Hervorgehoben

* Mein Leseeindruck zu,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Inhalt / Klappentext: Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year).

Meine Meinung: Zwei irische Teenies, Connell und Marianne leben an Irland’s Westküste in einem kleinen Ort, besuchen gemeinsam die Schule und verlieben sich ineinander. An sich ist das ein ganz gewöhnliches und häufig von Autoren aufgegriffenes Thema. Allerdings ist der Schreibstil der Autorin sehr aussergewöhnlich. Sie berichtet ohne Anführungszeichen und der Leser wird dadurch gezwungen gründlich und genau zu lesen, da durch schnelles Überfliegen mit Sicherheit Sinn und Handlung schwer zu verfolgen sind. Das Buch liest sich gut und leicht zu Beginn, steigert sich im Verlauf der Handlung in seinem Anspruch bis hin zu komplizierten Gedankengängen der jungen Menschen, die dem Erwachsenenleben entgegen streben. Es geht natürlich um Liebe, Leidenschaft, Begehren, Selbstzweifel, Anerkennung, Macht und SEX. Marianne gilt in der Schule als unnahbar und kühl, stammt aus einer reichen akademischen Familie . Connell kommt eher aus einfachen Verhältnissen. Seine Mutter Lorraine putzt für Mariannes Familie im Haushalt. Langsam erfährt der Leser in kleinen Häppchen einiges über die familiären Zustände der beiden Verliebten. Die Autorin lässt beide Protagonisten abwechselnd von eigenen Erfahrungen, Erlebnissen , Missverständnissen erzählen. Immer wieder treffen sich Marianne und Connell, erst heimlich während der Schulzeit, anschliessend während des Studiums beider am Trinity College in Dublin. Sie gehören zur sogenannten intellektuellen Elite der Universität, wobei Marianne immer an sich zweifelt, da ihre Familie noch nie hinter ihr gestanden hat – ja sie sogar missachtet und teilweise ignoriert. Connell holt sie immer wieder aus diesen seelischen Tiefs heraus – ist Freund und Geliebter in einem. Teilweise erscheint das Buch gar mit philosophischen Lebenserfahrungen gefüllt und die Entwicklung der beiden in der Gesellschaft wird scharf und klar von der Autorin beobachtet und erzählt.

Mir hat das Buch gut gefallen, der aussergewöhnliche Schreibstil noch mehr und doch hält sich meine Begeisterung etwas in Grenzen. Die Welt dieser beiden jungen Menschen ist mir sehr fern geblieben und ich habe für mich keine Leidenschaft oder einen Sog in das Buch hinein spüren können.

Meine Bewertung: Vier **** Sterne !

Herzlichen Dank an die Autorin und den Luchterhand-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung, unbezahlt *

Inhalt/Klappentext: Der zweite Teil der opulenten Familiensaga aus dem 19. Jahrhundert:
Die Frauen der Familie Winkelmann kämpfen darum, als Ärztinnen Menschen helfen zu dürfen

Würzburg Ende des 19. Jahrhunderts
Ebenso wie ihre Großmutter Viviana Winkelmann kämpft Henrike für das Recht der Frauen auf ein selbstbestimmtes Leben – und die Zulassung zum Medizinstudium: Ihr Wunsch zu heilen ist so stark, dass sie heimlich als Reserve-Wärterin in der Irrenanstalt des Juliusspitals arbeitet, das dieser Tage wegen der Entdeckung der „Zauberstrahlen“ von Professor Röntgen kopfsteht. Ihr Traum ist es, als Irrenärztin das Leid der Geisteskranken zu lindern und bei dem vielgerühmten Professor Rieger im Spital zu studieren. Als Henrike sich jedoch in einen französischen Medizinstudenten verliebt, kommen ihre Geheimnisse ans Licht. Kurz darauf wird Würzburg von der Tuberkulose heimgesucht, und plötzlich geht es für Henrike um Leben und Tod. Ihr Traum von der Medizin und die Abschaffung des Immatrikulationsverbotes für Frauen rücken in weite Ferne.

