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*Mein Leseeindruck zu,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen und zwar in den Jahren 1924, 1929 und 1980. Wir begleiten die junge Liliana in die nordafrikanische bunte Welt von Libyen und erleben ihre Lebensgeschichte zusätzlich aus der Sicht mehrerer Protagonisten. Die damalige Zeit, in der faschistische Strömungen in Italien und Libyen aufkamen, gibt durch die Schilderungen im Buch einen tiefen Einblick in die politischen Zustände. Aufmerksames Lesen ist unbedingt erforderlich, denn die Autorin springt oft unvermittelt in den Zeiten und zwischen den Erzählungen und Wahrnehmungen verschiedener Protagonisten hin und her. Das empfand ich als störend, schwierig, verwirrend und ab und an sogar langweilig, obwohl der Schreibstil der Autorin zu Beginn des Romanes gefällig und angenehm wirkt.

Mit der Charakterdarstellung der jungen und später auch älteren Liliana bin ich nicht wirklich warm geworden. Sie erschien mir oberflächlich, leicht beeinflussbar und ihre sexuelle Hörigkeit zum faschistischen Oberst Ugo eher abstossend. Schade, denn das Thema des Buches mit dem geschichtlichen Hintergrund und der Verknüpfung von Italien und Libyen im Faschismus ist weitgehend unbekannt und verdient auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit.

Fazit: Ich möchte diesem Buch drei *** Sterne geben.

Vielen Dank an den Diana Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar.

INHALT/ KLAPPENTEXT: Rom, 1929. Mit siebzehn lässt Liliana ihre italienische Heimat hinter sich und reist voller Abenteuerlust mit dem Schiff nach Tripolis. Als sie an der Reling steht und auf die verheißungsvolle weiße Stadt blickt, ahnt sie noch nicht, was sie im italienisch besetzten Libyen erwartet: Eine Freundschaft mit der wunderschönen, wilden Beduinin Farida und eine verhängnisvolle Affäre mit Ugo, einem Oberst der Luftwaffe und überzeugtem Faschisten. Unweigerlich verknüpfen sich drei Schicksale und münden in eine unaufhaltsame Katastrophe, die Lilianas Leben und das ihrer Familie für immer prägen wird.

Virginia Baily studierte Italienisch, Französisch und Englisch und leitet eine Zeitschrift für Kurzgeschichten, die sie mitbegründete. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft Reisen nach Afrika und Italien. Im ersten Licht des Morgens schrieb sie während eines langen Aufenthalts in Rom. Der Roman wurde in England zum Bestseller und erscheint in zwölf Ländern. Heute lebt die Autorin im südenglischen Exeter.

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*Freitagsfüller*

FREITAGS FÜLLER

# 651

5. November 2021

1.  Der Geschmack von   Apfelkernen ist der Titel eines Buches, welches mir super gut gefällt!

2.   Lästige Arztbesuche stehen wieder an – aber bitte erst im nächsten Jahr.

3.  Nein, wir werden nicht verreisen!

4.   Zum Glück gibt es heute viele Impfmöglichkeiten – dafür bin ich dankbar.

5.  Gestern   hat es ununterbrochen geregnet!

6.  Viele Berichte der Medien sind einfach nur lächerlich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Netflix, morgen habe ich geplant den üblichen Wochenmarkt Besuch zu absolvieren , und Sonntag möchte ich bis jetzt noch gar nix. Erstmal das Wetter abwarten!

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten, danke für’s Mitmachen!

*Werbung, unbezahlt* Aus diesem schönen Kochbuch werde ich ein Rezept zum WE aussuchen!
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*Das Dorf und der Tod* von Christiane Tramitz / Ludwig Verlag

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Auch hinter der scheinbar heilen Idylle eines Dorfes, in einer wunderbaren Landschaft, lauern oft die Grausamkeit , das Verbrechen, die Unmenschlichkeit! So geschehen nach einer wahren Begebenheit. Intelligent und offen aufgegriffen von der Autorin Christiane Tramitz. Der Lesesog ist magisch und fesselnd, da ihr Schreibstil ein wenig der bayrischen Mundart angeglichen ist. Aber doch lesbar, packend und verständlich für jeden Leserin.

