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*Mein Leseeindruck zu,,,,*

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Ich habe sehr viele Romane der bekannten Bestseller Autorin gelesen und war immer begeistert von ihren Themen, die meist von ernsten und das Herz berührenden Themen handelten. Oft ging es auch um Prozesse, in den Familien verwickelt waren , die um Gerechtigkeit zu bekommen, einen beeindruckenden Kampf führten. Der Schreibstil war immer flüssig und angenehm zu lesen , gut zu verstehen, logisch aufgebaut. Sie hat sozusagen zum Leser eine enge Verbindung aufgebaut, fast mit ihm geplaudert.

Doch dieser neue Roman ist völlig anders geschrieben. Sie springt oft in Gegenwart und Vergangenheit der Hauptprotagonistin Dawn unvermittelt und überraschend hin und her , sorgt dadurch für leichte Verwirrungen, macht natürlich auch den Leserin neugierig auf den Lebensverlauf von Dawn Edelstein. In den ersten siebzig Seiten hatte ich das Gefühl einer wissenschaftlichen Vorlesung über Ägyptologie beizuwohnen. Diese Art des Schreibens gewann im Verlauf des Buches immer wieder die Oberhand. Interessantes wissenschaftliches Wissen wurde vermittelt, aber sicher wird ein grosser Teil der Leserinnen den Roman irgendwann enttäuscht zur Seite legen. Viele Zeichnungen von Hieroglyphen und Abbildungen aus jahrtausendealten Gräbern dieser untergegangen Kultur vervollständigen diesen prägenden Eindruck. Die Beschäftigung der jungen Wissenschaftlerin mit dem Tod und vielen Ritualen dieser alten Kultur gewannen einfach zu viel Platz im Buch. Da der Ehemann Brian ein begeisterter Quantenphysiker von Beruf ist, folgten Vorstellungen und wissenschaftliche Erklärungen auch über diesen komplizierten Wissenschaftszweig der Physik.

Auch die Bindung der Leserinnen zu den Protagonisteninnen Dawn, ihrem Ehemann Brian, der Tochter Meret und dem ehemaligen Kollegen Wyatt hatten für mich nicht die gewohnte Anziehungskraft und Faszination, die sie sonst so gekonnt vermittelt hat. Das Liebesleben mit Wyatt in Ägypten und Dawn’s Erzählen über ihre nachfolgende Ehe mit Brian hatten etwas Leidenschaftsloses mit blassen Emotionen. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin die Erinnerung an die Vergangenheit der Jugend aufgefrischt hat – immer in egoistischer Sichtweise und Hoffnung auf den eigenenVorteil und/oder das sogenannte Glück im mittleren Lebensalter.

Interessant erschienen mir allerdings die Beschreibungen der beruflichen Erfahrungen von Dawn als Sterbebegleiterin.

Meine Bewertung : Das Buch ist unter einigen Vorbehalten lesenswert und ich möchte es mit vier **** Sternen bewerten.

Herzlichen Dank für die Zusendung des gebundenen Leseexemplars!

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Elfriede Peschel

Originaltitel: The Book of Two Ways

Originalverlag: Ballantine Books, New York 2020

Hardcover mit Schutzumschlag, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 18 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-570-10415-6

Erschienen am 30. August 2021

Inhalt/Klappentext: Dawn Edelstein hatte sich einst bei Ausgrabungen in Ägypten in einen Kollegen verliebt, mit dem sie alte Grabtexte entschlüsselte. Bis ein Telefonanruf ihr Leben komplett umkrempelte. Fünfzehn Jahre später ist Dawn verheiratet, hat eine Tochter im Teenager-Alter und arbeitet in Boston als Sterbebegleiterin. Als sie einen Flugzeugabsturz überlebt, drängt sich ihr die Frage auf, ob das gute Leben, das sie hat, noch viel besser hätte sein können. Auf der Suche nach der Antwort kehrt sie nach Ägypten zu dem Mann zurück, den sie einst leidenschaftlich liebte.

