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Mitmachbücher — Book Reviews

Heute möchte ich ein paar ganz tolle Mitmachbücher für Kinder vorstellen. Wir haben immer einige davon zu Hause, falls die Kids mal was basteln, malen oder ausprobieren oder auch Stickern wollen, sich ein spezielles Thema genauer anschauen und erkunden wollen oder auch als Mitbringsel und Geschenk für liebe Freunde, wenn wir sie besuchen gehen. Hier […]

Mitmachbücher — Book Reviews
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*Freitagsfüller*

Es ist Freitag, der 13. November 2020 , für mich ein Glückstag , da einige für mich liebe Menschen an einem 13. verschiedener Monate geboren wurden. Aber nun zum Lückentext der sympathischen Barbara. https://scrapimpulse.com
  1. Als ich heute aufwachte hörte ich eine ganz süsse Sprachnachricht von meiner kleinen Enkeltochter. Sie erzählte ganz aufgeregt und begeistert , dass sie heute nachmittag ein Laternenfest im Kindergarten feiern werden.
  2. Am liebsten würde ich mitgehen , aber bald, hoffentlich am Weihnachtsfest werde ich sie wiedersehen.
  3. Ich kaufe gerne Geschenke für andere ein, im Moment hauptsächlich leider nur online.
  4. Kleine Geschenke und/oder Aufmerksamkeiten mag ich am liebsten.
  5. Was ist denn los mit mit der Welt in den USA ? Ich wünsche mir, dass dort endlich Ruhe eintritt und daß die Politiker sich endlich um die wirklich dringenden Belange der Bevölkerung kümmern.
  6. Kalte Fingerspitzen kenne ich noch nicht bei diesen milden Temperaturen.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Ende eines tollen Hörbuchs , morgen habe ich geplant Einkäufe zu tätigen , und Sonntag möchte ich den Tag mit liebenswertem Familien Besuch verbringen !
*Werbung, unbezahlt* Ich bin ganz verzaubert und begeistert von diesem magischen Märchen für *Große*. Rezension kommt bald!
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*Bergsalz* von Karin Kalisa

*Werbung unbezahlt*

Meine Meinung: Wir Menschen sind soziale Wesen. Doch was macht uns dazu und zeichnet uns vielleicht sogar aus? Die Autorin geht dieser Frage nach und wir erleben in ihrem neuen Buch alle Höhen und Tiefen emphatischer Empfindungen füreinander. Es gibt Freude, Sympathie, Großzügigkeit, Liebe, aber auch die Schattenseiten wie Ärger, Hass, Neid, Schmerz und noch sehr viel mehr an negativen Gefühlen. Oft auch hervorgerufen durch das Leid durch Krieg und Vertreibung. Doch was ist die Würze des Lebens, die uns nicht verzagen lässt? Es ist das SALZ ! Diese Einsicht vermittelt die Autorin eindringlich in ihrem Buch. Sie schreibt es im bayrischen Stil, was es nicht unbedingt einfach macht beim Lesen. Zu Beginn begegnen wir eindrucksvollen Frauen aus dem Allgäu. Wie Franzi mit ihren alteingesessenen Dorffreundinnen, der aussergewöhnlichen Sabina, die aus der Enge des dörflichen Lebens in die Welt, grosse Städte und gar in Kriegsgebiete flüchtet. Und es gibt neue Dorfbewohner. Flüchtlinge aus Syrien, die alles verloren haben . Ihr Hab und Gut, ihre Heimat, ihr bisheriges Leben. Doch all diese Menschen verbindet eines. Die Kraft und die Freude zu einem Neubeginn. Franzi übernimmt die behutsame Führung für eine sogenannte offene Küche . Sie hat es satt allein und ohne Kontakte ihren letzten Lebensabschnitt zu verbringen. Sie lernt andere einsame Dorffreundinnen näher kennen, freundet sich mit der fremdartigen Esma an und schafft es sogar die zurückgekehrte und desillusionierte Sabina in ihre Pläne einzubinden. Die Frauen kochen, probieren neue Rezepte und neue Formen des Zusammenseins aus und bei allem ist es immer dabei! DAS SALZ – die Würze des Lebens und der sorgfältigen und nachhaltigen Küche.

