Hervorgehoben

*Hüttenduft* Gerichte und Geschichten aus den Tauern

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Mein Leseeindruck: Ein feines, veganes Kochbuch zum Anschauen, Nachkochen und Geniessen hat mir freundlicherweise der Benevento Verlag Bergwelten zur Ansicht und zum Testen geschickt. Es ist herrlich bebildert mit wunderschönen Aufnahmen aus dem Lungau und Geschichten aus der alpinen Bergwelt, die man nur auf einer zünftigen Hütte, hier der Franz-Fischer-Hütte, hören und nacherleben kann. Zwei Menschen haben sich dort gefunden um ein ehrgeiziges und bisher einmaliges Projekt durchzuführen: den Bergwanderern köstliche, vegetarische Gerichte ansprechend und schmackhaft vorzusetzen. Es ist eine vegan-vegetarische Küche ohne das Angebot der typischen Fleischgerichte einer Berghütte.

Viele, gut und einfach nach kochbare Rezepte, auch für den Alltag ausserhalb der Alpen, finden sich gegliedert in fünf Abschnitten:

Rezepte: Zur Jause – Brotzeit

Rezepte: Aus dem alpinen Suppentopf

Rezepte: Deftige Pfannengerichte

Rezepte: Herzhaftes aus dem Ofen

Rezepte : Süßes zum Abschluss

Alle Rezeptzusammenstellungen basieren auf folgenden Wertschätzungen: sie müssen vegetarisch-vegan, gesund, regional, nachhaltig, biologisch und natürlich auch reichlich sein für ausgepowerte Bergwanderer !

In den ersten dreissig Seiten erfahren wir einige Informationen über ein Vorwort, ein Grusswort von Wegbegleiterinnen, eine Vorstellung der originellen Hütte, eine Vorratsliste für einen regionalen Einkauf sowie ein flammendes Plädoyer der beiden Autorinnen für eine mutige und kreative Pflanzenküche. Der achtsame Umgang mit der alpinen Natur und unseren heutigen Ressourcen wird erlebbar gemacht. Besonders gut hat mir der Abschnitt Wortmalerei gefallen, indem die beiden Autor*innen eigene Bilder und Gedichte veröffentlichen und damit eine weitere Seite ihrer Kreativität aufzeigen.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für diese tollen, individuellen Kochanregungen! Begleitende Geschichten von Glücks- und Notfällen der alpinen Bergwelt machen dieses Buch zu einer spannenden und informativen Lektüre für bergbegeisterte Wanderer.

Herzlichen Dank an die beiden Autor*innen und den Bergwelten Verlag für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplars!

Hier zeige ich euch nun ein tolles und schnelles Rezept auf einem Foto zum sofortigen Ausprobieren. Ein Rezeptverzeichnis im Anhang des Buches erleichtert das mühselige Suchen im Buch.

Inhalt/Klappentext: Schlemmen wie auf der Franz-Fischer-Hütte: Vegane Rezepte zum Nachkochen

Hüttenküche ohne Fleisch – geht das? Und ob! Die Hüttenwirtsleute Evelyn Matejka und Tom Burger wagten das Experiment und machten die Franz-Fischer-Hütte zur ersten Schutzhütte in den Alpen mit rein vegetarischem und veganem Speisenangebot. In diesem ganz besonderen Kochbuch teilen sie ihre Lieblingsrezepte und Geschichten vom Leben in den Bergen. Im Mittelpunkt steht dabei die Naturverbundenheit: Biologische Lebensmittel, regionale Zutaten aus Österreich, gesunde Rezepte und vegane Gerichte lassen das Herz der Wanderer höher schlagen.

  • Hüttenwirte als Pioniere: Pflanzenküche auf 2020 Höhenmeter – Vegane Gerichte ausprobieren und entdecken: Kochbuch für Einsteiger
  • Einblick in das Leben und Arbeiten auf der bekannten Schutzhütte in den Lungauer Tauern
  • Plädoyer für mehr Nachhaltigkeit beim Kochen, Essen und Bergsport
  • Mit Hüttengeschichten als Inspiration für die nächste Berg-Tour!