»Umwege des Lebens«, der beeindruckende neue Roman von US-Bestsellerautorin Jodi Picoult, setzt sich mit den großen Fragen auseinander, die uns in der Lebensmitte beschäftigen: Was ist uns wichtig, mit wem wollen wir leben und wie sterben? Und ist es möglich – und akzeptabel, Entscheidungen zu revidieren und einen anderen Weg einzuschlagen?

Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste standen. Die Autorin versteht es meisterhaft, über ernste Themen unterhaltend zu schreiben. Sie wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann in Hanover, New Hampshire.

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Mein Leseeindruck zu,,,,

*Werbung, unbezahlt*

Mein Leseeindruck: Das Ermittler Duo Anette Werner und Jeppe Kørner haben mich in diesem Spannungsroman ausserordentlich gut unterhalten. Oben gezeigtes Buch war mein erster von bisher vier erschienenen Kopenhagen-Krimis der bekannten dänischen Autorin Katrine Engberg. Man muss nicht die anderen Teile dieser Reihe lesen um in dieses Buch gut hineinzukommen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm fliessend und immer sehr gut unterhaltend. Von der ersten bis zur letzten Seite kommt keine Langeweile auf. Oben genannte Geschichte spielt an fünf Tagen im April – von Montag bis Freitag in Kopenhagen. Ein schönes Setting über diese faszinierende Stadt und ihre vielen Attraktionen hat die Autorin geschickt in ihre fiktive Geschichte eingebaut. Für mich war es dadurch zusätzlich auch eine äusserst atmosphärische Woche in Kopenhagen.

Dieser Band braucht keine blutigen Gewaltszenen um den Leser in seinen Bann zu ziehen. Der 15 jährige Teenager Oscar verschwindet plötzlich und seine Eltern hoffen, dass die beiden Ermittler bald dieses mysteriöse Verschwinden auflösen. Drohbriefe haben die gut situierte und privilegierte Familie, Inhaber eines Auktionshauses, schon seit einiger Zeit beunruhigt und bedroht. Wurde Oscar gekidnappt oder gar ermordet? Diese Frage stellt sich der Familie und den Ermittlern, als ein junger männlicher Leichnam in der modernsten Müllverbrennungsanlage Europas Amager Bakke, zufällig entdeckt wird.

Verschiedene Erzähl Stränge stellen nun unterschiedliche Protagonisten vor, deren private Vorlieben und Gewohnheiten eine angenehme Abwechslung beim Lesen bieten. Da ist zum Beispiel Jeppe’s Freundin Sara Saidani , eine alleinerziehende IT Spezialistin mit zwei Töchtern. Zu den helfenden Leuten bei der Suche nach Oscar gehört auch Esther de Laurenti, eine alte Freundin Jeppes und Literaturkennerin, die einen sympathischen Part im Buch spielt und mit deren Hilfe der kryptische Drohbrief entschlüsselt wird.

Eine vernünftige und respektvolle Kindererziehung sowie ein behütetes Familienleben unterschiedlicher Protagonisten werden behutsam und mit viel empfindsamen Respekt in diesem Krimi aufgezeigt. Aber eben auch das brutale Gegenteil dieser Verhaltensweisen, welches Familien und ihre Mitglieder völlig zerstören kann…..

Meine Bewertung: Fünf * Sterne für diesen sehr unterhaltsamen Spannungsroman.

Mein Dank geht an die Autorin und den Diogenes Verlag für die Zusendung des gebundenen Rezensionsexemplar.

Inhalt/Klappentext: Es ist ein sonniger Tag im April, als der 15-jährige Oscar verschwindet. Zunächst denkt man, er sei von zu Hause abgehauen. Doch es gibt Anzeichen, die auf Schlimmeres hindeuten. Als die Leiche eines jungen Mannes in einer Müllverbrennungsanlage entdeckt wird, beginnen Anette Werner und Jeppe Kørner mit ihren Ermittlungen. Sie betreten unterirdische Gänge und verlassene Inseln und stoßen dabei auf einsame Seelen und befremdliche Familiengeheimnisse.