Interessant erschienen mir die Einbindungen und das Erzählen mittelalterlichen Geschehens aus dem Allgäu und/oder Voralpenland. Die Autorin hat diese Abschnitte eines Berichtes über die Bundschuh-Bewegung in kursiver Schrift , kleingeschrieben verfasst, in ihren Roman aufgenommen. Dieses bäuerliche und ohnmächtige Aufbegehren gegen bestehende Ungerechtigkeiten von Obrigkeiten schliesst im Buch einen Kreis für Sabina, die ausserhalb des Dorfes in einem Einödhof ihr Familien-Leben neu beginnt.

Meine Bewertung: FÜNF *****Sterne für dieses ungewöhnliche Buch über gelungene Frauen-Leben im Alter – inmitten bodenständiger Lebensgrundlagen.

Wer mehr über die Bundschuh Bewegung erfahren möchte , möge bitte diesen Link anklicken.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bundschuh-Bewegung

Inhalt:/Klappentext: Dass man so klein wie „füreineallein“ eigentlich gar nicht denken und nicht kochen kann, ist von jeher Franziska Heberles Überzeugung. Trotzdem kommt das mittägliche Klingeln an ihrer Haustür unerwartet, ungebeten und ungelegen: Eine Nachbarin. Dann noch eine. Es reicht – und reicht noch nicht. Denn auf einmal fühlt sich das Ungelegene absolut richtig und vor allem steigerungsfähig an: Doch wie kann das überhaupt gehen? Ein Mittagstisch für viele – hier, im ländlichen weiten Voralpenland, wo Einzelhof und Alleinlage seit Generationen tief in die Gemüter sickern? Und es nicht jedem passt, wenn sich etwas ändert. Es braucht Frauen aus drei Generationen: Franzi, Esma und Sabina. Nicht jede ‚von hier‘, aber aus ähnlichem Holz. Es braucht Ben, der wenig sagt, aber wenn, dann in mancherlei Sprachen; es braucht Fidel Endres, einen Vorfahr, der etwas Entscheidendes hinterlassen hat – und einen halbleeren Kübel Alpensalz in einer stillgelegten Wirtshausküche, der zeigt: Dem Leben Würze geben, ist keine Frage der Zeit.

Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologischer Beschreibungen. Nach Karin Kalisas erstem Roman „Sungs Laden“ erschienen ihre Wintererzählung „Sternstunde“ und ihre weiteren Romane „Radio Activity“ und „Bergsalz“.

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*Freitagsfüller*

Liebe Leser*innen,,, völlig andere Freitagsfüller könnt ihr auch dort erlesen. https://scrapimpulse.com

  1. Mein lieber Kater lebt nun schon seit 1 1/2 Jahren nicht mehr bei uns. An manchen Tagen sehe ich ihn immer noch vor meinem inneren Auge gemütlich durch den Garten stöbern oder auf dem Teppich zu meinen Füssen liegen.
  2. Wilde Tanzmusik eignet sich gut zum Aufwärmen vor Sportaktivitäten.
  3. Am 11.11. ist für mich wissentlich zwar der Beginn der *närrischen Zeit*, aber das interessiert mich nicht sonderlich. In der Mitte Deutschlands gibt es wenige Karneval Hochburgen.
  4. Keine Ahnung was man wirklich gegen trockene Lippen auf Dauer tun kann, ausser Fetten.
  5. Es sieht so aus, als ob es in diesem Jahr doch bald kälter werden wird. Bei 1 Grad mit Nebel wird es ungemütlich.
  6. Auf das Gesicht ein freundliches Lächeln gezaubert und es wird in jedem Raum sofort heller und angenehmer.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Netflix *Das Damengambit* ,gefällt mir sehr gut! Morgen habe ich geplant, einen Großeinkauf zu machen und Sonntag möchte ich einfach den Tag spontan genießen.
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*Malé* von Roman Ehrlich, erschienen im S.Fischer Verlag