Geschichte lebendig werden zu lassen, ist die große Leidenschaft der Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert: Fünf historische Romane haben sie bereits gemeinsam geschrieben.
Das spannende Thema »Frauen in der Medizin« hat sie zu ihrer großen Familiensaga um mehrere Generationen von Ärztinnen und das Julius-Spital in Würzburg inspiriert.
»Ärztin aus Leidenschaft« war der erste Band der Familiensaga und erzählt die Geschichte von Henrikes Großmutter Viviana Winkelmann, die von ihrer eigenen Familie verstoßen wird.

Meine Meinung: Im zweiten Band der mitreissenden Reihe um das Julius Spital im historischen Würzburg reisen wir in die Zeit von 1895 – 1903 . Wie erwartet haben die beiden Autorinnen in ihrer gekonnten und fesselnden Schreibweise die Geschichte um die Winkelmann – Frauen und das Ringen um ein Recht auf berufliche Weiterbildung und Studienzulassung für Frauen an deutschen Universitäten weitergeführt. In diesem zweiten Band steht die Enkelin Henrike Hertz im Fokus des Geschehens ! Sie kämpft genau so hartnäckig wie ihre Grossmutter Viviana Winkelmann um Ihre Zulassung zum Medizin Studium . Ihr grosser und leidenschaftlicher Wunsch ist es, eine Ärztin für Geisteskranke Menschen zu werden.

Zwar ist zu dieser Zeit die Berliner Charité mit seinen Gelehrten und Forschungen im allgmeinen Gespräch, doch in Würzburg hat der Physiker Conrad Röntgen die X-Strahlen entdeckt, die dann nach seinem Namen benannt wurden als sogenannte Röntgenstrahlen. Das Julius Spital war nun wieder als bahnbrechendes Krankenhaus der Forschung in aller Munde. Auch der Konkurrenzkampf um die Erstentdeckung zwischen Philipp Lenard und Conrad Röntgen, dem Nobelpreisträger, bekommt einen Rahmen in diesem Buch, welcher perfekt und mit professioneller Recherche der Autorinnen angelegt ist.

Ein toller Roman der reale Geschichte mit einem ansprechenden belletristischen Roman-Geschehen verbindet und der mich begeistert hat. Der Schreibstil war flüssig und lebendig zu lesen, erzählt auch aus mehreren Perspektiven wie dem Anatomieprofessor Rudolf Albert von Koelliker, der bekannten Grossmutter Viviana Winkelmann aus dem ersten Band, ihrem Ehemann Richard und deren Tochter Ella. Emotionen wurden von den Autorinnen auch in dramatischen Szenen vermittelt wie während der Arbeit im Irrenhaus, welcher Henrike mit Enthusiasmus und Hartnäckigkeit heimlich, ohne Wissen der Eltern, jahrelang nachgegangen ist. Ein informatives Nachwort der Beinert-Schwestern vermittelt noch einiges mehr an Hintergrundwissen über diese Zeit und den damaligen Gelehrten, Ärzten und Forschern des Julius Spitals. Auch die Liebe kommt in diesem Band nicht zu kurz, als die junge Henrike einem französischem Studenten im Spital begegnet und seinem Charme erliegt,,,,,

Inhalt/Klappentext: Der zweite Teil der opulenten Familiensaga aus dem 19. Jahrhundert:
Die Frauen der Familie Winkelmann kämpfen darum, als Ärztinnen Menschen helfen zu dürfen

Würzburg Ende des 19. Jahrhunderts
Ebenso wie ihre Großmutter Viviana Winkelmann kämpft Henrike für das Recht der Frauen auf ein selbstbestimmtes Leben – und die Zulassung zum Medizinstudium: Ihr Wunsch zu heilen ist so stark, dass sie heimlich als Reserve-Wärterin in der Irrenanstalt des Juliusspitals arbeitet, das dieser Tage wegen der Entdeckung der „Zauberstrahlen“ von Professor Röntgen kopfsteht. Ihr Traum ist es, als Irrenärztin das Leid der Geisteskranken zu lindern und bei dem vielgerühmten Professor Rieger im Spital zu studieren. Als Henrike sich jedoch in einen französischen Medizinstudenten verliebt, kommen ihre Geheimnisse ans Licht. Kurz darauf wird Würzburg von der Tuberkulose heimgesucht, und plötzlich geht es für Henrike um Leben und Tod. Ihr Traum von der Medizin und die Abschaffung des Immatrikulationsverbotes für Frauen rücken in weite Ferne.