Katrine Engberg, geboren 1975 in Kopenhagen, arbeitete für Fernsehen und Theater und war als Tänzerin, Choreographin und Regisseurin landesweit bekannt, bevor sie in der Welt des skandinavischen Thrillers debütierte – mit großem Erfolg, auch international. ›Das Nest‹ ist der vierte Fall für Kørner und Werner. Katrine Engberg lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen.

Auszeichnungen

Isola für den dänischen ›MARTHA Preis‹ nominiert, 2021

Eine von fünf offiziellen Kulturlotsen für Kopenhagen, ein Projekt der Dänischen Botschaft und Wonderful Copenhagen, 2019

Nominiert für den ›Martha Prisen‹, Dänemark, 2018

Nominiert für ›Plusbog’s Author of the Year Award‹, Dänemark, 2017

Krokodilwächter nominiert für ›BogForum Debutant Prize‹, Dänemark, 2017

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*Die Spur der Wölfe*

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Meine Meinung: Dieses Autorenduo hat eine interessante Krimireihe geschrieben, die sich in drei Bänden um den jungen Forstinspektor Marco Gherardini ranken. Der oben vorgestellte Band ist der dritte dieser Reihe, kann aber trotzdem allein ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das düstere Cover gibt einen passenden Vorgeschmack auf die Handlungen und geheimnisvollen Ereignisse, die in den wilden, verlassenen Bergdörfern des Apennin spielen. Es geht um Aussteiger aus unserer Konsumgesellschaft, die in diesem Roman ELBEN genannt werden. Diese Namensgebung hat mich etwas verwirrt und ich fand sie absolut nicht passend für diese Verweigerer unserer Gesellschaftsordnung. Der Roman punktet allerdings für mich mit schönen Beschreibungen der wildromantischen Bergwelt und der Arbeit eines Forstinspektors, der mit einem ungeklärten Mord an einem unbekannten jungen Mann konfrontiert wird. Viele Nebenprotagonisten runden diese Beschreibung mit bunten und ungewöhnlichen Charakterdarstellungen ab.

Dieser ungewöhnliche Krimi hat mir einige Stunden Spannung und Ablenkung geschenkt und ich kann ihn dem Genre Wohlfühl-Buch zuordnen.

Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen Krimi mit leichten Schwächen!

Danke an das Autorenduo und den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext: In den dichten Wäldern des Apennins lebt eine Ökokommune von Aussteigern, deren Mitglieder sich selbst »Elben« nennen. Fernab von der Zivilisation haben sie sich in verlassenen Dörfern niedergelassen, leben einfach und ohne Strom vom Tauschhandel und gewähren jedem, der um Obdach bittet, Einlass. Forstinspektor Marco Gherardini beobachtet das Treiben mit Interesse. Eines Tages hallen zwei Schüsse durch den Wald, und am Fuße eines abschüssigen Geländes wird ein Toter gefunden. Es ist ein Elbe. Gherardini beginnt zu ermitteln – in seinem dritten und bisher spannendsten Fall.

Francesco Guccini, Jahrgang 1940, zählt zu den bedeutendsten italienischen Liedermachern. Sein Freund Loriano Macchiavelli ist erfolgreicher Krimiautor. Beide leben im rauen Apennin, den sie in ihren gemeinsamen Büchern so wunderbar beschreiben.

Loriano Macchiavelli ist einer der erfolgreichsten Autoren Italiens. Beide Autoren leben im rauen Apennin, wo auch »Schlechte Saison«, der Auftakt ihrer neuen Krimiserie um Forstinspektor Marco Gherardini, spielt. Mit ihren Kriminalromanen belegen sie in Italien regelmäßig die ersten Plätze der Bestsellerliste.

