Leben Schreiben Atmen

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Ich freue mich nach dieser Buchbesprechung nun richtig auf diese Lektüre, die ich auf eine Reise mitnehmen werde!

Leselebenszeichen

  • Eine Einladung zum Schreiben
  • von Doris Dörrie
  • Diogenes Verlag, August 2019 www.diogenes.ch
  • in Leinen gebunden
  • mit Schutzumschlag
  • 288 Seiten
  • 18,00 € (D), 18,50 € (A), 24,00 sFr.
  • ISBN 978-3-257-07069-9

VOM  LEBEN  ZUM  SCHREIBEN

Buchbesprechung von Ulrike Sokul ©

Max Frisch sagte einst: „Schreiben heißt, sich selber zu lesen.“ Genau um diese Art des Schreibens kreist Doris Dörries Buch „Leben Schreiben Atmen“. Es geht hier nicht um Re- zepte für erfolgreiches schriftstellerisches Schaffen, sondern vielmehr um Schreiben als ganz alltägliches Medium, um das eigene Leben zu erkennen, sich selbst tiefer auf die Spur zu kommen, Erinnerungen zu reanimieren und infolgedessen dem ganzen Gefühls-spektrum des eigenen Erlebens Raum und Ausdruck zu geben und diese persönlichen Geschichten gegebenenfalls auch mit anderen Menschen zu teilen.

Doris Dörries Einladung zum autobiographischen Schreiben vermittelt eine ansteckende Schreiblust und Schreibneugier. Sie schreibt uns nichts vor, stellt keine Regeln auf, gibt nur Empfehlungen für Bedingungen und Geisteshaltungen…

Ursprünglichen Post anzeigen 674 weitere Wörter

*Graue Bienen* von Andrej Kurkow. Rezension

*Werbung , unbezahlt*

Der Autor Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew und schreibt in russischer Sprache. Er studierte Fremdsprachen (er spricht insgesamt elf Sprachen), war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach wurde er Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Sein Roman ›Picknick auf dem Eis‹ ist ein Welterfolg. Kurkow lebt als freier Schriftsteller in Kiew und arbeitet auch für Radio und Fernsehen.

Inhalt/Klappentext: Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung und wunderbare Produktivität. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen in eine Gegend bringen, wo sie wieder in Ruhe Nektar sammeln können.

Meine Meinung: Sergej ist ein völlig unpolitischer Invalide und einfacher Mensch mit einer Staublunge, der eigentlich nur für seine Bienen da sein möchte, nachdem Frau und Tochter ihn verlassen haben. Aber er hat Pech. Er lebt in der *Grauen Zone* , dem Niemandsland zwischen zwei kämpfenden Kriegsparteien. Zurückgeblieben, nur die Gesellschaft seines *Feindfreundes* Paschka aus der Kinderzeit bietet ihm etwas Abwechslung. Alle anderen Bewohner des Dorfes sind vor den Kriegswirren geflüchtet.

Zitat Seite 228 : “ Interesse hatten die Bienen nur eines – Honig zu sammeln.“
Der ruhige und bedächtige Schreibstil des Autors führt in eine völlig fremde und einfache Welt. In das Leben eines Mannes, für den nur eines wichtig ist. Das Überleben seiner geliebten Bienen in diesen täglichen Kriegswirren, die aus Einsamkeit, vielen Entbehrungen und doch auch kleinen Alltagsfreuden bestehen. Zum Beispiel wenn Paschka am Gartentor auftaucht, zu einem Tee oder Wodka , meist beidem, zu einem Schwätzchen bleibt. Lange begleitet der Leser diese beiden Männer, ohne sich zu langweilen. Es ist eine unbekannte Welt ohne Strom, TV, Nachrichten, voller Entbehrungen und ohne ein typisches Dorfleben. Nur der Gefechtsdonner und einzelne Granat-Einschläge schrecken die Männer – und die Leser*innen auf!

Doch plötzlich verwandelt sich der Roman in ein aufregendes Roadmovie, quer durch die Ukraine bis auf die Krim. Sergej geht auf eine unvorhersehbare Reise mit seinem Auto, dem grünen Schiguli und dem Bienenanhänger. An jeder Passierstelle muss er sich ausweisen, gerät in den Einflussbereich unterschiedlicher politischer Parteien, findet Zuflucht und Zuneigung bei der Ladenbesitzerin Galja, fährt tatsächlich bis auf die Krim um einen Bienenfreund aus früheren , besseren Zeiten zu besuchen.
Die Atmosphäre in diesem Buch lebt von den inneren Eindrücken und Gedanken des Sergej, die er sich über die Obrigkeit, das Leben, die unterschiedlichsten Menschen und nicht zuletzt über die Ordnung seiner Bienen als Staat macht, die er der menschlichen Gesellschaft immer vorzieht. Er liebt sie, sie heilen ihn, sie sprechen zu ihm . Sie sind die wahren Kommunisten – glaubt er. Dieses Buch verzaubert, trotz des ernsten, aktuellen Kriegshintergrundes. Vor allem durch die Schilderung der menschlichen Begegnungen des Sergej in der Ukraine und auf der Krim , und von seinen Bienen, die jedes Abenteuer tapfer miterleben, immer bis zur nächsten Bienenweide……..
Ein kleiner, heller Hoffnungsschimmer auf baldige Beruhigung und Verbesserung der allgemeinen politischen Lage bleibt beim Leser nach dem Genuss dieses interessanten und grossartigen Roadmovies zurück. Und das ist gut so.
Meine Bewertung : FÜNF ***** Sterne für diesen grossartigen Roman!

Danke an den Autor und den Diogenes Verlag für dieses Leseerlebnis!

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„Rote Früchtchen“ von Frédéric Cassel — Literaturwerkstatt-kreativ /Blog

Die schönen Fotos der Bücher aus dem Gerstenberg Verlag sind immer sehenswert!

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Sommerzeit heißt auch Obstzeit – Frédéric Cassel hat sein Buch allein den roten Früchten gewidmet und 70 Rezepte mit Sommerbeeren zusammengestellt. „Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor „Rote Früchtchen“ von Frédéric Cassel Aufbau des Buches: 70 köstliche Rezepte mit Sommerbeeren Rote Früchte richtig verwerten – z.B.: Die Saison der roten Früchte Früchte auswählen Praktische Tipps […]

über „Rote Früchtchen“ von Frédéric Cassel — Literaturwerkstatt-kreativ /Blog

[Buchvorstellung] Mamsi und Ich – BERND C. SUCHER — MonerlS-bunte-Welt

 *Werbung* #304 Rezension#GegenDasVergessen Buchbeschreibung Vom Leben mit einer übermächtigen Mutter Wie wurde die Nachkriegsgeneration durch die Erfahrungen ihrer Eltern geprägt? Diese Frage stellt sich C. Bernd Sucher in seinem neuen, sehr persönlichen Buch und erzählt von seiner Mutter, einer stolzen und starken Frau, die als Jüdin im Dritten Reich verfolgt wurde, das KZ überlebte und…

über [Buchvorstellung] Mamsi und Ich – BERND C. SUCHER — MonerlS-bunte-Welt