Geschichte lebendig werden zu lassen, ist die große Leidenschaft der Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert: Fünf historische Romane haben sie bereits gemeinsam geschrieben.
Das spannende Thema »Frauen in der Medizin« hat sie zu ihrer großen Familiensaga um mehrere Generationen von Ärztinnen und das Julius-Spital in Würzburg inspiriert.
»Ärztin aus Leidenschaft« war der erste Band der Familiensaga und erzählt die Geschichte von Henrikes Großmutter Viviana Winkelmann, die von ihrer eigenen Familie verstoßen wird.

Meine Meinung: Im zweiten Band der mitreissenden Reihe um das Julius Spital im historischen Würzburg reisen wir in die Zeit von 1895 – 1903 . Wie erwartet haben die beiden Autorinnen in ihrer gekonnten und fesselnden Schreibweise die Geschichte um die Winkelmann – Frauen und das Ringen um ein Recht auf berufliche Weiterbildung und Studienzulassung für Frauen an deutschen Universitäten weitergeführt. In diesem zweiten Band steht die Enkelin Henrike Hertz im Fokus des Geschehens ! Sie kämpft genau so hartnäckig wie ihre Grossmutter Viviana Winkelmann um Ihre Zulassung zum Medizin Studium . Ihr grosser und leidenschaftlicher Wunsch ist es, eine Ärztin für Geisteskranke Menschen zu werden.

Zwar ist zu dieser Zeit die Berliner Charité mit seinen Gelehrten und Forschungen im allgmeinen Gespräch, doch in Würzburg hat der Physiker Conrad Röntgen die X-Strahlen entdeckt, die dann nach seinem Namen benannt wurden als sogenannte Röntgenstrahlen. Das Julius Spital war nun wieder als bahnbrechendes Krankenhaus der Forschung in aller Munde. Auch der Konkurrenzkampf um die Erstentdeckung zwischen Philipp Lenard und Conrad Röntgen, dem Nobelpreisträger, bekommt einen Rahmen in diesem Buch, welcher perfekt und mit professioneller Recherche der Autorinnen angelegt ist.

Ein toller Roman der reale Geschichte mit einem ansprechenden belletristischen Roman-Geschehen verbindet und der mich begeistert hat. Der Schreibstil war flüssig und lebendig zu lesen, erzählt auch aus mehreren Perspektiven wie dem Anatomieprofessor Rudolf Albert von Koelliker, der bekannten Grossmutter Viviana Winkelmann aus dem ersten Band, ihrem Ehemann Richard und deren Tochter Ella. Emotionen wurden von den Autorinnen auch in dramatischen Szenen vermittelt wie während der Arbeit im Irrenhaus, welcher Henrike mit Enthusiasmus und Hartnäckigkeit heimlich, ohne Wissen der Eltern, jahrelang nachgegangen ist. Ein informatives Nachwort der Beinert-Schwestern vermittelt noch einiges mehr an Hintergrundwissen über diese Zeit und den damaligen Gelehrten, Ärzten und Forschern des Julius Spitals. Auch die Liebe kommt in diesem Band nicht zu kurz, als die junge Henrike einem französischem Studenten im Spital begegnet und seinem Charme erliegt,,,,,

Meine Bewertung: Auch für diesen grossartigen Band vergebe ich gerne FÜNF * Sterne.
Herzlichen Dank an die Autorinnen und den Knaur Verlag für die Zusendung des Leseexemplars.