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*Die Unbezwingbare* von Katja Kettu

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Ich bin überwältigt. Von der absolut ungewöhnlichen Sprache und Ausdrucksweise der Autorin. Sie erzählt in wunderschönen Sätzen, die man getrost in eine lyrische Prosa übernehmen könnte. Beim Lesen fällt man manchmal tatsächlich in eine Art Trance und ist gefangen in seinen eigenen Kopfbildern. Die Autorin schreibt sehr ungewöhnlich, oft in Metaphern und es ist keine Lektüre, die man überfliegen kann. Jeder kleine Satz entspricht einem Gedankengang, hat eine Bedeutung. Es ist am Leser herauszubekommen, wohin sie mit diesen Gedanken springt. Zu unterschiedlichen Personen, Zeiten und Ereignissen. Doch je länger man sich in dieses Buch vertieft, desto klarer wird das Romangeschehen.

Ich bin überwältigt und geschockt vom Thema , welches in Nordamerika totgeschwiegen und ignoriert wurde und auch weiterhin wird. Die Verfolgung, Vernichtung indigener Kultur und Ihrer Menschen. Die Herabsetzung und Missachtung der Menschenrechte für diese Bevölkerungsgruppe, verinnerlicht und automatisiert von behördlichen Institutionen, wie staatlich und religiös geführten Internaten und Kinderheimen. Es ist nicht nur deren Brutalität, die sie schonungslos darstellt. Es sind auch die Verletzungen, körperlicher und seelischer Art der jungen indigenen Menschen. All das wird dem Leser klar und ehrlich vermittelt. Wir treffen auf finnische Einwanderer, die ihre Kultur und Bräuche aus der Heimat einbringen in die alten indigenen Welt – und Wertvorstellungen . All das vermischt sich zu einer bunten und doch unterschiedlichen Aussage aus beiden Bevölkerungsgruppen.

Die vermisste indigene Protagonistin Rose, ihr finnischer Ehemann und deren gemeinsame Tochter Lempi führen den Leser in ein Indianerreservat. Lebensbedingungen und alte Stammesbräuche, die der Neuzeit angepasst wurden, erzeugen wilde und bunte Eindrücke, sprechen eine melancholische, hoffnungslose und doch starke, den alten Stammesbräuchen verbundene Ausdrucksweise. Ich möchte gar nicht näher auf die Handlung eingehen, der Klappentext des Buches verrät in meinen Augen schon genug.

Die Unbezwingbare ist ein starkes und wichtiges Buch, nimmt Themen auf, die gern totgeschwiegen werden und rüttelt unser Gewissen auf. Danke Katja Kettu für das Aufgreifen dieser erhellenden Lektüre über ein brisantes Thema. Mein Dank geht auch an den Ecco Verlag für dieses so aktuelle Buch.

MEINE BEWERTUNG: FÜNF * Sterne für dieses grossartige Buch!

Inhalt/Klappentext: Jahrzehnte nach dem Verschwinden ihrer Mutter Rose kehrt Lempi in das Reservat in Minnesota zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Ihr Vater Ettu hat zum wiederholten Mal Rose bei der Polizei als vermisst gemeldet – dieses Mal berichtet er aber zusätzlich von einem verschwundenen blonden Mädchen. Lempi, halb Finnin, halb Ojibwe, kämpft seit jeher mit dem Konflikt ihrer Identität: Im Reservat gilt sie als zu weiß, außerhalb ist sie nicht weiß genug. Zurück im Reservat sieht sie sich sofort mit den alten Vorurteilen konfrontiert und einer Gesellschaft, die Verbrechen gegen indigene Frauen systematisch totschweigt. Unbeirrt macht sie sich trotzdem daran herauszufinden, was mit dem blonden Mädchen passiert ist, und begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit. Dabei offenbart sie ein Mosaik ihres Lebens bestehend aus Gewalt und Missbrauch, Spiritualität, Begehren, tief empfundener Liebe und dem Kampf um Emanzipation.

