*Was der Fluss erzählt* von Diane Setterfield, Hörbuch

*Werbung unbezahlt*

Inhalt / Klappentext: Eine stürmische Winternacht im England des späten 19. Jahrhunderts: In der Gaststube des „Swan“ sitzen die Bewohner von Radcot zusammen und wärmen sich an ihren Geschichten und Getränken, als ein Mann mit einem leblosen Mädchen im Arm herein stolpert, das er aus der Themse geborgen hat. Die herbeigerufene Krankenschwester kann nur noch den Tod feststellen. Als sie jedoch ein paar Stunden später erneut nach dem Kind schaut, bemerkt sie, dass es wieder atmet. Ein Wunder oder gar Zauberei? Oder gibt es eine medizinische Erklärung? Viel dringlicher wird jedoch bald die Frage: Woher kommt das mysteriöse Mädchen und welche Rolle spielt der Fluss in seiner Geschichte …?

Diane Setterfield ist promovierte Romanistin und lebte viele Jahre in Frankreich. Bevor sie sich Vollzeit der Schriftstellerei widmete, arbeitete sie als Lehrerin. Ihr Debüt, »Die dreizehnte Geschichte« (Blessing, 2007), war ein internationaler Bestseller und wurde mit Vanessa Redgrave in der Hauptrolle von der BBC verfilmt. Diane Setterfield lebt in Oxford.

Simone Kabst wurde 1973 geboren und studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Sie spielte u. a. an der Schaubühne und am Maxim Gorki Theater Berlin, ist als Gastdozentin an der Hamburg Media School tätig und zurzeit am Theater Poetenpack in Potsdam zu sehen. Immer wieder übernimmt Simone Kabst auch Rollen in Film- und Fernsehproduktionen, wie »Rote Rosen«, »Claudia, das Mädchen von Kasse 1«, »Fürst Pückler« und »Der blinde Fleck – Das Oktoberfestattentat«. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Sprecherin für Features, Audioguides und Hörspiele, las für den Hörverlag z. B. Cecelia Aherns »Für immer vielleicht« und Janet Evanovichs »Der Beste zum Kuss« sowie viele von Lucinda Rileys Bestsellern.

Meine Meinung: Die bezaubernde Stimme von Simone Kabst und ihre sich immer wieder wandelnde Stimmlage, an die vielen wechselnden Protagonisten angepasst, hat mich fast vierzehn Stunden an dieses unglaubliche Hörbuch gefesselt. Ich bin völlig abgetaucht in die Welt des 19. Jahrhundert nach England , in einen kleinen und romantischen Pub namens SWAN an der Themse gelegen im kleinen Flecken Radcot. Dramatisch beginnt dieser tolle, geheimnisvolle und mystische Text, verfasst von Diane Setterfield. Er beginnt wie ein Märchen für Erwachsene und hat trotz aller Hindernisse das Potential entwickelt, ein befriedigendes und aufklärendes Ende des Geschehens zu vermitteln.

Fast ein Kriminalfall – oder doch nicht? Ein Wunder – kann es so etwas doch geben? Wie kann ein kleines Mädchen nach dem medizinisch festgestelltem Tod des Ertrinkens wieder lebendig und unbeschadet die Augen aufschlagen? Diese dramatische und in poetischen Worten versteckt dahinfließende Geschichte fesselt und verzaubert.

Die zusätzlich erzählten Lebens-Geschichten von Menschen der damaligen Zeit, an einem sich immer wieder veränderndem Fluss , mit seinen Mythen und Legenden, faszinieren und kamen mir bunt, schillernd und sehr bildhaft vor. Währenddessen verläuft die aufregende Suche nach der Herkunft des Kindes weiter und weiter,,,, ! Die vielen Geschehnisse und Puzzlestücke damaliger Zeit, Erfahrungen und Beobachtungen von Menschen und ihren Schicksalen , die von der Autorin neben dieser Suche laufend nachgeschoben werden, schimmern in diesem Roman auf wie das glitzernde Farbenspiel auf der Oberfläche eines von der Sonne gestreichelten Flusses. Ich war entzückt, traurig, freudig, dachte oft Nun ist alles geklärt! Doch das Verwechselspiel um die Herkunft und den Unfall des Kleinkindes, welches die Autorin dem Leser eindringlich suggeriert , hört lange nicht auf. Eine poetische, wundersame, entzückende, mysteriöse und märchenhafte Erzählung! So kam mir dieses Hörbuch vor. Ob es wohl beim Lesen ähnlich ist ?

Dieser Frage werde ich vielleicht noch nachgehen,,,,

MEINE BEWERTUNG: FÜNF * STERNE für dieses großartige Hörbuch. Eine absolute Hörempfehlung für lange und graue Winterabende.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Zusendung dieses Spitzentitel als Rezensionsexemplar!

5 Kommentare zu „*Was der Fluss erzählt* von Diane Setterfield, Hörbuch

  1. Ich hab mich letztens, als ich ein Hörbuch hörte, auch gefragt, ob es den gleichen Eindruck hinterlässt, als wenn man das Buch liest. Wenn ich Hörbuch höre, mache ich noch was nebenher und die Stimme des Erzählers ist nicht meine eigene, das Tempo auch nicht. Glaubst du, das macht einen Unterschied?

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    1. Hallo Tala, schön dass Du hergefunden hast . Deine Frage : ich denke es kommt ganz stark auf den Text an – und natürlich immer auf den Leser oder Hörer! Manche Texte eignen sich nicht zum Hören und zwar wenn sie trocken sind und die Fantasie nicht fordern . Obengenanntes Hörbuch werde ich sicher nachlesen und in mein Regal stellen . Schon das Cover allein hat mir zu gut gefallen ! Lese – und Hörtempo sind sicher unterschiedlich . Beim lesen ist es einfacher etwas nachzuschlagen . Beim Hörbuch gelingt mir das nicht gut . Zu oft höre ich dann doppelt , das kann aber auch am technischen Unvermögen liegen 😉! Herzlich Angela

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    2. Hallo Angela!
      Manchmal hält man beim Lesen ja auch inne und denkt noch ein bisschen über die Worte nach, das kann man dann natürlich nicht. Vielleicht fliegt das Hörbuch dann mehr an einem vorbei. Aber ich hatte gerade eine monotone Tätigkeit zu erledigen, die mich sonst gelangweilt hätte, da war ein Hörbuch super schön 🙂
      Liebe Grüße, Tala

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    3. Das Innehalten beim Lesen ist für mich auch ganz wichtig, ich brauche das auch dringend um mir ein Bild über die Lektüre zu machen für einen Leseeindruck. Ich höre wenige Hörbücher, aber das oben Vorgestellte war ein echter Glücksgriff. Beim Hören schlafe ich unter Umständen schnell ein. Das passiert beim Lesen nie!
      LG Angela

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