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*Der unsichtbare Garten* von Karine Lambert, erschienen im Diana Verlag

*Werbung, unbezahlt*

INHALT/KLAPPENTEXT: Vincent wird erblinden. Eine seltene Augenkrankheit zerstört alle Träume, alle Zukunftspläne des jungen Mannes. Rastlos arbeitet er eine Liste an letzten Abenteuern und Wünschen ab. Erst bei einem Besuch auf dem Land findet er wieder zu sich. Er will den verwilderten Gemüsegarten seines Großvaters bestellen, solange er noch sieht. Und während er jätet, gräbt und sät, tritt Nachbarin Coline zwischen seine Cosmeen und Küchenkräuter. Wenn er sich einer Fremden öffnen kann, dann vielleicht auch einer Welt in neuen Farben?

MEIN LESEEINDRUCK:
Die Bücher der Autorin haben mich bisher begeistert und sehr gut unterhalten. So sprach mich auch sofort das wunderschöne Cover des obigen Buches an. Es passt hervorragend zur eher dramatischen Thematik des Buches. Ein milchglasähnlicher Umschlag bedeckt bunte Blüten und Blätter, die sanft durch die Hülle scheinen. Trotz der Traurigkeit, die dieser Stoff vielleicht schon im Klappentext vermittelt, zeigt es die positive Entwicklung eines jungen Menschen, der überraschend von einer tückischen Augenkrankheit überrollt wird. Der 35 jährige Tennistrainer Vincent ist schwer verliebt, plant mit seiner Freundin eine Familie zu gründen – und stürzt plötzlich in einen psychisch bodenlosen Abgrund der unterschiedlichsten Empfindungen.
Die Autorin bedient sich in diesem Buch eines besonderen Schreibstils, den sie durch sehr kurze Sätze und Kapitel dem Leser vermittelt. Persönliche Tagebucheintragungen von Vincent mit Begriffen zum Thema Blindheit und Sehen vervollständigen die Kapitel und bringen dem Leser Vincent’s Gefühlswelt nahe. Ich war mit dieser Art der Erzählung nicht ganz zufrieden und konnte zu Vincent keine wirklich gute und intensive Lesebeziehung aufbauen. Natürlich hatte ich Mitleid mit seinem Schicksal, war erschrocken und berührt! Der Entwicklungsprozess des jungen Mannes über Wut, Trauer bis hin zu selbstständigen und praktischen Alltagshilfen wird sehr lange dargestellt. In meinen Augen zu lange! Erst im letzten Drittel des Buches hat mich die Lektüre gepackt, da nun endlich auch der verwunschene Garten des Grossvaters und sein altes gemütliches Haus ins Spiel kamen. Sowie die Erinnerung an unbeschwerte glückliche Tage der Kindheit, die Vincent dort in den Ferien verbrachte und die er nun voller Freude im Rückblick mit anderen Augen erlebt. Eine neue Liebe zur interessanten Nachbarin Coline bahnt sich langsam seinen Weg und sein alter Freund Arnaud aus der Tenniszeit steht ihm mit Rat und Tat zur Hilfe, was man von seinen Eltern nicht sagen kann. Deren plötzlicher Sinneswandel den Sohn zu einem selbständigem Leben zu begleiten, erscheint mir von der Autorin künstlich und zu schnell eingefügt in dieses Lebensdrama.
Meine Bewertung: Drei *** Sterne für dieses gute und dramatische Buch!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Diana Verlag für das schöne , gebundene Rezensionsexemplar!

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Mein persönlicher Leseeindruck zu diesem Buch,,,,

*Werbung, da Rezensionsexemplar*

Inhalt/Klappentext: Kann man seine Mutter wirklich kennen? Norah blickt zurück auf das Leben ihrer Mutter, der einst gefeierten Schauspielerin Katherine O’Dell, die es von den irischen Dorfbühnen bis nach Hollywood geschafft hat. Doch mit zunehmendem Alter verblasste ihr Stern, sie betäubte sich mit Alkohol und Tabletten, bis es eines Tages zu einem bizarren Skandal kam: Ohne Vorwarnung schoss sie auf einen Filmproduzenten. Jeder Augenblick in Katherines Leben war große Geste, und Norah war ihr Publikum. Wer aber war diese Frau, die alles für die Kunst gab, deren Beziehungen kalt waren – und warum erzählte sie Norah nie, wer ihr Vater ist?