Katja Kettu zählt zu den wichtigsten Autorinnen Finnlands. 1978 in Rovaniemi im Norden des Landes geboren, schloss sie 2001 ihr Studium an der Kunstakademie ab. Ihr literarischer Durchbruch gelang ihr 2011 mit dem mehrfach preisgekrönten Roman Wildauge, der in Finnland wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste stand, in 20 Sprachen übersetzt und verfilmt wurde.

Zur Übersetzerin:

Angela Plöger hat in Berlin und Helsinki Finno-Ugristik und Slawistik studiert, in Hamburg promoviert und lebt dort nach einem mehrjährigen Finnlandaufenthalt als freie Übersetzerin. Für die Übertragung von Werken finnischer Autorinnen und Autoren wie Katja Kettu, Sofi Oksanen, Aki Kaurismäki, Leena Lander, Risto Isomäki u. a. ins Deutsche wurde sie mit dem finnischen Staatspreis ausgezeichnet.

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Klaus Zaugg / Sieben Reisen zu den Enden der Welt — lesefieber.ch

Etwas mehr als 4000 Menschen leben auf St. Helena und es kommt vor, dass man tagelang niemanden mit einem Handy am Ohr herumlaufen sieht. Auf der Insel hat man einen sehr hohen Bildungsstandard, das älteste Tier, die Schildkröte Jonathan, lebt hier und die Küsten sind schroff und unzugänglich. 63 weitere Wörter

Klaus Zaugg / Sieben Reisen zu den Enden der Welt — lesefieber.ch

Ein toller saisonaler Kochratgeber!

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Fast zweihundert Seiten nachhaltige Rezepte mit Tips zur saisonalen und regionalen Küche haben mich für dieses Buch schwärmen lassen. Es ist in vier unterschiedlich farbig illustrierte Kapitel gegliedert, die den vier Jahreszeiten entsprechen , sowie mit wunderschönen Motiven ( natürlich mit Fotos von fertig gekochten Rezepten und herrlichen Gemüsen und Kräutern ) ausgestattet. Ein Saisonkalender und ein Rezeptregister vervollständigen diesen ansprechenden Kochratgeber.

Es ist aber nicht nur eine Anreihung von Rezepten , sondern das Autorenpaar gibt dem Leser zu jedem Gericht praktische Tips zum Einkochen, Einlegen und/oder Fermentieren vieler Gemüsearten und Kräuter. Auch das Gärtnern für den Anfänger*in kommt nicht zu kurz. Die kurzen Anleitungen für den Gemüse – und/oder Kräuteranbau auf Balkon, Topf , Hochbeet oder in einem kleinem Garten inspirieren zum eigenen Ausprobieren und Pflanzen. Ich habe schon einige dieser schönen Anregungen nachgekocht und bin begeistert von den Ergebnissen. Die meisten dieser Rezepte sind für vier Personen aufgelistet , allerdings fehlen Kalorien – und Nährwertangaben, was ich persönlich aber nicht vermisst habe.

Zu meinem neuen Lieblingsrezepten gehört ein einfaches, aber geniales Rezept (Petersilienpesto), welches ich Euch hier per Foto verraten werde. So köstlich und einfach nachzukochen für begeisterte Nudelesser.

Meine Bewertung für das Buch: Eine absolute Empfehlung mit FÜNF***** Sternen.

Inhalt/Klappentext:

Altbewährtes Kochwissen neu entdecken

Man nehme Omas wohlgehütete Küchengeheimnisse, ergänze eine Prise moderne Genussleidenschaft und ein nachhaltiges Einkaufskonzept. Heraus kommen über 70 wunderbare Rezepte und eine Fülle an Möglichkeiten, den Kochalltag klimafreundlich und lecker zu gestalten. Altbewährtes Wissen über saisonales und regionales Einkaufen, Haltbarmachen, Lagerung, Müllvermeidung oder Kochen ohne Zusätze liefern den Hintergrund für unkomplizierte Rezeptideen, nachhaltige Alltagstipps und Anleitungen für kleine Gartenprojekte auf dem Fensterbrett, Balkon oder Garten. Für alle Genießer, die ohne großen Aufwand einen kleinen Beitrag für eine bessere Kochzukunft leisten wollen.