*Werbung , unbezahlt*

Meine Meinung: Die katastrophale Stimmung – und Umweltlage unserer Zeit hat der Autor voll und ganz dem Leser vermittelt. Verwirrung, Langeweile, Unmöglichkeiten, Katastrophen und Gewalt wurden vom Autor beschrieben. Ich war tatsächlich zu Beginn verwirrt, habe ungeduldig einen roten Faden gesucht in diesem Roman und musste mich erst an den aussergewöhnlich anspruchsvollen Schreibstil gewöhnen. Personen tauchen unvermittelt auf , verschwinden plötzlich. Ich habe keinen wirklichen Zusammenhang gefunden zwischen diesen vielen Protagonisten – ausser kleinen und grossen Katastrophen. Es gelang mir nicht vollends auf folgenden ca. zweihundertfünfundachtzig Seiten aufmerksam zu folgen und ich muss gestehen, dieses Buch hat mich etwas enttäuscht. Titel und Cover hatten mich überzeugt, machten neugierig auf den geheimnisvollen Ort. Der intellektuelle Schreibstil hat mir imponiert und doch ist eine Lesebegeisterung nicht zu mir übergesprungen. Die langen verschachtelten Sätze ermüden beim Lesen, vermitteln aber jeweils ganz oft eine trostlose Atmosphäre. Da sind Bilder von Menschen, die sich durch hüfthohes Wasser kämpfen. Sie müssten ja eigentlich Mitleid und Aufregung beim Leser erzeugen, wie auch ein gefesselter, ertrinkender Mensch zu Beginn der Lektüre. Dem war aber nicht so. Ich hatte das Gefühl von oben emotionslos auf Ereignisse zu blicken. Das hat mich verunsichert, erschreckt, meinem Lesefluss überhaupt nicht gut getan. Diese Endzeitstimmung einer untergehenden Welt hat mich total kalt gelassen und keine Emotionen bei mir herausgekitztelt. Und das kann ich immer noch nicht wirklich glauben. Wie hat der Autor das geschafft? Ist dieses Buch doch grosse Literatur und/oder Lese-Unvermögen meinerseits? Ich habe mich durch das Buch gekämpft und war froh, dass ich bis zur letzten Seite durchgehalten habe.

Meine Bewertung: DREI *** Sterne für ein gutes Buch, welches mich aber nicht begeistern konnte.

Herzlichen Dank an den Autor und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.

Inhalt/Klappentext:

Longlist – nominiert für den Deutschen Buchpreis 2020

Alle Versuche, die Malediven vor dem steigenden Meeresspiegel zu retten, sind gescheitert, Pauschaltouristen haben sich neue Ziele gesucht, und der Großteil der Bevölkerung musste die Inseln verlassen. Gleichzeitig ist die heruntergekommene Hauptstadt Malé zum Ziel all jener geworden, die nach einer Alternative zum Leben in den gentrifizierten Städten des Westens suchen. Und so wird die Insel für die kurze Zeit bis zu ihrem Untergang zur Projektionsfläche für Aussteigerinnen, Abenteurer und Utopistinnen, zu einem Ort zwischen Euphorie und Albtraum, in dem neue Formen der Solidarität erprobt werden und Menschen unauffindbar verschwinden. Mit »Malé« fängt Roman Ehrlich die komplexe Stimmungslage unserer Zeit ein und verwebt die Geschichten rund um die Sehnsüchte und das Scheitern seiner Figuren zu einem Abbild all der Widersprüche, die das Leben zu Beginn des 21. Jahrhunderts ausmachen.

Roman Ehrlich, geboren 1983 in Aichach, aufgewachsen in Neuburg an der Donau, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und an der Freien Universität Berlin. Bislang sind von ihm die Bücher ›Das kalte Jahr‹ (2013), ›Urwaldgäste‹ (2014), ›Das Theater des Krieges‹ (2017, mit Michael Disqué) und ›Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens‹ (2017) erschienen.

Literaturpreise:

Bremer Literaturpreis (Förderpreis) 2014

Robert Walser-Preis 2014

Ernst Toller-Preis 2016

Alfred Döblin-Medaille 2017

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*Die sardische Hochzeit*, Leseeindruck

*Werbung, unbezahlt*

https://literaturgarten.blogspot.com/2020/10/die-sardische-hochzeit-von-grit-landau.html

Inhalt/Klappentext: Sardinien 1922, kurz vor Mussolinis Machtergreifung:

Leo Lanteri, Kriegsveteran und Erbe einer ligurischen Olivenplantage, hat im Streit einen Faschisten getötet und muss untertauchen: Sein Vater schickt ihn nach Sassari auf Sardinien – für den smarten, jazzbegeisterten Leo das Ende der Welt.

