Mein Leseeindruck zu,,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Inhalt/Klappentext:Seit fast 50 Jahren bewahrt die irische Krankenschwester Katie ein Geheimnis auf, gut versteckt im hintersten Winkel ihres Kleiderschranks: eine Kiste mit Armbändern. Sie stammen von Babys, die in den 70er-Jahren gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben wurden. Katie sieht die Zeit gekommen, Mütter und Kinder endlich wieder zu vereinen. Denn hinter jedem Armband verbirgt sich eine Geschichte voller Herzschmerz und Hoffnung, und jedes Kind hat ein Recht auf die Wahrheit. Aber ist Katie auch bereit, sich ihrer eigenen Vergangenheit zu stellen?

Rachael English ist eine irische Bestsellerautorin, Journalistin und Radiomoderatorin. Tausende Zuhörer kennen sie aus Irlands beliebtester Radiosendung »Morning Ireland«. Sie hat fünf Romane veröffentlicht und ist jetzt erstmals auch auf Deutsch zu lesen.

Mein Leseeindruck: Die bekannte irische Radiomoderatorin hat mich mit ihrem Roman in eine hoffentlich vergangene Welt des Schreckens versetzt. Das katholische Irland der 60er und 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts war noch geprägt von strengen und teilweise unmenschlichen Ansichten über Moral und Sitte der Bevölkerung. Es gab praktisch keine alleinerziehenden Mütter, so wie es heute oft üblich und als normal angesehen wird. Alle ausserehelichen Schwangerschaften junger Mädchen wurden gerne der Öffentlichkeit und dem Lebensumfeld verheimlicht. Diese Geschehnisse haben die Familien oft selbständig und/oder mit Hilfe kirchlicher Einrichtungen geregelt. Junge Frauen wurden, wie in diesem Roman minutiös beschrieben, in sogenannten Mutter – Kind – Heimen weggesperrt und /oder sogar dort unter falschen Namen Angaben bis zu Entbindung betreut.

Zwei Frauen , die ältere ehemalige Krankenschwester des Heimes Katie und ihre junge Nichte Beth versuchen durch Internet Recherchen das Schicksal dieser Kinder und Mütter aufzuklären. Katie hat über Jahrzehnte die Geburtsbändchen der Babys heimlich aufbewahrt. Kinder, Mütter und Heimpersonal werden charaktermässig beeindruckend von der Autorin gezeichnet.

Der sehr flüssige, emotional berührende Schreibstil der Autorin hat mich sofort erreicht und auf die über 500 Seiten des Buches intensiv mitgenommen. Rachael English lässt die jungen Frauen aus verschiedenen Zeitperspektiven erzählen. Allen dort lebenden jungen Müttern ist Schreckliches passiert: ihre neugeborenen Kinder wurden ihnen wissentlich, oft auch unwissentlich nach der Geburt zur Adoption frei gegeben. Im schlimmsten Fall wurden Kinder sogar als totgeboren bezeichnet und heimlich weggegeben, den oft blutjungen Müttern nie gezeigt. Der Roman wird zwar als eine fiktionale Geschichte vorgestellt, doch liegen ihm wahre Begebenheiten zu Grunde, die von der Autorin in einem beeindruckenden Nachwort erklärt werden…..

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diese emotional sehr berührende, fast wahre Geschichte!

Vielen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

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