dublin wieder heimisch werden. Doch Erinnerungen und Zweifel überwältigen ihn, und es fällt ihm schwer, Fuß zu fassen – anders als die Palmen in ihrer Straße, die hier gut gedeihen. Sie werden dem Icherzähler zum Sinnbild für seine eigene Wurzellosigkeit.

Hugo Hamilton wurde 1953 als Sohn eines irischen Vaters und einer deutschen Mutter in Dublin geboren. Er arbeitete zunächst als Journalist, bevor er Kurzgeschichten und Romane veröffentlichte. Als DAAD-Stipendiat lebte und arbeitete er 2001/2002 ein Jahr lang in Berlin. Mit seinen Erinnerungsbänden „Gescheckte Menschen“ (dt. 2004) und „Der Matrose im Schrank“ (dt. 2006) erregte er auch in Deutschland Aufsehen . 2007 erschien sein Reisetagebuch auf den Spuren Heinrich Bölls „Die redselige Insel“ und zuletzt der Roman „Der irische Freund“ (dt. 2011). 2004 erhielt er in Paris den „Femina-Preis“ für ausländische Literatur. Hugo Hamilton lebt mit seiner Familie in Dublin.

Mein Leseeindruck: Ein Buch welches mich oft beim Lesen innehalten liess, zum Nachdenken angeregt hat und sicher keine leichte Kost ist für den normalen Leser*innen. Der Schreibstil ist leise, unauffällig, und doch sehr interessant verfasst und man begibt sich mit dem Autor auf eine lange autobiografische Reise in geheimste Gedanken, Lebensansichten , bis hin zu intimen Geständnissen. Der im Buch namenlose Ich-Erzähler wandelt immer wieder durch drei Sprachen im Rückblick durch sein Leben. Der gälische Dialekt vom irischen Vater erlernt, spielt eine wichtige Rolle, das Deutsch der Mutter ebenso. Die englische Umgangssprache, oft benutzt und nicht sehr gewertschätzt in der Familie, wird vom Protagonisten als Alltagssprache benutzt.

Der Protagonist arbeitet im Keller eines Kulturinstituts und erforscht die gälische Sprache, leidet in dieser tristen, ermüdenden Umgebung, entwickelt Angststörungen , Müdigkeit und fühlt sich einfach unwohl. Er gibt diese Arbeit auf, möchte ein eigenes Buch schreiben, eröffnet mit seiner Frau ein Café in Berlin, lebt mit ihr und zwei Töchtern dort und kommt trotzdem nicht zur Ruhe. Er fühlt sich heimatlos, planlos und hat das Gefühl schwankend und ziellos durch das Leben zu wandeln .

Das Thema des Buches wird durchgängig von einem Thema geprägt. Wie hängen Migration und Sprache zusammen? Was wird als Heimat , Bodenständigkeit erlebt? Wo habe ich meine Wurzeln? Der Autor versucht durch sein eigenes Schicksal eine Antwort darauf zu bekommen. Episoden seines Lebensalltags werden reflektiert , bewertet. Doch gelingt ihm das wirklich ?

Eine Antwort kann und möchte ich nicht geben – ihr müsst sie Euch selbst erlesen mit Geduld und Bedacht – vielleicht auch mit einigen Lesepausen.

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für ein Buch, welches mich lange beschäftigt hat.

Danke an den Autor und den Luchterhand Verlag für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar.

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*Freitagsfüller*

Heute bin ich bei bei dem beliebten Lückentextfüller von Barbara wieder dabei, zu finden auf https://scrapimpulse.com
Es ist herrlich warm und der Sommer hat Einzug gehalten,,,

1. Vorübergehend ist es ruhiger um Corona geworden, doch da nun Lissabon abgeriegelt wurde, sehe ich mit Sorge der kommenden vierten Welle entgegen, die auch zu uns kommen wird.

2. Ab und an esse ich gern vom Grill.

3. Ich könnte mal wieder Gemüse und Bananen auf den Grill legen. Gegen eine Bratwurst ist auch nichts einzuwenden.

4. Lesen kann ich immer, egal wie müde ich bin.

5. Mein Rezept von einem Joghurt-Zitroneneis mit Birkenzucker ist besonders erfrischend..

6. Genug Nährwerte enthält es trotzdem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen milden Sommerabend, morgen habe ich geplant, noch nicht so vielund Sonntag möchte ich hoffentlich bei kühleren Temperaturen wandern gehen. 