Anne Enright, 1962 in Dublin geboren, zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Schriftstellerinnen der Gegenwart und wurde 2015 zur ersten Laureate for Irish Fiction ernannt. »Das Familientreffen« wurde unter anderem 2007 mit dem renommierten Booker-Preis ausgezeichnet, ist in gut dreißig Sprachen übersetzt und weltweit ein Bestseller. Für »Anatomie einer Affäre« (2011) erhielt sie die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction und für »Rosaleens Fest« (2015) den Irish Novel of the Year Prize. »Die Schauspielerin« ist ihr siebter Roman; er wurde für den Women’s Prize for Fiction nominiert.

Mein Leseeindruck:
Wieder habe ich zu einem Buch von Anne Enright gegriffen, da mich ihr Bestseller *Das Familientreffen* total begeistert hatte. Zusätzlich hat mich die Thematik einer Mutter-Tochter Beziehung angelockt. Ich bin sehr gut in den Fluss dieser Erzählung hineingekommen, obwohl ich etwas enttäuscht darüber war, dass es keine autobiografische Erzählung ihrer eigenen Mutter-Tochter Beziehung war. Alles was in diesem Buch zu erlesen ist, besteht angeblich aus einer Fiktion dieser Thematik, wobei ich das trotz allem nicht ganz glauben kann. Eigene Erfahrungen treiben bei Autoren*innen oft ganz unterschwellig in solchen Fiktionen dahin, unbemerkt, still und leise.
Norah, die Tochter der berühmten irischen Schauspielerin Katherine O’Dell,beobachtet ihre Mutter, wertet deren Leben, wägt ab zwischen Liebe, Sympathie – aber auch zwischen Nichtverstehen, Ablehnung ja sogar fast Hassgefühlen. Ihre Mutter Katherine feierte grosse Erfolge in den Nachkriegsjahren in England , Irland und sogar in Hollywood. Eine solche Kindheit in diesem Umfeld ist für mich schwer vorstellbar, doch Anne Enright schafft es mit ihrer brillanten Schreibweise und Erzählkunst diese Erfahrung zu vermitteln. Auf der Höhe ihrer Schauspielkarriere in Hollywood bekommt Katherine ein uneheliches Kind, die kleine Norah. Sie kehrt mit ihr nach England zurück, verzichtet auf Ruhm und Anerkennung zugunsten des Kindes. Über die Vaterschaft verliert sie auch gegenüber ihrer Tochter später nie ein Wort. Es bleibt ein Geheimnis. Norah wächst im Irland der 1970er Jahre auf, entwickelt sich zu einer selbstbewussten, feministischen jungen Frau, während ihre Mutter ihrem ehemaligen Ruhm und früheren Erfolgen hinterher trauert und in Depressionen verfällt. Auf der Suche nach ihren Wurzeln entdeckt Norah ihr unbekannte Seiten der Mutter und begegnet allen früheren Geschehnissen kaum wertend und mit viel Verständnis und Liebe.

Die Autorin lässt durch Norah’s Sichtweise sehr viele andere Personen und Charaktere in die Geschichte einfliessen. Ich hatte oft Schwierigkeiten all diese bunten Protagonisten auseinander zu halten und wieder zu erkennen nach einigen Kapiteln und Lebenszeiten. Es waren mir oft einfach zu viele Personen und Lebens-Schicksale, die nur kurz angekratzt wurden. Ich war manchmal verwirrt, musste nachschlagen oder einige Seiten öfter nachlesen. Das hat meinem Lesefluss- und Verständnis leider nicht so gut getan. Trotz dieses Kritikpunktes hat mich der faszinierende und nie langweilige Schreibstil der Autorin immer wieder begeistert und auch gefordert!
Meine Bewertung:
VIER **** Sterne für dieses eindrucksvolle Werk der Autorin!
Herzlichen Dank an die Autorin und den Penguin Verlag für dieses schöne, gebundene Rezensionsexemplar!