Sie beschreibt die Atmosphäre eines kleinen, hübschen Dorfes in Oberbayern sowie die Beziehungen seiner Bewohner zueinander während eines Zeitraums von ca. einhundert Jahren. Neben den Genres Kriminalroman, Heimatroman hat sie damit auch ein Stück Zeitgeschichte des 20. Jahrhundert aufgeblättert. Die Armut nach dem 1. Weltkrieg, der aufkommende Faschismus in der NS – Zeit unter den kleinen Leuten im dörflichen Leben bekommen einen wichtigen Raum im Buch. Und doch geht sie in ihrem Roman zu Beginn sehr auf die Liebes – Beziehungen der Protagonisten Vroni Zinsmayer und des Lenz Binder ein. Mit ihrer unglücklichen Liebe zueinander beginnen alle Beziehungs-Verwicklungen und die darauf folgenden unglücklichen Ereignisse im Dorf. Die Zeiten ändern sich im Verlauf des Buches. Nur die Charaktere der Menschen nicht. Sie werden mit ihren negativen und positiven Eigenschaften im Roman der jeweiligen Zeitströmung angepasst. Psychologisch scharf und genau von der Autorin gezeichnet.

Alois Trachsler, der alte Kräutermann beobachtet und sinniert darüber, spielt eine unheimliche Rolle im Dorf, wird von allen bewundert, akzeptiert und doch für verrückt gehalten. Sein plötzliches Verschwinden in der NS-Zeit klagt offen an.

Mich hat dieses Buch beeindruckt, da es das Grauen und die Unmenschlichkeit unter der heilen Oberfläche des Lebens anprangert. Nicht nur auf dem Dorf. Offen einsehbar, für jeden aufmerksamen Leser*in fassbar und erschütternd.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diesen True Crime Roman.

Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: Eine furchtbare Entscheidung, die hundert Jahre zurückliegt. Eine ausgelöschte Familie. Und ein Dorf, das bis heute schweigt.

1995, ein idyllisches Dorf in Oberbayern. Kurz vor Weihnachten geschieht dort ein bestialischer Mehrfachmord. Drei Menschen sterben, der Täter begeht Suizid, die Polizei kommt zu dem Schluss, dass „Hass“ das Mordmotiv gewesen ist, und stellt die Ermittlungen ein. Doch woher kommt dieser unbändige Hass?

Christiane Tramitz, selbst in diesem Ort aufgewachsen, macht sich auf die Suche und stößt auf furchtbare Ereignisse, die über hundert Jahre zurückliegen: Alles begann mit einer jungen Frau, einer unglücklichen Liebe und einer tragischen Entscheidung, die sich über zwei Generationen hinweg auswirkte und in die ebenso grauenhafte wie verzweifelte Tat mündete. Basierend auf dieser wahren Geschichte und ihren eigenen Recherchen hat die Bestsellerautorin einen True-Crime-Roman geschrieben, der den alten Fall neu aufrollt – abgründig, erschütternd und packend.

Christiane Tramitz wuchs in Oberbayern in einem kleinen Dorf auf, zeitweise auch in den rauen Ötztaler Alpen. Zudem sammelte sie während ihrer Berliner Zeit ausreichend Großstadterfahrung. Ihre Leidenschaft gilt dem Reisen, den Menschen und, seit über 30 Jahren, dem Schreiben. Nachdem die promovierte Verhaltensforscherin zahlreiche Sachbücher über menschliches Verhalten verfasst hatte, wandte sie sich vermehrt dem Genre True Crime bzw. Tatsachenroman zu. Neben den Erfolgstiteln »Irren ist männlich« und »Unter Glatzen« verfasste sie auch den Spiegelbestseller »Harte Tage, gute Jahre«. Für ihre Veröffentlichung über Straßenkinder erhielt sie den Karl-Buchrucker-Förderpreis. Die Autorin hat zwei Kinder und lebt in Oberbayern.