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Danke für’s Mitmachen!

 

Passende Sommerlektüre,,, *Werbung unbezahlt*
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*Die Unbezwingbare* von Katja Kettu

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Ich bin überwältigt. Von der absolut ungewöhnlichen Sprache und Ausdrucksweise der Autorin. Sie erzählt in wunderschönen Sätzen, die man getrost in eine lyrische Prosa übernehmen könnte. Beim Lesen fällt man manchmal tatsächlich in eine Art Trance und ist gefangen in seinen eigenen Kopfbildern. Die Autorin schreibt sehr ungewöhnlich, oft in Metaphern und es ist keine Lektüre, die man überfliegen kann. Jeder kleine Satz entspricht einem Gedankengang, hat eine Bedeutung. Es ist am Leser herauszubekommen, wohin sie mit diesen Gedanken springt. Zu unterschiedlichen Personen, Zeiten und Ereignissen. Doch je länger man sich in dieses Buch vertieft, desto klarer wird das Romangeschehen.

Ich bin überwältigt und geschockt vom Thema , welches in Nordamerika totgeschwiegen und ignoriert wurde und auch weiterhin wird. Die Verfolgung, Vernichtung indigener Kultur und Ihrer Menschen. Die Herabsetzung und Missachtung der Menschenrechte für diese Bevölkerungsgruppe, verinnerlicht und automatisiert von behördlichen Institutionen, wie staatlich und religiös geführten Internaten und Kinderheimen. Es ist nicht nur deren Brutalität, die sie schonungslos darstellt. Es sind auch die Verletzungen, körperlicher und seelischer Art der jungen indigenen Menschen. All das wird dem Leser klar und ehrlich vermittelt. Wir treffen auf finnische Einwanderer, die ihre Kultur und Bräuche aus der Heimat einbringen in die alten indigenen Welt – und Wertvorstellungen . All das vermischt sich zu einer bunten und doch unterschiedlichen Aussage aus beiden Bevölkerungsgruppen.

Die vermisste indigene Protagonistin Rose, ihr finnischer Ehemann und deren gemeinsame Tochter Lempi führen den Leser in ein Indianerreservat. Lebensbedingungen und alte Stammesbräuche, die der Neuzeit angepasst wurden, erzeugen wilde und bunte Eindrücke, sprechen eine melancholische, hoffnungslose und doch starke, den alten Stammesbräuchen verbundene Ausdrucksweise. Ich möchte gar nicht näher auf die Handlung eingehen, der Klappentext des Buches verrät in meinen Augen schon genug.

Die Unbezwingbare ist ein starkes und wichtiges Buch, nimmt Themen auf, die gern totgeschwiegen werden und rüttelt unser Gewissen auf. Danke Katja Kettu für das Aufgreifen dieser erhellenden Lektüre über ein brisantes Thema. Mein Dank geht auch an den Ecco Verlag für dieses so aktuelle Buch.

MEINE BEWERTUNG: FÜNF * Sterne für dieses grossartige Buch!

Inhalt/Klappentext: Jahrzehnte nach dem Verschwinden ihrer Mutter Rose kehrt Lempi in das Reservat in Minnesota zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Ihr Vater Ettu hat zum wiederholten Mal Rose bei der Polizei als vermisst gemeldet – dieses Mal berichtet er aber zusätzlich von einem verschwundenen blonden Mädchen. Lempi, halb Finnin, halb Ojibwe, kämpft seit jeher mit dem Konflikt ihrer Identität: Im Reservat gilt sie als zu weiß, außerhalb ist sie nicht weiß genug. Zurück im Reservat sieht sie sich sofort mit den alten Vorurteilen konfrontiert und einer Gesellschaft, die Verbrechen gegen indigene Frauen systematisch totschweigt. Unbeirrt macht sie sich trotzdem daran herauszufinden, was mit dem blonden Mädchen passiert ist, und begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Dabei offenbart sie ein Mosaik ihres Lebens bestehend aus Gewalt und Missbrauch, Spiritualität, Begehren, tief empfundener Liebe und dem Kampf um Emanzipation.