Alpenküche ohne Fleisch: Einfache Rezeptideen für jeden Tag

Die Gerichte in diesem Kochbuch sind für den ganz normalen Alltag ausgelegt: ohne ausgefallene Zutaten, ohne komplizierte Zubereitung. Rote Linsensuppe, vegane Pressknödel oder Krautstrudel auf Biersauce: Mit geringem Zeitaufwand und den Vorräten, die Sie bereits zuhause haben, zaubern Sie leckere und abwechslungsreiche Gerichte für die ganze Familie. Als Nachtisch gibt es süße Leckereien wie Buchweizenschmarrn oder Linzertorte. Ob Sie einfach ab und zu auf Fleisch verzichten und mehr pflanzenbasierte Gerichte in den Speiseplan integrieren wollen, öfter mal vegan kochen möchten oder Wert auf ausgewogene Ernährung und regionale Zutaten legen – in »Hüttenduft« finden Sie jede Menge Inspiration für Ihre Pflanzenküche!

Hervorgehoben

*Die wundersame Reise der Bienen* von Katja Keweritsch

Mein Leseeindruck: Dieser interessante und sehr emotionale Roadtrip durch Südfrankreich hat mich voll erreicht und zu Anfang begeistert. Eine sonnige Urlaubsstimmung an der Côte d’Azur , die nur durch eine kleine Verstimmung der Protagonistin Anna merkwürdig beendet wurde. Ihr langjähriger Lebensgefährte Christoph hat ihr einen unromantischen und in Annas Augen unpassenden Heiratsantrag gemacht, der sie völlig verwirrt und aus ihrer altbekannten, bequemen Beziehungsbahn wirft. Fluchtartig und verstört verlässt sie das Flugzeug kurz vor dem Abheben der Maschine infolge einer Panikattacke – und Freund Christoph lässt sie ungerührt aussteigen. Seine Arbeit mit unerledigten Aufgaben wartet auf ihn. Er fliegt allein nach Hause.

Wie es nun weitergeht? Anna bekommt über eine Mitfahrzentrale Kontakt zum jungen Deutschen Harm, der eine sehr spezielle Aufgabe durchführt. Auf seinem Weg in die Heimat Kiel soll er Bienenköniginnen an verschiedene Imker in Südfrankreich verteilen. Anna kämpft mit ihrer Panikattacke und Harm reagiert sofort mit ganz viel Empathie und Fürsorge, pflegt und reist mit Anna weiter durch die Provence gen Heimat. Die beiden jungen Leute kommen sich durch viele aufwühlende Erlebnisse immer näher und eine zarte Zuneigung entwickelt sich stetig.

Ganz wunderschön mit herrlichen Ortsbeschreibungen und stimmigen Eindrücken Südfrankreichs reagiert die Autorin auf diesen Vorfall mit ihren weiterführenden Zeilen. Der Duft der Lavendel Felder ist fast beim Lesen zu erriechen mitsamt der brennenden Sonne des Südens auf der Haut. Etliche fast poetisch zu nennende Passagen lockern das Buch zauberhaft auf . Es liest sich in diesem ersten Teil des Romans sehr schön, unbeschwert, dank des flüssigen und leichten Schreibstils der Autorin.

Doch dann passiert etwas was ich so nicht erwartet habe. Das Buch teilt sich plötzlich wundersam in einen zweiten Teil, der für Harm und Anna wieder in Deutschland spielt und wird zur komplizierten Charakterstudie. Erst jetzt lernt der Leser die drei jungen Menschen wirklich besser kennen. Anna hat sich in wohl in ihrer auf äusseren Luxus bauenden Beziehung zu Christoph innerlich verbogen und steckt voller Unsicherheiten und Zweifel zu sich selbst. Auch Harm ist nicht der Sunnyboy aus der sonnigen Provence , sondern hat einen schweren familiären Schicksalsschlag zu meistern.

Wie dieses Beziehungschaos weitergeht und endet könnt ihr gerne in diesem leichten Wohlfühl Roman weiter erlesen,,,,

Meine Bewertung: Ein Wohlfühl Roman, dem ich gerne vier **** Sterne gebe.

Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: Anna hat ihren Urlaub an der sonnigen Côte d’Azur gerade beendet und will zurück nach Hamburg reisen. Als sich die Türen des Flugzeugs schließen, hat sie eine Panikattacke und verlässt fluchtartig die Maschine. Wie soll sie jetzt nach Hause kommen? Bus und Bahn scheiden aus, denn auch dort wäre sie eingesperrt und könnte nicht jederzeit aussteigen. Schließlich registriert sie sich bei der Mitfahrzentrale – und lernt Harm kennen. Er ist auf dem Rückweg von Südfrankreich nach Kiel. In seinem Gepäck: Bienenköniginnen. Er nimmt Anna mit und gemeinsam machen sie sich auf zu einem emotionalen Roadtrip, der völlig anders endet als erwartet.

Katja Keweritsch ist Ethnologin und Journalistin. Sie ist in einem friesischen Dorf aufgewachsen, von dem aus es sie schon früh in die Welt zog. Neben Köln und Hamburg studierte sie in Los Angeles und lebte zeitweise in Mumbai und auf Sansibar. Heute wohnt sie mit ihrer Familie an der Elbe. In ihrem Debütroman »Die wundersame Reise der Bienen« schreibt sie über die Liebe und darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren.

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*Mein Eindruck zu,,,,

*Werbung,unbezahlt*

Mein Eindruck: Beim ersten Durchblättern des Kinderbuches sind mir die wunderbaren, in harmonischen Farben zusammengestellten Illustrationen von Davide Panizza positiv aufgefallen. Klare Landschafts- und Bergformen sowie kindgerecht gezeichnete Abbildungen von Dörfern, Tieren und Menschen begeistern sofort!

Mit dem Text des Buches bin ich als Erwachsener Mensch gut klargekommen. Die Botschaft wird eindeutig und eindringlich vom Autor in teils poetischen und teilweise philosophischen Betrachtungen dargestellt. Bergnatur und Umwelt der dort lebenden Bevölkerungsgruppe sind zu schützen und bewahren. Die Begeisterung des Autors für das Hochgebirge, seine unberührte Stille und Einsamkeit klingt immer wieder im Text hindurch . Doch ist es heute wirklich noch so? Leider nicht ganz. Der alpine, professionelle Bergtourismus hat auch dort im fernen Himalaya Einzug gehalten.

Das Buch soll Kinder ab fünf Jahren ansprechen, sie für die Natur begeistern und sie animieren diese Schönheit durch Verzicht auf Konsum, Respekt vor der Natur und den dort lebenden Menschen zu begreifen. Die einfache und bildhafte Sprache des Autors und seine Gedankengänge werden allerdings ohne kindgerechte Nachbesserungen und Erklärungen des vorlesenden Erwachsenen für Kinder dieser Altersgruppe kaum verständlich sein. Es ist allerdings eine sehr passende Gelegenheit um mit den Kindern in einen kleinen Austausch über das Thema Umweltschutz der Berge und seiner dort lebenden Bevölkerung zu kommen.

Anders sieht es für Kinder ab ca. neun Jahren aus. Sie können meist schon fremde Texte eigenständig lesen und werden viel Freude und eigene Gedanken zum Buch und Thema entwickeln können.

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für dieses wunderbar illustrierte Kinderbuch.

Herzlichen Dank an den Autor und den Bergwelten Verlag aus der Benevento Gruppe für die Zusendung des sehr schönen Rezensionsexemplars!