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*Frankfurter Buchmesse 2021 – Ehrengast Kanada*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Einhundertundvierzig Seiten die das Herz berühren und einen prägenden Eindruck über das heutige seelische Befinden jugendlicher Innu, einer indigenen Bevölkerungsgruppe Kanadas vermitteln. Die Wurzeln der Autorin Naomi Fontaine reichen tief in die Vergangenheit dieser Bevölkerungsgruppe hinein und doch hat sie sich durch ihre Erziehung in einer Grossstadt unter sogenannten Weißen sehr weit vom Denken und Handeln ihrer Angehörigen entfernt.

Yammie, die junge Lehrerin muss selber wieder lernen mit ihren jungen Schülern des Reservates in einen neuen Dialog zu treten. Und es gelingt ihr. Die Autorin bringt sehr viele, wohl auch biografische Erfahrungen, in ihre kurzen, knapp und doch einprägenden Kapitel hinein. Der Roman lässt sich sehr gut lesen und auch verstehen. Er gibt einen klaren Überblick über die heutigen Probleme, Sehnsüchte und Wünsche der jungen First-Nation-Generation, die durch Alkohol und Drogen stark gefährdet ist.

Eine schriftliche Kultur der Innu ist und war nie vorhanden – alles wurde jahrhundertelang mündlich vermittelt. Doch durch die harschen Erziehungsmethoden der staatlichen Behörden in der Neuzeit wurde den Kindern oft von klein auf verboten zum Beispiel in ihrer Muttersprache zu reden. Sie wurden ihren Familien entfremdet, mussten Internate und Schulen weit entfernt von ihrer gewohnten Umgebung besuchen. Ihnen wurde kurzerhand die Kultur der Frankokanadier übergestülpt. Doch die Suche dieser Bevölkerungsgruppe nach ihren Wurzeln ist nicht verloren gegangen – ich hoffe sie werden sich ihren Weg in unserer Welt erkämpfen und ihre alten Werte und Lebensansichten wiederfinden. Dieses Buch macht Hoffnung!

Meine Bewertung: Fünf * Sterne!

Danke für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Inhalt /Klappentext: Yammie lässt das Stadtleben und ihren Freund Nicolas hinter sich, um im First-Nation-Reservat Uashat als Lehrerin zu arbeiten. Ist sie noch eine Innu, wie die indigene Bevölkerung im Norden des Staates Québec genannt wird, oder ist sie durch Erziehung und Studium der französischen Sprache schon „zu weiß“ geworden? Kann sie als junge Lehrerin den Heranwachsenden, deren Zukunft von Alkohol und Depressionen überschattet ist, Perspektiven bieten? Nach einem ereignisreichen Jahr sind die Schüler Yammie ans Herz gewachsen. Und sie erkennt, dass nicht nur die Jugendlichen gereift sind, sondern dass auch sie sehr viel von ihnen gelernt hat. Gefühlvoll und authentisch – dieser Roman erzählt vom Leben der kanadischen Ureinwohner, von ihren Sorgen, Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen. Der C. Bertelsmann Verlag dankt dem Canada Council for the Arts für die Förderung der Übersetzung. We acknowledge the support of the Canada Council for the Arts. Nous remercions le Conseil des arts du Canada de son soutien.

Naomi Fontaine, geboren 1987 in Uashat, ist die bekannteste indigene frankokanadische Schriftstellerin der Gegenwart und eine der wenigen First-Nation-Autorinnen und Autoren, die auf Französisch schreiben. Als Kind verließ sie mit ihrer Mutter das Reservat, um in Québec-Stadt zu leben, wo sie Pädagogik studierte. Ihr Debüt »Kuessipan« erschien 2011 und wurde preisgekrönt und verfilmt. »Die kleine Schule der großen Hoffnung«, ihr zweiter Roman, stand 2018 auf der Shortlist des renommiertesten kanadischen Literaturpreises, des Governor General’s Award und war auch in Frankreich ein großer Erfolg. Das Buch wird derzeit als Fernsehserie verfilmt.