Katja Kettu zählt zu den wichtigsten Autorinnen Finnlands. 1978 in Rovaniemi im Norden des Landes geboren, schloss sie 2001 ihr Studium an der Kunstakademie ab. Ihr literarischer Durchbruch gelang ihr 2011 mit dem mehrfach preisgekrönten Roman Wildauge, der in Finnland wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste stand, in 20 Sprachen übersetzt und verfilmt wurde.

Zur Übersetzerin:

Angela Plöger hat in Berlin und Helsinki Finno-Ugristik und Slawistik studiert, in Hamburg promoviert und lebt dort nach einem mehrjährigen Finnlandaufenthalt als freie Übersetzerin. Für die Übertragung von Werken finnischer Autorinnen und Autoren wie Katja Kettu, Sofi Oksanen, Aki Kaurismäki, Leena Lander, Risto Isomäki u. a. ins Deutsche wurde sie mit dem finnischen Staatspreis ausgezeichnet.

Hervorgehoben

*Freitagsfüller*

Kommt unser normales Leben wieder zurück? Ich bin da noch skeptisch und werde sicher viele Vorsichtsmassnahmen weiter fortführen. Der FF ist wie immer in der Urform bei Barbara auf der Seite https://scrapimpulse.com zu finden. Ich wünsche ein schönes und friedliches Wochenende – trotz Gewittervorhersagen der Wetterdienste.

  1. Bei Magnum fällt mir im Moment nur das leckere Eis einer bestimmten Firma ein!
  2. Es ist für mich spektakulär, dass die Infektionszahlen endlich sinken!
  3. Ich verstehe nicht, warum sich manche Menschen einer Impfung verschliessen.
  4. Manche Leselektüren sind zeitlos.
  5. Das Gefühl von Unbeschwertheit stellt sich allerdings noch nicht bei mir ein.
  6. Manche Bücher erscheinen mir wie für mich gemacht.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Buch *Annie Dunne* von Sebastian Barry , morgen habe ich das Gleiche geplant, und Sonntag möchte ich eine schöne Wanderung machen !

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*Klara und die Sonne* von Kazuo Ishiguro

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Der bekannte Autor hat sich in diesem Buch einem aktuellem Thema gewidmet, nämlich der Frage *Was macht eine Künstliche Intelligenz , im Roman eine *künstliche Freundin* kurz KF genannt aus?

Ich fand es sehr interessant und in keiner Weise langweilig , obwohl der Autor die KF Klara in einer einfachen, manchmal recht naiven Ich-Erzählung sprechen lässt. Eigentlich passiert während der über dreihundert Seiten nicht sehr viel. Die Geschichte spielt in einer nahen fiktionalen , in einer nach merkwürdigen Normen geregelten Welt, in der die Menschen streng nach Leistung und Gesellschaftsstand beurteilt werden. Mit befremdlichen Worten und Ausdrücken wie gehoben wird zum Beispiel die obere Bildunsgsklasse bezeichnet. Mir erschienen die KF’S, insbesondere Klara menschlicher und positiver dargestellt als die echten Mitglieder dieser unheimlichen Gesellschaft, die mit massiven Umweltproblemen zu kämpfen hat. Die technische Seite oder/und die Entstehung einer KF wird im Buch vollkommen ausser Acht gelassen.

Klara, die KF beobachtet die Menschen, ihr für sie oft nicht nachvollziehbares Verhalten, welches von ihr unbekannten Emotionen und Handlungen geprägt wird. Klara scheint aber ein besonderer Typ von einer künstlichen Intelligenz zu sein, denn sie lernt ausserordentlich schnell und hat selber leichte Emotionen und vermittelt sie sogar ihren zugehörigen Menschen. Sie begleitet die Jugendliche Josie während einer schweren Erkrankung und entwickelt eigene Taktiken um dem Kind zu helfen. Dieses Helfen und die Fürsorge für Josie hat für Klara oberste Priorität in ihrem Verhalten. Klara ist eine Protagonistin, die man einfach liebgewinnen kann. So ergeht es auch vielen Menschen in diesem Roman. Allen voran Josie und ihrem Freund Rick, sowie Josie’s Mutter, die allerdings ein für mich unheimlich erscheinendes Vorhaben plant……

Meine Bewertung : Fünf ***** Sterne für diese interessante Lektüre.