Inhalt/Klappentext: Laylas Reise in die beeindruckende Welt des Hochgebirges – ein Bilderbuch für die ganze Familie. Reinhold Messners erstes Bilderbuch erzählt von einem kleinen Mädchen mit einem ganz besonderen Namen: Layla – das bedeutet »auf dem Berggipfel«. Gemeinsam mit ihrem Vater macht sie sich auf den Weg in ein weit entferntes Land. Genau wie er ist sie verzaubert von der Welt des Schneekönigs, wo die Menschen unter harten Bedingungen und doch im Einklang mit der Natur ein ganz besonderes Leben führen. – Laylas abenteuerliche Reise ins Hochgebirge, stimmungsvoll illustriert von Davide Panizza – Mit klarer Sprache den Zauber der Berge erklären: Ein Buch, das Kinder ab 5 Jahren neugierig auf die Natur macht – Die Suche nach Schönheit und die Entdeckung der Stille: ein poetisches Bilderbuch für die ganze Familie – Wie aus Naturbegegnungen ökologisches Bewusstsein entsteht: eine Einladung, Umweltschutz neu zu denken – Warum es sich lohnt, unberührte Natur zu bewahren: Reinhold Messners Botschaft an die nächste Generation Liebe zu den Bergen und Respekt vor der Natur: was Reinhold Messner Kindern mit auf den Weg geben will Reinhold Messner setzt sich seit vielen Jahren für Umweltschutz und gegen übertriebenen Konsum ein. In seinem Kinderbuch über die Reise in eine fremde Welt voller eis- und schneebedeckter Gipfel sendet er eine klare Botschaft und vermittelt altersgerecht die große Bedeutung von Natur- und Klimaschutz. Mit diesem Bilderbuch gibt Reinhold Messner seine Liebe zu den Bergen weiter – ein Buch zum Vorlesen, Staunen und Nachdenken für Kinder, Eltern und Pädagogen!

Reinhold Messner, geboren 1944, ist der berühmteste Bergsteiger und Abenteurer unserer Zeit. Als Kletterer, Grenzgänger und »Philosoph in Aktion« hat er immer wieder neue Maßstäbe gesetzt: Er bestieg als erster Mensch alle vierzehn Achttausender und durchquerte zusammen mit Arved Fuchs die Antarktis zu Fuß. Heute kämpft er für einen ökologisch nachhaltigen Umgang mit der Natur, bewirtschaftet Bergbauernhöfe und gestaltet an sechs Standorten das Messner Mountain Museum. Zudem widmet er sich nun dem Bergfilm als Autor, Regisseur und Produzent.

*Mein Leseeindruck zu ,,,,*

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MEIN LESEEINDRUCK: Endlich ist es wieder soweit! Das waren meine ersten Gedanken zum Advent, als ich das wunderschöne Buch von Johanna Maier und Uschi Korda auspacken durfte. Ein stimmiges Buch zu dieser schönsten Zeit des Jahres haben uns beide Autorinnen geschenkt. Es ist ein sehr persönliches Buch von Johanna Maier, die sich nicht scheut von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mit der eigenen Familie, den Kindern und Enkelkindern zu berichten. Denn nun hat sie Zeit. Nach einem arbeitsreichen und erfüllendem Leben in der Salzburger Gastronomie gibt sie alte Bräuche, Traditionen und Lebensanschauungen an ihre Familie wieder und gleichzeitig auch an uns Leser*rinnen mit diesem Buch. Heimelige und künstlerisch sehr gelungene Fotos von Uschi Korda begleiten die einzelnen Artikel und Abschnitte im Buch. Es ist ein Schatz, den man getrost an die nächste Generation in der Familie weitergeben kann, denn er ist zeitlos, unterliegt nicht dem immer wechselnden weihnachtlichen Mainstream, seien es die Farben der Kerzen oder/und neue Anleitungen zum Feiern dieses traditionellen Festes.

Johanna Maier erzählt ausführlich von den Gebräuchen, Gerüchen und Geschmäckern ihrer Kindheit – verbunden mit Gedanken an Eltern und Grosseltern. Der heilige Abend als Höhepunkt der stillen und oft auch arbeitsreichen Adventszeit wird sehr schön aus der Erinnerung geschildert. Alte Rezepte werden ( immer für vier Personen) genauestens beschrieben und animieren zum Nachmachen. Es sind herzhafte Gerichte, wie zum Beispiel die traditionelle Mettensuppe, süsse Buchteln, Gebäck in vielen kreativen Ausführungen und Vorschläge für ein gelungenes Weihnachtsmenü.

Alte Lieder, Gedichte und die stimmungsvollen Fotos von Uschi Korda bringen Abwechslung in diese herrliche kulinarische und gedankliche Weihnachtsreise. Auch das Basteln von kleinen Mitbringseln und weihnachtliches Dekorieren des Hauses werden liebevoll und ausführlich gezeigt. Die Anleitung zur Herstellung eines Kranz der Freude hat mir besonders gut gefallen und ich zeige sie gerne in einem Foto.