Eva-Maria Hoffleit arbeitet als Servicekraft in der Gastronomie, ist leidenschaftliche Hobbyköchin und baut ihr Obst und Gemüse am liebsten selbst an. Zusammen mit ihrem Partner Philipp Lawitschka betreibt sie seit 2015 den Blog „Ye Olde Kitchen“, auf dem sie über saisonales Kochen, Gärtnern und Nachhaltigkeit schreibt. Sie lebt und arbeitet in Fellbach.

Philipp Lawitschka arbeitet seit 2009 als selbständiger Softwareentwickler. Den Ausgleich zum technischen Beruf findet er beim Kochen und im Garten. Seit 2015 betreibt er mit seiner Partnerin Eva-Maria Hoffleit den Food- und Gartenblog „yeoldekitchen.com“. Dort schreibt er über nachhaltiges Kochen und das Gärtnern auf dem Balkon und im eigenen Garten.

https://yeoldekitchen.com

*Über Menschen* von Juli Zeh

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung:
Es geht in diesem wichtigen Buch über Menschen und um Übermenschen!
Bracken , ein kleines Dorf im Osten unseres Landes ( Brandenburg ) und seine Bewohner geben den Ton an in dieser Geschichte. Nicht weit entfernt von der Hauptstadt Berlin , aber weit genug um dort eine heile Natur und anscheinend unproblematisches dörfliches Leben anzutreffen, trotz offensichtlich schwacher Infrastruktur mit hoher Arbeitslosigkeit und hoffnungslosen Menschen, die sich in ihrer privaten Welt von unserer Gesellschaft während der Corona Pandemie im Frühling 2020 abkapseln. So sieht es für Dora aus, ein typisches Grossstadtgirl unserer Zeit , gutverdienend mit einer gescheiterten Beziehung, die sich zum Albtraum entwickelt hat. Ihr wird alles zu viel in Berlin, ihre Beziehung, die Einschränkungen durch die Pandemie, die Hektik und Anonymität der Grossstadt. Sie sehnt sich nach Ruhe , kauft sich ein altes Haus in Bracken, welches zu DDR-Zeiten als Kindergarten gedient hat. Doch sie kommt nicht zur Ruhe, denn neben ihr wohnt der gewalttätige Dorf-Nazi Gote.

Juli Zeh zieht den Leser mit dieser Geschichte in das fiktive Bracken, vielleicht sogar in der Nähe vom erdachten Unter Leuten in Brandenburg gelegen. Doch die Zeit und die Menschen haben sich verändert. Der unvergleichlich gute und klare Schreibstil der Autorin fasziniert auch in diesem Buch wieder sofort und hält den Leser Am Puls der Zeit. Dieses Buch zeigt einen aktuellen Spalt unserer Gesellschaft auf, die Unterschiede zwischen andersartigen politischen Meinungen und Lebensansichten – zwischen RECHTS – und LINKSLIBERAL – Stadtleben und dörflichen Beschaulichkeiten. Kann es menschlich sein Andersdenkende zu Jagen, zu Verfolgen, abzulehnen und gleichzeitig seinen nächsten lebenden Mitmenschen und Nachbarn ein hilfsbereiter, gutmütiger und liebenswerter Zeitgenosse zu sein? Und ist es möglich einen Kompromiss miteinander – statt gegeneinander zu finden? Diesen Fragen geht die Autorin mit ihrer Protagonistin Dora ausführlich in ihrem Buch hinterher und dem Leser stellen sich immer mehr Zweifel und Fragen durch diese Lektüre. Sogar unter Umständen neue Antworten zu finden auf die brennenden Themen unserer Gesellschaft.

Meine Bewertung : Eine absolute Leseempfehlung mit Fünf ***** Sternen!

Inhalt/Klappentext:

Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht.

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel“ (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman „Unterleuten“ (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt.