Danke für das Rezensionsexemplar !

Inhalt/Klappentext: Klara ist eine künstliche Intelligenz, entwickelt, um Jugendlichen eine Gefährtin zu sein auf dem Weg ins Erwachsenwerden. Vom Schaufenster eines Spielzeuggeschäfts aus beobachtet sie genau, was draußen vor sich geht, studiert das Verhalten der Kundinnen und Kunden und hofft, bald von einem jungen Menschen als neue Freundin ausgewählt zu werden. Als sich ihr Wunsch endlich erfüllt und ein Mädchen sie mit nach Hause nimmt, muss sie jedoch bald feststellen, dass sie auf die Versprechen von Menschen nicht allzu viel geben sollte.

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.

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*Botschaften an mich selbst* von Emilie Pine

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung:

Unglaublich ehrlich und fesselnd erzählt die Autorin autobiografisch über ihre Erlebnisse als Kind und Jugendliche sowie über das Erleben ihrer Weiblichkeit in der heutigen Zeit als Frau und Erwachsene. Ihr Schreibstil ist aussergewöhnlich kritisch sich selbst gegenüber, treffend pusht er die Gefühle der Leser*innen und ist doch leicht zu verstehen . Die Autorin lebt jetzt als Professorin in Dublin und unterrichtet dort an der School of English , Drama und Film am University College Dublin.

In sechs Essays schreibt sie nach folgenden Themen gegliedert, die da heissen:

Über Unmässigkeit

Aus den Babyjahren

Reden/Nicht reden

Über das Bluten und andere Verbrechen

Etwas über mich

Das steht nicht im Lehrplan

Im ersten Essay geht es sofort schockierend los mit folgendem Satz Zitat Seite 9 “ Als wir ihn finden, liegt er schon seit Stunden in seinem Kot“. Emilie Pine berichtet über die jahrzehntelange Alkohol Abhängigkeit des unsteten Vaters, die Leiden und Verletzungen der Kinder, (Emilie hat noch eine Schwester), die durch diese Krankheit entstehen. Trotz all dieser Umstände wird sie sich der immer währenden Liebe zu ihrem Vater bewusst, fliegt spontan mit ihrer Schwester von Dublin nach Korfu ins Krankenhaus zu ihm, denn der Vater, ein Schriftsteller, lebt schon Jahre in Griechenland. Er hat sich von der Familie getrennt als Emilie fünf Jahre alt war. Die Zustände im Krankenhaus sind für Patienten und Pflegepersonal katastrophal. Der Vater leidet an einer lebensgefährlichen schweren Lebererkrankung, hervorgerufen durch den übermässigen Alkoholkonsum. Eine geplatzte Ader in der Speiseröhre bedroht zusätzlich sein Leben.

In den nächsten beiden Essays beschäftigt sich die Autorin ausführlich mit den Kinderjahren und ihren wilden Jugendjahren. Mit ihren ganz persönlichen Ausbrüchen aus Konvention und Gesellschaft. Kein Tabuthema wird von ihr ausgelassen und die allgemeingültige Schamgrenze wird schnell erreicht. Essstörungen, Drogen, Alkoholexzesse und wahllose sexuelle Kontakte bestimmen ihr Leben. Armut und das zweitweise Leben auf der Strasse als junges Mädchen sind ihr nicht unbekannt. Sie lehnt ihren Körper und sich selbst ab, leidet an Depressionen und Vereinsamung. Die Beziehung zur Mutter ist quälend schwierig.