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Meine Meinung zu diesem Buch,,,,

*Rezensionsexemplar, Werbung wegen Markennennung*

Inhalt/Klappentext: Clara, Chefköchin am Hof von Castamar, schwärmt schon lange für den Herzog. Doch obwohl sie mehrere eindeutige Zeichen erhalten hat, kann sie immer noch kaum glauben, dass der Herzog ihre Gefühle erwidert. Als Clara bei einem großen Festessen den Gästen des Herzogs vorgestellt wird, gerät die Situation außer Kontrolle: Mehrere Adlige machen anzügliche Bemerkungen, bis Clara – ihrer niedrigen Stellung zum Trotz – ihrer Wut freien Lauf lässt. Ein Skandal, der sofort die Runde macht. Doch der Herzog gibt nicht auf, um Clara zu werben. Auch wenn er damit ins Netz der Verschwörung gerät, die seine Feinde seit Langem sorgfältig inszeniert haben …

Der Autor Fernando J. Múñez, geboren 1972 in Madrid, studierte Philosophie und Filmwissenschaften. Er verfasste Drehbücher und Jugendliteratur, bevor er die historische Saga »Die Köchin von Castamar« schrieb, die in Spanien sofort zum Bestseller wurde. Eine TV-Verfilmung ist bereits in Vorbereitung.

Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Band dieser Reihe vor einiger Zeit gelesen hatte und auch hier auf dem Blog eine Rezension zu erlesen ist, war ich natürlich sehr gespannt auf die Fortsetzung der Castamar Reihe. Dieser zweite Band der Castamar Saga kann allerdings auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Das möchte ich kurz erwähnen! Wer mag kann natürlich meine Meinung zum ersten Buch dieser Reihe hier https://literaturgarten.blogspot.com/2020/06/die-kochin-von-castamar-von-fernando-j.html nachlesen.

Diesen zweiten Band hat der Autor wie ein perfekt ausgetüfteltes Kochrezept in einem verständlichem Schreibstil verfasst. Eine gute Recherche der damaligen Gesellschaftsstrukturen – und den Verhältnissen von Spanien im 18. Jahrhundert, hat er gefällig und und angenehm zu lesend mit vielen Infos und Emotionen gewürzt. Hinsichtlich auf die Liebesgeschichte zwischen dem Herzog Diego und der Köchin Clara lassen die Erwartungen auf eine romantische und liebevolle Entwicklung nicht zu wünschen übrig. Eine absolut leichte , für die Sommerzeit passende Wohlfühl-Lektüre erwartet die Leser*rinnen.

Exzellente Rezeptideen und Menüzusammenstellungen der begabten Clara lassen wieder die Gedanken zu eigenen Kochexperimenten abschweifen und bereiten neuen Kochideen die Bahn. Ich denke mit diesem zweiten Band ist man erst einmal zu diesem Thema gut bedient worden.

Meine Bewertung: FÜNF Sterne * für diesen schönen , historischen Wohlfühl-Roman aus dem Genre * Liebesroman * !

Danke an den Autor und Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Draxler: Lebe wild, verrückt & wunderbar — Pilgerin Belana Hermine

Lebe wild, verrückt & wunderbar – Entdecke Deine weibliche Kraft Tanja Draxler TRIAS, 6. Mai 2020 Taschenbuch, 256 Seiten (eBook gelesen) 17,99 € (D) ISBN 978-3-432-11231-2 Inhalt Frau Draxler nimmt uns erst einmal mit in ihre eigene Welt, die eine ganze Weile alles andere als entspannt und selbstbestimmt war. Sie hat für sich einen Weg […]

Draxler: Lebe wild, verrückt & wunderbar — Pilgerin Belana Hermine
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Mein Leseeindruck zu ,,,

*Werbung, unbezahlt*

Inhalt/Klappentext:
Ein idyllisches Bergdorf in Südtirol – doch die Zeiten sind hart. Von 1939 bis 1943 werden die Leute vor die Wahl gestellt: entweder nach Deutschland auszuwandern oder als Bürger zweiter Klasse in Italien zu bleiben. Trina entscheidet sich für ihr Dorf, ihr Zuhause. Als die Faschisten ihr verbieten, als Lehrerin tätig zu sein, unterrichtet sie heimlich in Kellern und Scheunen. Und als ein Energiekonzern für einen Stausee Felder und Häuser überfluten will, leistet sie Widerstand – mit Leib und Seele.