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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung unbezahlt *

Mein Leseeindruck: Alles wird gut , dieser schöne Titel – der auch eine beliebte Redensart ist, sowie das hübsche Blumencover des Buches hatten mich zum Lesen angeregt und ich hoffte auf einen packenden Wohlfühl Roman mit einem guten, das Gemüt beruhigendem Ende. Leider kam alles ganz anders und völlig unerwartet bei dieser Lektüre.

Elin, Aksel und Bjørn waren für mich Protagonisten , denen ich im Verlauf des Buches nicht meine ganze positive Aufmerksamkeit und Sympathie schenken konnte. Elin, die von der Autorin in den Mittelpunkt der Geschichte gerückt wurde entwickelte sich von Seite zu Seite immer mehr zu einer NO-GO Person. Zu Beginn der Geschichte als etwas überforderte Allgmeinärztin dargestellt, verwandelte sie sich immer mehr in eine boshafte, unfreundliche, gar feindselige Person, die mit ihren Patienten keinen objektiven Umgang wahren konnte. Als eine seit Jahrzehnten gestandene Ärztin hatte ich eigentlich ein anderes Verhalten von ihr erwartet. Statt dessen wurde sie von persönlichen Süchten wie Alkohol Exzessen und einer aufgewärmten Beziehung aus Jugendjahren gebeutelt. Dass sie sich in ihren inneren Monologen nur noch dem Skelett in ihrem Behandlungszimmer öffnen konnte, keine realen Freunde hatte, erschien mir merkwürdig und bedauernswert. Auch Ehemann Aksel und der alte Jugendfreund Bjørn waren keine Ansprechpartner um sie aus ihrer Patientenmüdigkeit herauszuholen. Ihre Affäre mit Bjørn, in die sie aus Versehen hineingerutscht war, quälte sie. Ihr Telefon und ihr Sozial Media Verhalten samt unmässigem SMS-Verkehr mit dem neuen Liebhaber liebte und hasste sie zu gleich. Sie war für mich keine Protagonistin, mit der ich mich als Leser*in identifizieren konnte, sondern eine bedauernswerte und zerrissene Person. Sicher war diese Charakterdarstellung von der Autorin beabsichtigt, leider hat sie mich persönlich damit nicht begeistert. Das Buch und Thema wurden für mich sehr schwer nachvollziehbar und nicht fassbar.

Ihr Schreibstil war flüssig, gut zu lesen und verständlich, hat aber in meinen Augen nicht so gut die Wirklichkeit gespiegelt. Er war in einer schlaksigen Ausdrucksweise verfasst, die ich eher einem Teenie Roman zuordnen würde. Ob dieser Roman tatsächlich eine ehrliche Darstellung des Beziehungslebens der Großstädter im mittleren Lebensabschnitt aufzeigt, vermag ich schwer zu beurteilen und bezweifle das ein wenig.

Meine Lesebewertung: Drei *** Sterne !

Danke für das Leseexemplar!

Inhalt/Klappentext: Wie konnte es so weit kommen? Elin – Mitte 50, Allgemeinärztin seit 20 Jahren und genauso lange verheiratet mit Aksel – ist kurzerhand in ihre Praxis gezogen. Während Aksel jede freie Minute mit Skilanglauf verbringt, schickt Elin eines Abends schon leicht angeschickert eine Nachricht an ihren Jugendfreund Bjørn – der antwortet prompt. Elin fühlt sich das erste Mal seit Langem wieder richtig lebendig. Aus Alltagsresignation wird erwartungsvolle Aufbruchsstimmung. Doch eine langjährige Ehe und das gutsituierte Leben im Reihenhaus lassen sich nicht so leicht abschütteln. Das ist die Ausgangssituation des vielfach ausgezeichneten Romans, der mit entlarvender Ehrlichkeit das Beziehungsleben der modernen Großstädter in mittleren Jahren unter die Lupe nimmt.