Ehe-Probleme durch einen unerfüllten Kinderwunsch steigern sich und werden in den letzten beiden Artikeln zum hochbrisanten Thema für Emilie Pine. Sie schätzt sich und besonders weibliche Verhaltensmerkmale wie Empathie und Feinfühligkeit nicht und fühlt sich laufend minderwertig. Sie stürzt sich besessen, ehrgeizig und geradlinig in ihr Berufsleben. Ein Abgleiten in ein Burnout sind die Folgen.
Und doch hat sie es geschafft im Berufsleben Anerkennung und Wertschätzung zu finden.
Ein ausserordentliches Buch über die Lebensbeichte einer ausserordentlichen Frau, welches betroffen macht und gleichzeitig Bewunderung beim Leser auslöst.

Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne.

Meine Dank geht an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar !

Inhalt/Klappentext: Ein radikal aufrichtiges Debüt. Der Nummer-1-Bestseller aus Irland: Emilie Pine spricht wie niemand sonst darüber, was es heißt, im 21. Jahrhundert eine Frau zu sein. Es ist das Buch einer ganzen Generation. Ein Buch über Geburt und Tod, sexuelle Gewalt und Gewalt gegen sich selbst, weiblichen Schmerz, Trauer und Infertilität. Es ist ein Buch über den alkoholkranken Vater, über Tabus des weiblichen Körpers. Und es ist trotz allem ein Buch über Freude, Befriedigung und Glück – unbändig, mutig, und absolut außergewöhnlich erzählt.

Emilie Pine ist Associated Professor für Modernes Drama an der School of English, Drama and Film am University College Dublin. Ihre zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen wurden vielfach ausgezeichnet. »Botschaften an mich selbst« ist ihre erste Sammlung persönlicher Essays, die international euphorisch gefeiert und unter anderem mit dem »Irish Book of the Year«-Award ausgezeichnet wurden.

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*Freitagsfüller*

*Foto von gestern Abend im Wesertal*

An diesem schönen sonnigen , vor allem aber trockenen Morgen, kommt nun der Lückentextfüller von Barbara . Die Vorgaben findet ihr auf https://scrapimpulse.com .

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier, wenn ihr keinen eigenen Blog habt.

Danke für’s Mitmachen!

  1. Facebook mag ich. So einfach ist das für mich.
  2. Wir freuen uns alle auf einen warmen, nicht zu heissen Sommer nicht wahr?
  3. Was für ein schöner Morgen heute!
  4. Es war nicht einfach, aber wir haben die letzten Tage gut überstanden!
  5. Ich würde gerne mal ausprobieren, wie es wäre mit einem Elektroauto zu fahren. Besser ist es aber gar nicht zu fahren und das Klima auf diesem mühsamen Weg zu beeinflussen.
  6. Ich kann wieder gut einschlafen.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das WE, auch wenn es verregnet wird , morgen habe ich noch nicht viel geplant, und Sonntag möchte ich den Tag einfach auf mich zukommen lassen.

Ich wünsche euch ein angenehmes Pfingstwochenende!

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Buchpremiere im Literaturhaus München

Ein interessantes Samstag nachmittag Event im Radio – moderiert von Günter Keil !

literaturblog günter keil

Eine große Ehre: Vergangene Woche moderierte ich die Buchpremiere von Friedrich Anis neuem Roman „Letzte Ehre“ (Suhrkamp) im Literaturhaus München. Ani erzählte mir von seiner Hauptfigur Fariza Nasri, einer Oberkommissarin mit bayerisch-arabischen Wurzeln. Für mich eine der faszinierendsten neuen Charaktere auf dem Buchmarkt. Nasri ist eine geniale Beobachterin und Zuhörerin, und ihre Gabe, auch tief in ihre eigenen Abgründe zu schauen, machen sie zu einer großartigen Ermittlerin.

Friedrich Ani entwirft ein vielschichtiges, dunkles Drama, das eine fast unerträgliche Spannung entfacht. Ein brillanter Roman über toxische Männlichkeit und Gewalt an Frauen, getragen von einer bemerkenswerten Hauptfigur, drei brisante Fällen von Gewalt an Frauen – und natürlich Anis kunstvollem Stil.