Herzlichen Dank an die Autor*innen und den Servus Verlag für dieses sehr schöne Rezensionsexemplar, welches einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommen wird.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne!

*Mein Leseeindruck* zu ,,,,

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Mein Leseeindruck: Ein phantastisches , schönes und zugleich erschreckendes Märchen für Erwachsene hat uns die Autorin mit ihrem Debüt Roman geschenkt. Ein unwiderstehlicher Lesesog hat mich in eine Geschichte, die vor ca. fünfhundert Jahren spielt, hineingezogen. Prägnante Sätze mit mehreren Hintergründen, oft mit einem schmunzelndem und liebenswürdigem Humor vom Protagonisten Martin ausgestattet, lockern die grausamen Kriegs- und Armutsbetrachtungen dieser unruhigen Zeit auf. Es sind die Charaktere unterschiedlicher Menschen, die dem Buch Würze und Atmosphäre geben. Da sind drei bodenständige Männer aus Martins Dorf, die dem unschuldigen Kind und seinem praktischen Rat eine neue Kirchentür zu bauen, vertrauen. Und doch spüren sie unterschwellig ihre eigene naive Unfähigkeit klug und praktisch zu denken, da sie von Aberglauben und von einer damals üblichen Kirchenhörigkeit total beeinflusst sind. Alle Dorfbewohner misstrauen auch Martin, der als dreijähriges Kind einer Tragödie beiwohnen musste und seit dieser Zeit eine enge Freundschaft mit einem schwarzen Hahn pflegt, der immer bei ihm am Körper oder auf seiner Schulter lebt. Nur die junge und hübsche Franzi, die im Wirtshaus bedient, ist dem jungen Martin gut zugetan.

Martin sieht eine Chance diesem unguten Dorfklima zu entkommen und begibt sich mit dem Kirchenmaler auf eine gefährliche Reise um eine Mission zu erfüllen.

Schwarze , unheimliche Reiter entführen seit langer Zeit plötzlich und unerwartet immer wieder Kinder und verschleppen sie in unbekannte Gefilde. Martin möchte diesen merkwürdigen und traurigen Geschehnissen auf den Grund gehen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise,,,,,,

Fazit: Eine wunderbare, Hoffnung gebende Geschichte des Mittelalters, gewürzt mit Humor und offenem, liebenswürdigen Menschenverstand. Fünf * Sterne für dieses grossartige Lesevergnügen.

Vielen Dank für das gebundene Rezensionsexemplar!

INHALT/KLAPPENTEXT: Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der zu ungewöhnlich ist. Viel zu klug und liebenswürdig. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen. Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er.

Stefanie vor Schulte, 1974 in Hannover geboren, ist studierte Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Marburg. ›Junge mit schwarzem Hahn‹ ist ihr erster Roman. Junge mit schwarzem Hahn im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals Hamburg für ›Klaus-Michael Kühne-Preis‹ nominiert, 2021

Mein Leseeindruck zu,,,

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Mein Leseeindruck: Ich fühlte mich nach dieser Lektüre auch ein wenig betrogen. Und zwar vom Klappentext. Ich hatte auf eine romantische und sanfte Liebesgeschichte gehofft. Doch von diesem Buch wurde mein Mitgefühl mit den Protagonisten und dem Verlauf der Geschichte auf eine harte Probe gestellt. Es ist kein leicht zu lesendes Buch, ein raues Buch über einfache Menschen, die durch jahrhundertelange Entbehrungen und Armut an der Küstenregion geprägt wurden. Lug, Betrug, sexuelle Gewalt und Unmässigkeit gepaart mit Missbrauch in den Familien lassen Schlimmes unter der angeblich heilen Oberfläche des beschaulichen Lebens dort erahnen. Und das gesamte Dorf ist in diese unheilvollen Verwicklungen eingebunden. Menschliche Seelenabgründe werden tief und dunkel dargestellt und als Leser*in wird man immer fassungsloser über diese Gewalt und Boshaftigkeit der Küstenbewohner untereinander.
Der Schreibstil ist recht einfach und gut zu verstehen. Johann, Marie und Darling , eine Tochter des Leuchtturm-Wärter Ehepaars erzählen aus ihrer Sicht der Dinge und oft werden Geschichten und Begebenheiten im Buch mehrmals erwähnt und wiederholt. Der Leser bekommt immer mehr Einblick in die Charakterdarstellungen und Denkweisen der Protagonisten. Johann ist absolut kein Sympathieträger im Roman, eigentlich niemand. Nur die unschuldigen und unwissenden Kinder, die aus diesen Verbindungen entstanden sind, wie Darlings verhaltensgestörter und/oder geistig und körperlich behinderte Bruder Valdemar und der Junge Thomas können einem einfach nur leid tun. Marie und Darling sind in ihren damals von der Gesellschaft abgewerteten Frauenrollen gefangen, unterwerfen sich der Macht der Männer und der öffentlichen Meinung der Küstenortbewohner. Sie verstehen es aber auch, sich durch List und Betrug von deren Einfluss zu befreien und zeigen dadurch in diesem Buch keine erstrebenswerte Vorbildfunktion auf.
Mein Fazit: ein gutes, aber absolut verstörendes Buch und Thema, dem ich drei Sterne gebe.
Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Leseexemplar!