Doch auf der »vergessenen Insel« brodelt es, Sardinien steht wie der Rest Italiens am Rand eines Umsturzes. Auch Leo gerät bald zwischen alle Fronten. Denn auf dem Landgut des Mussolini-Anhängers Soriga trifft er auf die Liebe seines Lebens: Gioia, die eigenwillige Tochter des Hauses.

Kein guter Zeitpunkt, um sich zu verlieben, denn die musikalisch begabte Gioia soll keine Woche später heiraten, den Spross eines ursardischen Clans von Pferdezüchtern – und die Traditionen dieser Familie sind mörderisch.

Meine Meinung:
Fasziniert habe ich zu diesem Titel gegriffen, da ich im letzten Jahr während einer privaten Reise die Insel Sardinien kennenlernen durfte. Ich war gespannt wie die Autorin über die Insel berichten würde und war von ihrer super guten und genauen Recherche geschichtlicher Hintergründe begeistert und überrascht. Sie hat diese fiktive Familiengeschichte vor einem traurigen politischen Geschehen angesiedelt und uns so zusätzlich Zeitgeschichte lebendig und bunt nahe gebracht. Nach dem ersten Weltkrieg gewannen die Faschisten unter Mussolini in Italien immer mehr Einfluss, bestimmten das öffentliche Leben und unterwanderten das herrschende System. Buntes, sardisches Familienleben hat sie geschickt mit wahrer Geschichte, zum Beispiel mit der Person des sardischen Politikers Emilio Lusso verknüpft. Besonders interessant und informierend waren für mich die Erklärungen sardischer Begriffe, Mythen und Legenden des alten Brauchtums der Insel, die sie vor jedes Kapitel gesetzt hat. Erklärungen zum Buch und ein sorgfältig erstelltes Glossar italienischer Begriffe am Ende des Romans sind absolut lesenswert für den interessierten Leser*in!

Diese Liebesgeschichte zwischen Gioia und Leo wird mit ganz viel Gefühl und Leidenschaft erzählt und hat mich beim Lesen voll in den Bann geschlagen. Man spürt förmlich den Geruch der Pferde auf dem Landgut der Familie Marras, sieht die Olivenplantagen und die wilde, bergige Landschaft mit den wunderschönen Buchten und Stränden vor sich . Und doch regelte damals noch eine stark patriarchisch gelebte ursprüngliche Ordnung das Leben auf dem Land , aber auch in den wenigen grossen Städten an den Küsten. Gioia’s Stellung als gehorsame Tochter und Frau mit wenigen eigenen Möglichkeiten das Leben mit eigenen Wünschen und Träumen zu füllen, macht betroffen. Hochzeiten wurden oft von den Männern der Familie arrangiert und dienten oft dazu schlimme Blutfehden zwischen unterschiedlichen Familien zu verhindern.
Die persönlichen Schilderungen der Leidensgeschichte von Leo als dienender Soldat, Leib und Leben bei einem Giftgasangriff während eines Angriffs ausgesetzt, macht betroffen und erinnert an das unsägliche Leid so vieler Menschen. Die Autorin hat Leo’s Erinnerungen und Ängste an die Kriegserlebnisse, die ihn immer wieder plötzlich überfallen haben , in kursiven Absätzen eindringlich hervorgehoben.

Man spürt in diesem klug erzähltem Roman sehr deutlich aber auch die Angst mancher Bevölkerungskreise vor den Faschisten, ebenso wie die Begeisterung vieler Menschen für die neuen politischen Ansichten. Insofern ist dieses Buch keine reine Liebesgeschichte , sondern beinhaltet ganz viel mehr,,,,,

Meine Bewertung: Eine absolute Leseempfehlung mit FÜNF * Sternen.

Mein Dank gilt Grit Landau und dem Droemer Verlag für die Zusendung dieses interessanten und gebundenen Rezensionsexemplar !

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Frankfurter Buchmesse 5. Tag — FindeSatz

Meine erste Veranstaltung an diesem Sonntag und damit dem letzten Messetag führt mich zu Denis Scheck „Druckfrisch“, bei dem ich wieder Neuerscheinungen des Buchmarkts kennen lernen konnte. Einige dieser Neuerscheinungen, die er temporeich vorstellte, teile ich hier: „Feuer der Freiheit – Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten 1933-1943“ von Wolfram Eilenberger ist ein Buch, […]

Frankfurter Buchmesse 5. Tag — FindeSatz