Im Gespräch antwortete der Münchner Schriftsteller auf meine Frage, warum er seinen Leser*innen so viel zumutet: „Literatur ohne Zumutung ist keine Literatur. Ich mache mir darüber keine Gedanken, ob die Leserschaft leidet. Denn darum geht’s nicht; es geht darum, dass ich das…

Ursprünglichen Post anzeigen 43 weitere Wörter

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*Der silberne Elefant* von Jemma Wayne

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Drei unglaublich interessante Frauen und ihre Lebensgeschichten werden von der Autorin in diesem Roman vorgestellt und ihre Schicksale unverhofft miteinander verbunden. Sie sind sehr unterschiedlich in ihrer Vita und die Autorin hat ihre Einzelschicksale behutsam und mitfühlend dargestellt. Jemma Wayne’s Schreibstil lässt sich angenehm flüssig lesen und man hat sofort die passenden Bilder im Kopf.

Am eindrucksvollsten, sehr berührend, aber auch total schockierend empfand ich die brutalen Schilderungen aus der Vergangenheit der jungen Emilienne aus Ruanda. Die damals dreizehnjährige Emilienne lebte dort glücklich mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden in einem kleinen Dorf. Sie hat als einzige ihrer Familie den schrecklichen Genozid in Ruanda während der 90er Jahre zwischen den Volksgemeinschaften der Hutus und Tutsis überlebt. Sie ist schwer traumatisiert, lebt nun schon jahrelang in London und kann sich allein nicht von den Gewaltbildern in ihrem Kopf lösen. Im Grunde würde diese Lebensgeschichte allein ausreichen , um ein ganzes Buch damit zu füllen. Emily, wie sie in London genannt wird trifft auf die krebskranke Lynn, die eine Art Mutterersatz für sie darstellt und ihr mit mitfühlender Hilfestellung die Hand reicht, um Emily bei der Verarbeitung der grausamen Erinnerungen zu helfen.

Lynn eine begabte Malerin hat zugunsten für die Erziehung ihrer beiden Söhne Luke und John, sowie für den Ehemann auf ihre berufliche Karriere verzichtet, hadert aber jetzt am Ende ihres Lebens mit dieser Entscheidung. Vor allem das Heiratsvorhaben des religiösen Luke mit der in ihren Augen unscheinbaren Vera bereitet ihr Unbehagen und Kummer. Und schon sind wir bei der dritten jungen Londoner Frau namens Vera. Sie muss mit einer schweren Last aus ihrer drogenbehafteten Vergangenheit leben und sucht Trost durch den Glauben und die Kirche, sowie bei ihrem Verlobten Luke.

Der Roman streift in seiner ganzen Thematik viele Frauenthemen wie die Rolle der Frau in ihrer Weiblichkeit, ihr Bedürfnis nach beruflicher Selbstverwirklichung, Vertrauen in sich und ihre persönlichen Fähigkeiten und der gleichzeitige Wunsch nach einem harmonischen Familienleben, der vor einigen Jahrzehnten nicht leicht zu erfüllen war. Es geht auch um Liebe und Freundschaft, die Fähigkeit sich den nächststehenden Menschen, ( auch neu kennen zulernenden Mitmenschen), mit allen Stärken und Schwächen vertrauensvoll zu öffnen. Verständnis und Verzeihung aufzubringen für angetanes Leid und/oder Unrecht. Teilweise war es eine dramatische und fesselnde Lektüre , die mit viel berührender Zartheit und starken Emotionen an den Leser herangetragen wurde.

Nur mit der Kaminfigur des silbernen Elefanten hatte ich einige Schwierigkeiten. In meinen Augen war er für diese Geschichte ein wenig überflüssig und zu unbedeutend.

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen Roman!

Danke an die Autorin und den Eisele Verlag für das gebundene Rezensionsexemplar !