*Die nicht sterben* von Dana Grigorcea

*Werbung, unbezahlt*

Meine Meinung: Eine junge namenlose Frau , die lange Zeit in Paris gelebt hat und dort Kunst studierte, kehrt in den Schoß der Familie nach Transsilvanien zurück. Sie schlüpft bei ihrer geliebten und verehrten Tante Mamargot unter, bei der sie als Kind ungetrübte Ferientage verbracht hat. Nun erlebt sie eine neue Gesellschaft, die sich nach dem Scheiden des Kommunismus entwickelt hat, verkörpert durch Mamargot’s zahlreiche extravaganten, spleenigen Freunde und Bekannten. Die junge Frau trifft Kinderfreunde wieder – und kann deren Charakterentwicklung nicht mehr folgen.
Ich bin mit diesem Roman kaum klar gekommen , geschweige denn konnte ich mich mit den vielen Protagonist*innen identifizieren. Nein, es ist keine Familiengeschichte im üblichen Sinne – eher die Geschichte einer schillernden Realität des Unmöglichen , die in einen Fantasy Roman, Krimi oder/und auch märchenähnlich verpackt wurde und den Leser in eine fremdartige Welt katapultiert , mit ekelhaften und unsympathischen Ereignissen a la‘ Graf Dracula und seinen Gefährtinnen. Zusätzliche Hinweise und Verknüpfungen zur kommunistischen Vergangenheit des Landes haben mich oft zum Nachdenken gebracht, auch über die mögliche Zukunft dieser Gegend und seiner Menschen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr niveauvoll, voller Andeutungen , eigentlich teilweise recht schön, aber es ist kein Buch zur Ablenkung oder gar zum Abtauchen, keine bequeme oder gefällige Lektüre für zwischendurch . Es erfordert viel Konzentration und Lesepausen zum Nachdenken über einzelne Geschehnisse und Kapitel . Ich war etwas enttäuscht und musste es öfter aus der Hand legen, Kraft sammeln und mich bis zum Ende des Buches durchkämpfen,,,,
Meine Beurteilung: Sicher drei *** Sterne für eine gute, anspruchsvolle Lektüre, die mich trotzdem nicht in seinen Bann gezogen hat!

Danke an die Autorin und den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplar!

Inhalt/Klappentext:
Eine junge Bukarester Malerin kehrt nach ihrem Kunststudium in Paris in den Ferienort ihrer Kindheit an der Grenze zu Transsilvanien zurück. In der Kleinstadt B. hat sie bei ihrer großbürgerlichen Großtante unter Kronleuchtern und auf Perserteppichen die Sommerferien verbracht. Eine Insel, auf der die kommunistische Diktatur etwas war, das man verlachen konnte. „Uns kann niemand brechen“, pflegte ihre Großtante zu sagen. Inzwischen ist der Kommunismus Vergangenheit und B. hat seine besten Zeiten hinter sich. Für die Künstlerin ist es eine Rückkehr in eine fremd gewordene Welt, mit der sie nur noch wenige enge Freundschaften und die Fäden ihrer Familiengeschichte verbinden. Als auf dem Grab Vlad des Pfählers, als Dracula bekannt, eine geschändete Leiche gefunden wird, begreift sie, dass die Vergangenheit den Ort noch nicht losgelassen hat – und der Leitspruch ihrer Großtante zugleich der Draculas ist. Die Geschichte des grausamen Fürsten will sie erzählen. Am Anfang befürchtet sie, dass sie die Reihenfolge der Geschehnisse verwechseln könnte. Dann wird ihr klar: Jede Reihenfolge ergibt einen Sinn. Weil es in der Geschichte nicht um Ursache oder Wirkung geht, sondern nur um eines: Schicksal. Inzwischen aber ist es für jede Flucht zu spät.

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie studierte Germanistik und Nederlandistik und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin, etwa der Roman »Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit« und die Novelle »Die Dame mit dem maghrebinischen Hündchen«, wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.