Inhalt/Klappentext:
Ein Leuchtturm vor der Küste Norwegens – wir schreiben die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Um seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten, muss Johan Marie heiraten, obwohl er Hannah liebt. Sie lassen sich auf dem Leuchtturm von Kjeungskjær nieder, Norwegens einzigem achteckigen Leuchtturm. Dort, vor der felsigen Küste im Nordatlantik, stürmt es so sehr, dass die Wellen manchmal bis zur Dachspitze reichen. Da oben sitzt Johan und fühlt sich vom Leben betrogen. Doch im Laufe der Geschichte wird es immer fraglicher, wer wen wirklich täuscht…

Maren Uthaug wurde 1972 als Tochter einer norwegischen Mutter und eines samischen Vaters geboren und wuchs in Dänemark auf. Sie arbeitet als Graphikerin und gewann 2013 den Cartoon-Wettbewerb der großen dänischen Tageszeitung Politiken. Sie hat drei Töchter. Ihren Blog gibt es auch auf Englisch.

*Wunderbares Wintergemüse* Kochbuch

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Mein Leseeindruck: Viele Jahrhunderte, ja gar Jahrtausende haben unsere Vorfahren die kalte und unwirtliche Jahreszeit mit Wintergemüse und/oder Vorratshaltung überlebt. Bisher habe ich nur mit den gängigen Wintergemüsen wie Rotkohl , Weisskohl, Wirsingkohl gekocht und ähnlich sehr bekannte Rezepte und Gemüse benutzt. Manchmal kehrte etwas Langeweile in meine Küche während der Wintermonate ein, da meine Kocherfahrungen und Gerichte immer ähnlich ausfielen. Damit ist es nun endgültig vorbei! Bei der Durchsicht dieses Kochbuches, ausgestattet mit wunderschönen Bildern und Wintereinstimmungen, habe ich tolle neue Ein-und Durchblicke gewonnen. Chicorée, Karotte, Grünkohl, Rotkraut, Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Rübe, Chinakohl, Weißkraut, Kürbis, Sellerie, Topinambur, Kohlsprossen, Radicchio, Petersilienwurzel und Wirsing bekommen in diesem Kochbuch einen wunderbaren Auftritt!

Die beiden Autoren teilen ihr jahrzehntelanges Know-How und vor allem neue Koch Kreationen mit den Leser*innen. Sechzehn Gemüsesorten werden in ansprechenden Bildern vorgestellt, ihre Herkunft erklärt und es wird von ihrer Tauglichkeit aus einer neuen und kreativen Winterküche berichtet. Über den Anbau im eigenen Garten und die Konservierung für die Vorratshaltung wird ebenso klar und deutlich erzählt. Es sind alles Gemüsesorten die in unserem Klima regional angebaut werden können. Gute, verständliche Anleitungen, sowie praktische Tipps vervollständigen diesen angenehmen und begeisternden Eindruck.

Besonders beeindruckend fand ich dass aus allen Gemüsesorten auch ein süsser Nachtisch bereitet werden kann wie zum Beispiel Kübiskernparfait mit Topfencreme oder ein Rotkrautsoufflé mit Schokosauce. Die Aufzählung aller Möglichkeiten für einen gesunden und schmackhaften Nachtisch sind sehr anregend für den Gaumen und es wird sicher einige Zeit dauern alles nachzukochen und/oder auszuprobieren.