Nina Lykke, geboren 1965 in Trondheim, Norwegen wuchs in Oslo auf. Sie studierte Grafik in Kopenhagen, arbeitete als Grafikdesignerin und war von 1997 bis 2003 Redaktionsmitglied der feministischen Zeitschrift »Utflukt«. Ihren Durchbruch als Schriftstellerin hatte Lykke mit ihrem Roman »Aufruhr in mittleren Jahren«, der in Norwegen eines der am meisten besprochenen Bücher des Jahres war.

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Momentaufnahmen am Donnerstag ,,,,GERADE JETZT!

Wie sind eure Momentaufnahmen heute? Wie fühlt ihr euch gerade jetzt? Was macht ihr gerade jetzt?

Gerade jetzt

denke ich: wie schnell sind die wunderbaren Tage und Erlebnisse mit den lieben Freunden vergangen!

mag ich: wenn es ganz ruhig um um mich herum ist!

mag ich nicht: wenn man am Mittag schon das elektrische Licht einschalten muss!

fühle ich: mich recht ausgeglichen:

trage ich: Jeans und Pullover!

brauche ich: bald etwas zum Mittagessen!

höre ich: Mozart!

mache ich: am PC nach neuen Büchern schauen!

lese ich: nix, , da ich heute noch unschlüssig bin mit welchem Buch ich anfange,,,

trinke ich: Wasser!

vermisse ich: die Freunde!

schaue ich: in den Regen.

träume ich: von einigen kleinen Sonnenstrahlen heute,,,,

Diesen netten Lückentextfüller habe ich bei Rina gefunden ! https://flashtaig.wordpress.com/ Danke 👍

Wie sind eure Momentaufnahmen heute?

denke ich:

mag ich:

mag ich nicht:

fühle ich:

trage ich:

brauche ich:

höre ich:

mache ich:

lese ich:

trinke ich:

vermisse ich:

schaue ich:

träume ich:

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Momentaufnahmen am Donnerstag ,,,,GERADE JETZT!

Wie sind eure Momentaufnahmen heute? Wie fühlt ihr euch gerade jetzt? Was macht ihr gerade jetzt?

Gerade jetzt

denke ich: eigentlich ist es warm draußen ,,,,

mag ich: warmen Kakao

mag ich nicht: Geruch von gebratenem Fisch in der Wohnung ,,,

fühle ich: mich gerade frei und ausgeruht

trage ich: Jeans und ringelshirt

brauche ich: vielleicht noch einen Kaffee ,,,

höre ich: die Stille

mache ich: grad nicht viel ,,,

lese ich: * Alles wird gut* von Nina Lykke

trinke ich: gleich Kaffee

vermisse ich: meine erwachsenen Kinder

schaue ich: in den Garten

träume ich: vom Wolkenkuckucksheim …

Wie sind eure Momentaufnahmen heute?

denke ich:

mag ich:

mag ich nicht:

fühle ich:

trage ich:

brauche ich:

höre ich:

mache ich:

lese ich:

trinke ich:

vermisse ich:

schaue ich:

träume ich:

Diesen netten Lückentextfüller habe ich bei Rina gefunden ! https://flashtaig.wordpress.com/ Danke 👍