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem letzten Roman, ›Das Leben wartet nicht‹, gewann er den Premio Campiello, mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Mein Leseeindruck:
In ergreifender und berührender Erzählweise zieht uns der bekannte Autor Marco Balzano in die vergangene Zeit der versunkenen Südtiroler Bergdörfer Reschen und Graun im Vinschgau. Der Autor erzählt das private Schicksal von Trina, die sich ein Leben lang auf die Suche nach ihrer Tochter Marica begibt, welche als junges Mädchen, fast noch Kind, ihre Heimat und Eltern mit Verwandten heimlich verliess.Aber hauptsächlich ihr Widerstand gegen verschiedene Staatsmächte und ihre Unterdrückungsmechanismen prägen dieses Buch und seine erzählte Geschichte.
Die grossen und überragenden Themen, die Marco Balzano in seinem neuen Buch aufgreift, sind die tragischen Jahre des Faschismus unter dem Diktator Mussolini, die Zeit des Nationalsozialismus dort im Dreiländereck von Österreich, der Schweiz und Italien.Südtirol wurde von diesen Ereignissen überrannt und fand sich plötzlich in Italien wieder. Die deutsche Sprache wurde verpönt und die ruhigen kleinen Bergdörfer mit ihrer bäuerlich geprägten Bevölkerungsstruktur verstanden ihre Welt nicht mehr.Der Widerstand gegen die politische italienische Vorherrschaft wächst allgemein in der Bevölkerung und auch die Hauptprotagonistin Trina und ihre Familie, finden sich plötzlich inmitten komplizierter weltpolitischer Verwicklungen wieder.
Nach einer unbeschwerten Jugend, hatte sie in den 20er Jahren zusammen mit zwei engen Freundinnen eine Ausbildung zur zweisprachlichen Lehrerin absolviert, brav die italienische Sprache erlernt – und musste in ihrer Muttersprache Deutsch nun plötzlich heimlich und unter Repressalien unterrichten.
Diese neue Zeit bringt zusätzlich auch andere komplizierte Probleme. Der Energiehunger der grossen Konzerne wächst ins Unermessliche. Für den Bau eines Staudammes sollen zwei Dörfer einer intakten Kulturlandschaft dem Wasser geopfert werden. Heute kann man immer noch im Reschen See einen versunkenen Kirchturm betrachten, der auf dem Cover des obigen Buches beeindruckend abgebildet ist.
Diese Geschichte hatte auf mich einen unglaublichen Einfluss beim Lesen, von Seite zu Seite stieg der Spannungsbogen kontinuierlich.Ich war gefangen und erschüttert von Trina’s harten Erlebnissen beim Lehren, während des Krieges, auf der Flucht mit ihrem Ehemann in die Berge vor den Nationalsozialisten. Schreckliche Erlebnisse auf Leben und Tod während ihrer Flucht vor dem Krieg prägen sie und erschüttern sie und ihren Ehemann aufs Äusserste.
Der angenehme Schreibstil des Autors ist klar, deutlich, voller Emotionen und absolut spannend verfasst.Ein wichtiges Buch, welches vom Widerstand gegen politische Diktaturen und wirtschaftlichen Machthunger, sowie von der damaligen Skrupellosigkeit der Energie-Konzerne berichtet. Bitte unbedingt lesen!

Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für dieses herausragende Buch!

Vielen Dank an den Autor und den Diogenes Verlag für dieses Rezensionsexemplar!