Und nun zur Vorratshaltung! Ein Wirsingaufstrich oder Schwarzwurzelchips waren mir bisher unbekannt und warten nun wie viele andere Köstlichkeiten auf ihre Zubereitung. Hier ein Rezept zum Ausprobieren, im Buch auf Seite 220 zu finden:

Grünkohlpesto:

200 g Grünkohl

150 g Pinienkerne, geröstet

150 g Parmesan, fein gerieben

50 g halbgetrocknete Paradeiser (Tomaten)

300 ml Olivenöl

Saft von 1/2 Limette

1 Msp. schwarzer Pfeffer

ZUBEREITUNG: Grünkohl putzen und klein schneiden. In Salzwasser blanchieren, in Eiswasser abschrecken, damit er die Farbe behält. Abseihen, das Wasser auspressen und trockentupfen. Grünkohl mit den restlichen Zutaten in der Küchenmaschine mixen und abschmecken. In saubere Gläser füllen und sterilisieren oder portionsweise in Gefrierbeutel füllen und einfrieren. Gläser halten im Kühlschrank verschlossen 6 Monate. Passt für Nudelgerichte und in Salaten.

Meine Bewertung: FÜNF * Sterne für dieses aussergewöhnlich und besondere Kochbuch für die Wintermonate!

Herzlichen Dank an die Autor*innen und den Servus Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar! Es wird einen Ehrenplatz in meinem Kochbuchregal bekommen.

Inhalt/Klappentext: Ins Rampenlicht mit Kraut und Rüben: Kreative Rezepte mit Gemüse

Ob Grünkohl, Rote Rüben oder Sellerie: Viele heimische Gemüsesorten stecken voller gesunder Inhaltsstoffe und stehen auch im Winter aus regionalem Anbau in hoher Qualität zur Verfügung. Dennoch wird Wintergemüse in der Küche oft stiefmütterlich behandelt. Dieses Kochbuch zeigt: Karotte, Kraut und Kohl können so viel mehr sein als eine langweilige Sättigungsbeilage!

Neben klassischer Hausmannskost wie Stöckelkraut und Kürbisgulasch finden Sie hier zahlreiche Rezeptideen, die Sie überraschen werden: Lassen Sie sich Rotkrautsoufflé mit Schokosauce auf der Zunge zergehen und verwöhnen Sie Gäste mit leckerem Schwarzwurzel-Curry!

  • Wärmend, herzhaft, unwiderstehlich: Gemüse-Rezepte für die kalte Jahreszeit

Uschi Korda ist eine der renommiertesten Kochbuch Autorinnen Österreichs. Die gebürtige Wienerin lebt ihre gastrosophische Kompetenz landauf, landab bei der Suche nach unseren kulinarischen Wurzeln aus.

Erwin Werlberger, heute ein Starkoch, wurde mit der Liebe zum Kochen groß: Aufgewachsen auf einem Bauernhof, der Gäste beherbergte und Vollpension anbot, konnte er seiner Großmutter und Mutter, die auch Kochen unterrichtete, bereits sehr früh in der Küche über die Schulter schauen. Die Lehrzeit absolvierte er beim Stanglwirt in Going am Wilden Kaiser, dann begann seine abwechslungsreiche Ausbildungszeit in diversen Spitzenhäusern: Hotel Mirabeau in Zermatt, Hotel Bareiss in Baiersbronn, Restaurant Tantris in München, Gasthaus Gramshammer in Vail/Colorado, Schloss Fuschl in Hof bei Salzburg, Ikarus in Salzburg und seit 2005 im Gasthaus Winterstellgut in Annaberg im Salzburger Land.

Erwin Werlberger hat für seine Kreativität in der Küche zahlreiche Auszeichnungen überreicht bekommen, darunter 2013 die Trophée Gourmet A la Carte für die „Beste österreichische Küche“.