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Meine Meinung zu ,,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Habt ihr schon einmal von dem Begriff Italienkrankheit gehört?
Nach der Lektüre oben genannten Buches vom Bestsellerautor Marco Balzano hat sich dieser Ausdruck in meinem Kopf festgesetzt und ich versuche ihn zu erklären. Der Autor schreibt in seinem Buch über Menschen aus Osteuropa, die aus finanziellen Zwängen ihre Heimat verlassen, um ihre Familie durchzubringen. Hier ist es die Familie Matei aus einem kleinen Ort in Rumänien. Die Mutter Daniela, liebevoll von den Kindern Angelica und Manuel Moma genannt , verlässt die Familie um in Italien als Pflegende von alten Menschen , Kranken und/oder Familien mit Kindern, Geld zu verdienen. Sie macht es heimlich, um der eigenen Familie den Abschiedschmerz zu ersparen. Doch was sie mit ihrer oft jahrelangen Abwesenheit und schleichenden Entwurzelung der eigenen Familie antut, beschreibt der Autor in dramatischen Worten und den folgenden Geschehnissen jedes einzeln Familienmitgliedes. Daniela leidet wie viele ihrer rumänischen Freundinnen während ihrer Abwesenheit unter Depressionen, Burn Out und Schuldgefühlen. Die eigene Familie leidet ebenso – sie können alle kaum noch aufeinander eingehen. Doch was passiert wenn eigene Kinder die Mutter dringender brauchen als je zuvor? Sei es durch einen Unfall oder/und durch eine Krankheit verursacht?

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, übt einen fesselnden emotionalen Sog auf den Leser*in aus und öffnet die Augen zusätzlich auch für das Leid der zu pflegenden alten Bevölkerung und Familien der reichen Länder in Westeuropa, die es nicht schaffen für ihre eigenen Angehörigen zu sorgen. Das Buch zeigt auch scharf die Unterschiede in den Familienstrukturen zwischen Ost – und Westeuropa auf.

Manuel, Angelica und Daniela erzählen jeweils in der Ich-Form in drei Teilen von ihrem Empfinden, ihren Wünschen, Hoffnungen, Verletzungen und Wunden, die dem jahrelangen , zeitlichem Auseinander Reißen der Familie geschuldet sind. Sie leben sich auseinander, haben sich trotz täglicher Videotelefonie nicht mehr viel zu sagen. Es fehlt das reale Zusammenleben und auch die Ehrlichkeit zueinander. Die Mutter versucht ihre Abwesenheit mit vielen zusätzlichen Geschenken zu verschleiern, erzählt gleichzeitig nicht, dass sie auf viele Annehmlichkeiten eines normalen Lebens verzichtet, um dieses ihren Kindern zu ermöglichen. Der Vater Filip verlässt ebenso die Familie um als Kraftfahrer im Ausland Geld zu verdienen. Die Jugendlichen sind auf sich allein gestellt. Ihr Freundeskreis verkleinert sich, das Dorf wird durch den immensen Wegzug der Bewohner nach Westeuropa entvölkert. Nur die alten eigenen Grosseltern bieten noch Halt und Trost im Dorf…….

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diesen hervorragenden Roman!

Vielen Dank an den Autor und den Verlag für die Zusendung des im typischen Diogenes Stil gestaltete Cover zugesandte Rezensionsexemplar.

Inhalt / Klappentext: Sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um fremde Menschen zu kümmern – die Frauen aus Osteuropa. Daniela ist eine von ihnen. Sie arbeitet in Mailand, rund um die Uhr, ist zuverlässig und liebevoll als Pflegerin und als Kinderfrau. Doch je mehr sie fremden Familien hilft, desto heftiger vermisst sie die eigenen Kinder. Als ihrem heranwachsenden Sohn etwas zustößt, muss sie eine Entscheidung treffen.

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem Roman ›Das Leben wartet nicht‹ gewann er den Premio Campiello, mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Auszeichnungen
›Prix Méditerranée étranger‹ für Je reste ici (Resto qui), 2019
›Premio Bagutta‹ für Resto qui, 2019

  1. Platz des ›Premio Strega‹ für Resto qui, 2018
    Je reste ici (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des ›Prix Femina‹, 2018
    Je reste ici (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des ›Prix du roman FNAC‹, 2018
    ›Premio Asti d’Appello‹ für Resto qui, 2018