Inhalt/Klappentext: Als Einzige ihrer Dorfgemeinschaft überlebte die junge Emilienne den Bürgerkrieg in Ruanda. In London versucht sie unter dem Namen Emily ein neues Leben zu beginnen und die allgegenwärtigen Erinnerungen an die grausamen Erlebnisse zu verdrängen. Vera, eine junge Londonerin, deren früheres Leben von Drogenexzessen geprägt wurde, hat gerade zum Christentum gefunden und möchte ein guter und moralischer Mensch sein. Geplagt von Schuldgefühlen, schafft sie es nicht, ihrem Verlobten Luke vom größten Fehler ihres Lebens zu erzählen. Auch die fortschreitende Krebserkrankung von Lukes Mutter Lynn wird zur Belastungsprobe für das junge Paar. Während die End-Fünfzigerin immer mehr auf die Hilfe anderer angewiesen ist, rechnet sie schonungslos mit den verpassten Chancen ihres Lebens ab. Erst als die Schicksale der drei Frauen sich eines Winters kreuzen, bewegt sich etwas in ihnen und sie nehmen nach und nach den Kampf gegen ihre Dämonen auf.

JEMMA WAYNE arbeitet als freie Journalistin, Theater- und Romanautorin. Ihr Debüt Der silberne Elefant schaffte es auf die Shortlist des Waverton Good Read Awards und auf die Longlist des Bailey’s Women’s Prize for Fiction sowie des Guardian‘s Not the Booker Prize. Die Idee zum Roman kam Jemma Wayne bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung für Überlebende des Völkermords in Ruanda, bei der sie zum ersten Mal mit Zeitzeugen über die verheerenden Gewalttaten des Krieges sprach. Jemma Wayne lebt mit ihrer Familie im Norden Londons.

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Klaus Zaugg / Sieben Reisen zu den Enden der Welt — lesefieber.ch

Etwas mehr als 4000 Menschen leben auf St. Helena und es kommt vor, dass man tagelang niemanden mit einem Handy am Ohr herumlaufen sieht. Auf der Insel hat man einen sehr hohen Bildungsstandard, das älteste Tier, die Schildkröte Jonathan, lebt hier und die Küsten sind schroff und unzugänglich. 63 weitere Wörter

Klaus Zaugg / Sieben Reisen zu den Enden der Welt — lesefieber.ch
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*Freitagsfüller*

Guten morgen,,, an diesem Wochenende werden wir den Sprung in den Sommer wagen ! Unglaubliche 27 Grad werden für Sonntag vorhergesagt! Im Moment verkrieche ich mich aber noch bei 6 Grad hinter den Lückentextfüller von https://scrapimpulse.com

  1. Ich hoffe, die Nachbarn bleiben so nett wie sie sind!
  2. Leider kommt wohl niemand zu Besuch.
  3. Ich hab da ein paar Projekte für meinen Garten im Kopf. Ich werde an vielen Plätzen kleine Blüh -Wildblumen Wiesen anlegen.
  4. Das sind keine Umwege zu einem naturnahen Garten. Den habe ich nämlich schon. Hornissen, Wildbienen und Igel sind bei mir zuhause. Leider auch ab und an einige Waschbären und Marder. Diese possierlichen Tierchen möchten auch leben,,,,
  5. Am Sonntag ist Muttertag , wie nur am Sonntag? Mir ist nicht bekannt dass Mütter Urlaubstage angerechnet bekommen haha !
  6. Heute ist noch Putztag angesagt. Aber – nicht jetzt.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Durchsehen der vielen neuen Rezensionsexemplare , morgen habe ich noch nix geplant, und Sonntag möchte ich den Tag einfach locker auf mich zukommen lassen und das schöne Wetter am Fluss geniessen.

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier, wenn ihr keinen eigenen Blog habt.

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*Die Beichte einer Nacht*

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Der Roman wurde von der Autorin vor ca. neunzig Jahren verfasst und hat von seiner zeitlosen Aussage, sehr passend auch für unser heutiges ERLEBEN, nichts verloren. Marianne Philips hat viele autobiografische Erfahrungen und Erlebnisse in ihr Buch einfliessen lassen und wohl so persönlich verarbeitet. Mit ihren klaren und oft auch zarten Aussagen vermag sie den Leser vom Beginn bis zum Ende des Buches zu fesseln. Der Roman liest sich interessant , spannend und ist in einem erzählenden Monolog verfasst. Die in einer Nervenheilanstalt lebende Protagonistin Heleen erzählt nachts, am Ende ihres Lebens, einer still zuhörenden Nachtschwester von ihren Gedanken und Erlebnissen.