*Mein Leseeindruck zu,,,,*

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Mein Leseeindruck: Ich habe sehr viele Romane der bekannten Bestseller Autorin gelesen und war immer begeistert von ihren Themen, die meist von ernsten und das Herz berührenden Themen handelten. Oft ging es auch um Prozesse, in den Familien verwickelt waren , die um Gerechtigkeit zu bekommen, einen beeindruckenden Kampf führten. Der Schreibstil war immer flüssig und angenehm zu lesen , gut zu verstehen, logisch aufgebaut. Sie hat sozusagen zum Leser eine enge Verbindung aufgebaut, fast mit ihm geplaudert.

Doch dieser neue Roman ist völlig anders geschrieben. Sie springt oft in Gegenwart und Vergangenheit der Hauptprotagonistin Dawn unvermittelt und überraschend hin und her , sorgt dadurch für leichte Verwirrungen, macht natürlich auch den Leserin neugierig auf den Lebensverlauf von Dawn Edelstein. In den ersten siebzig Seiten hatte ich das Gefühl einer wissenschaftlichen Vorlesung über Ägyptologie beizuwohnen. Diese Art des Schreibens gewann im Verlauf des Buches immer wieder die Oberhand. Interessantes wissenschaftliches Wissen wurde vermittelt, aber sicher wird ein grosser Teil der Leserinnen den Roman irgendwann enttäuscht zur Seite legen. Viele Zeichnungen von Hieroglyphen und Abbildungen aus jahrtausendealten Gräbern dieser untergegangen Kultur vervollständigen diesen prägenden Eindruck. Die Beschäftigung der jungen Wissenschaftlerin mit dem Tod und vielen Ritualen dieser alten Kultur gewannen einfach zu viel Platz im Buch. Da der Ehemann Brian ein begeisterter Quantenphysiker von Beruf ist, folgten Vorstellungen und wissenschaftliche Erklärungen auch über diesen komplizierten Wissenschaftszweig der Physik.

Auch die Bindung der Leserinnen zu den Protagonisteninnen Dawn, ihrem Ehemann Brian, der Tochter Meret und dem ehemaligen Kollegen Wyatt hatten für mich nicht die gewohnte Anziehungskraft und Faszination, die sie sonst so gekonnt vermittelt hat. Das Liebesleben mit Wyatt in Ägypten und Dawn’s Erzählen über ihre nachfolgende Ehe mit Brian hatten etwas Leidenschaftsloses mit blassen Emotionen. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin die Erinnerung an die Vergangenheit der Jugend aufgefrischt hat – immer in egoistischer Sichtweise und Hoffnung auf den eigenenVorteil und/oder das sogenannte Glück im mittleren Lebensalter.

Interessant erschienen mir allerdings die Beschreibungen der beruflichen Erfahrungen von Dawn als Sterbebegleiterin.

Meine Bewertung : Das Buch ist unter einigen Vorbehalten lesenswert und ich möchte es mit vier **** Sternen bewerten.

Herzlichen Dank für die Zusendung des gebundenen Leseexemplars!

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Elfriede Peschel

Originaltitel: The Book of Two Ways

Originalverlag: Ballantine Books, New York 2020

Hardcover mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 18 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-570-10415-6

Erschienen am 30. August 2021

Inhalt/Klappentext: Dawn Edelstein hatte sich einst bei Ausgrabungen in Ägypten in einen Kollegen verliebt, mit dem sie alte Grabtexte entschlüsselte. Bis ein Telefonanruf ihr Leben komplett umkrempelte. Fünfzehn Jahre später ist Dawn verheiratet, hat eine Tochter im Teenager-Alter und arbeitet in Boston als Sterbebegleiterin. Als sie einen Flugzeugabsturz überlebt, drängt sich ihr die Frage auf, ob das gute Leben, das sie hat, noch viel besser hätte sein können. Auf der Suche nach der Antwort kehrt sie nach Ägypten zu dem Mann zurück, den sie einst leidenschaftlich liebte.

»Umwege des Lebens«, der beeindruckende neue Roman von US-Bestsellerautorin Jodi Picoult, setzt sich mit den großen Fragen auseinander, die uns in der Lebensmitte beschäftigen: Was ist uns wichtig, mit wem wollen wir leben und wie sterben? Und ist es möglich – und akzeptabel, Entscheidungen zu revidieren und einen anderen Weg einzuschlagen?

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.