*Freitagsfüller*

Er kam heute etwas verspätet – aber nun ist er da – der Freitagsfüller , erstellt von Barbara!

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Wenn ihr mitspielen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt bei BARBARA, wenn ihr keinen eigenen Blog habt oder keine Lust habt zu verlinken.

1. Es gibt Schlimmeres als einen verspäteten Freitagsfüller von Barbara. Trotzdem fehlte mir etwas heute morgen beim ersten Blick auf ihre Seite 😉 ! Ich finde es einfach prima, dass sie  für uns Blogger jede Woche so eine Aktion auf ihre Seite stellt. 

2. Für die kommende Woche habe ich noch nichts besonderes geplant.

3. Der erste Schnee liess seine Flocken zwar noch nicht fallen, aber es gab weiss gezuckerte Hausdächer und zugefrorene Autoscheiben. Einige  einjährige  Sommerblumen haben den Frost auch nicht vertragen und haben sich in Matsch verwandelt 😦 . 

4. Es ist wohl offensichtlich , der Winter macht sich bereit! Die Temperaturen sollen allerdings wieder steigen,,,,

5. Meine Lieblingsplätzchen im Winter! Wo könnte der denn sein? Ein kleines Ratespiel für aufmerksame Leser des Füllers haha,,,,

6. Warme Handschuhe, oder gar Stulpen werden nun immer beliebter . Ich trage eher Handschuhe, die den Fingerspitzen mehr Freiheit gönnen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gemütliches Beisammensein bei  guten Freunden, morgen habe ich geplant erst einmal auszuschlafen , dann sehen wir weiter und Sonntag möchte ich im Wald oder Tierpark spazieren gehen, wenn das Wetter es zulässt und es nicht in Strömen regnet.

Euch allen ein gutes und gemütliches Wochenende!

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Meine Meinung zu ,,,,*Drei* von Dror Mishani

Pressebild_DreiDiogenes-Verlag_72dpi*Werbung, unbezahlt*

Inhalt/Klappentext:
Eine Frau sucht ein wenig Trost, nachdem ihr Mann sie und ihren Sohn verlassen hat. Eine zweite Frau sucht nach einem Zuhause und nach einem Zeichen von Gott, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Eine dritte Frau sucht etwas ganz anderes. Sie alle finden denselben Mann. Es gibt vieles, was sie nicht über ihn wissen, denn er sagt ihnen nicht die Wahrheit. Aber auch er weiß nicht alles über sie.

Der Autor Dror Mishani, geboren 1975 in Cholon bei Tel Aviv, wurde mit seinen Kriminalromanen rund um Inspektor Avi Avraham international bekannt. Neben dem Schreiben ist er Literaturwissenschaftler, sein Spezialgebiet ist die Geschichte der Kriminalliteratur. Mit ›Drei‹ gelang Dror Mishani der Durchbruch, der Roman wurde in Israel zu einem Mega-Bestseller und einem literarischen Phänomen, eine Verfilmung ist geplant. Dror Mishani lebt mit seiner Familie in Tel Aviv.

 

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und zwar durch die intelligente und anspruchsvolle Schreibweise des bekannten Autors. Das allgemeine Gesellschaftsleben, die israelische Mentalität hat er mit Hilfe der Durchleuchtung und Darstellung der Charaktere der drei Hauptprotagonistinnen mit psychologischer Raffinesse sehr deutlich aufgezeigt . Das Buch ist in drei Abschnitte aufgeteilt. Im ersten Abschnitt lernen wir als Leser*innen Orna kennen. Sie ist eine alleinerziehende, unsichere junge Frau und Mutter, die sehr unter den Scheidungsabsichten ihres Mannes Ronen leidet. Ihre Gedanken und Sorgen drehen sich fast nur um den gemeinsamen Sohn Eran und das Zerbrechen ihrer Ehe. Sie liebt den Sohn über alles und versucht , ihm die Trennung des Vaters von der Familie erträglich zu gestalten. Ein Psychologe betreut das Kind zusätzlich. Doch plötzlich tritt Gil in ihr Leben, der sie gleichzeitig anzieht und abstößt,,,,ihr Hoffnung auf eine neue Liebe, Zuneigung und Verstehen gibt.

Der zweite Teil zeigt uns den Charakter der verlorenen Emilia, einer Migrantin aus Lettland, die in der Alten- und Familienpflege arbeitet. Die Religion zeiht sie magisch an, aber sie hat ein Sprach Handicap – Hebräisch ist für sie immer noch eine Fremdsprache. Sie lernt ebenfalls Menschen kennen , die sie missachten und manchmal beachten, vielleicht sogar lieben – doch auch sie bekommt Hoffnung auf ein besseres Leben – vermittelt durch den smarten Rechtsanwalt Gil.

Auch die junge , energische Ella, Mutter von drei Mädchen , die fest und sicher in ihrer Beziehung steht, lässt sich trotzdem auf eine zärtliche Beziehung zu Gil ein. Sie erwartet dadurch Ablenkung, Verstehen und Trost in ihrer Situation als überforderte junge Mutter, innere Nähe zu ihm.

Der erste Teil des Buches hat mich deutlich mehr beeindruckt als die folgenden Teile. Die Spannung wurde langsam , aber deutlich aufgebaut und meine Neugier wurde angestachelt. Trotzdem entstand in mir eine Ahnung des weiteren Geschehen, die sich dann auch bewahrheitet hat. Diese harmlosen Beziehungsgeschichten und Charakterbeschreibungen der Protagonisten bekamen plötzlich eine ganz andere Färbung und sind in eine gefährliche und undurchsichtige Richtung abgedriftet. Lügen, Selbsttäuschung und überzogene Erwartungen an sich selber, aber auch fehlerhafte Beurteilungen des Verhaltens anderer Menschen , füllen das Buch. Mehr kann und möchte ich hier nicht verraten.

Meine Bewertung: VIER **** STERNE für dieses interessante Buch!

Herzlichen Dank an den Autor und den Diogenes Verlag für das Rezensionsexemplar!

*Zwei Seelen* von Luise Rolf

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Danke Rodolfo !

Zwei Seelen

Sie gehen beide der Sonne
Entgegen auf gleichem Pfad —
Sie streuen beide voll Wonne
In den Acker des Lebens die Saat —
Fast streift der eine den andern
Beim flücht’gen Vorübergeh’n,
Noch haben sie nie noch beim Wandern
Einander ins Auge geseh’n.

Da treibt einmal ein Begebnis
Seine Wellen an ihren Strand —
Ein ganz alltäglich’ Erlebnis
Macht sie miteinander bekannt …
Und was sich dann zugetragen,
Das wissen sie beide kaum,
Sie träumten in künftigen Tagen
Nun beide den gleichen Traum.

Sie träumten von einer Stunde,
Die flüchtig vorüberging,
Da wie geheiligte Kunde
Ein leuchtendes Glück sie umfing —
Da einer im Auge des andern
Die eigene Seele fand —
Da jeder das tastende Wandern
Des andern so gut verstand.

… Sie haben sich wieder verloren
Und haben’s im Grunde doch nicht –
Es klingt noch in ihren Ohren
Wenn einer vom andern spricht…
Das Leben baut keine Brücke,
Die Kluft ist zu tief und zu breit – – –
Wie haben die Menschen zum Glücke
So nah oft und doch so weit!

Luise Rolf
Aus der Sammlung Wegblumen

Luise Rolf