Zitat Seite 29: „Jetzt, da ich an die vielen versunkenen Jahre denke, ist diese halbe Stunde noch ganz da, sie ist wahrscheinlich das Herrlichste, was ich je erlebt habe. Ich sah, dass die Bäume regungslos verharrten, weil sie innerlich leise lachten, aber ich wusste dass sie mir nachschauten. Die Wolken zogen ganz ruhig vor mir her, um den Weg zu weisen, und der Sommerwind blies so sanft in meinen Nacken, als würde er atmend hinter mir hergehen, ich weiss noch gut, wie lau die Luft war.“

Obiges Zitat erzählt die Gefühlslage der jungen ca. 10 jährigen Heleen, die auf ihren Spazierwegen träumend der grässlichen Lebensrealität ihres Familienlebens zu entgehen versucht. Als ältestes Kind von neun Geschwistern wird ihr von der überforderten und gleichgültigen Mutter zu viel Verantwortung für die Familienorganisation aufgebürdet. Zusätzlich verachtet und gehasst vom behinderten Vater, der einen schweren Arbeitsunfall erlitt, hatte sie es sehr schwer sich behütet, geliebt und geborgen zu fühlen. Doch sie entwickelt im Lauf ihres Lebens eine unbändige Energie den Umständen eines ärmlichen Daseins zu entkommen. Durch eine unglückliche und herzlose Partnerwahl durchläuft sie eine ungeliebte und emotionslose Ehe, erfährt allerdings materielle Befriedung und gesellschaftlichen Aufstieg. Mit ihrer eigenen Familie hat sie gebrochen und abgeschlossen, nur mit ihrer jüngsten Schwester Leentje, um die sie sich nach dem Tod der Eltern kümmert, verbindet sie unauslöschlich eine enge Beziehung zur Vergangenheit.

Plötzlich begegnet Heleen Hannes, einem dynamischen Sportlehrer, der Liebe ihres Lebens und erfährt durch ihn zum ersten mal eine beglückende Beziehung. Ja sogar ein idyllisches Familienleben zusammen mit ihrem neuen Ehemann Hannes und der viel jüngeren und liebenswerten Schwester Leentje. Doch kann Heleen dieses kleine Glück bewahren? Sie scheitert immer öfter an ihren eigenen überzogenen, äusseren Ansprüchen an sich und in ihrem kleinen Lebenskreis.

Mein Leseeindruck: Ein bemerkenswertes, emotional verfasstes und absolut lesenswertes Buch über ein tragisch verlaufendes Frauenschicksal!

FÜNF ***** Sterne!

Herzlichen Dank an den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar!

INHALT/KLAPPENTEXT: Niederlande, Anfang des 20. Jahrhunderts: Heleen wächst auf dem Land in einer armen protestantischen Arbeiterfamilie auf. Doch angetrieben von ihrem Wunsch nach einem Leben voller Schönheit lässt sie sich von nichts aufhalten. Sie geht in die Stadt und erreicht alles, was sich eine Frau ihrer Zeit erträumen kann; trotzdem stellt sich das ersehnte Glücksgefühl nicht ein. Zu klein ist das eigene Selbstvertrauen, zu groß die Angst vor dem Kontrollverlust. Als sich dazu noch Eifersuchtsgefühle gesellen, verstrickt sich Heleen zusehends in ihrer Gedankenwelt, die sie schließlich zu einer verheerenden Tat treibt.

Ein Roman, der seiner Zeit voraus war. Eine Geschichte über weibliche Identität, Selbstbestimmung und das Streben nach dem, was sich Glück nennt. Eine Lebensgeschichte, die auch aus heutiger Sicht nichts von ihrer Faszination verloren hat.

Marianne Philips, geboren 1886 in Amsterdam, war Politikerin, Schriftstellerin und Mutter von drei Kindern. Für die Sozialdemokratische Arbeiterpartei wurde sie 1919 als eine der ersten Frauen zum Ratsmitglied der Niederlande gewählt. Sie schrieb fünf Romane und einige Novellen. Ab 1940 war ihr das Publizieren als Jüdin untersagt. Sie überlebte den Krieg, war aber krankheitshalber bis zu ihrem Lebensende (1951) ans Bett gefesselt.